Fliegender Stromlieferant: drahtlose Stromübertragung per magnetischer Resonanz
Fliegender Stromlieferant: drahtlose Stromübertragung per magnetischer Resonanz (Bild: Nimbus Lab/Screenshot: Golem.de)

Robotik Drohne lädt im Flug einen Akku

Im Flug lädt eine Drohne einen Akku oder bringt eine Lampe zum Leuchten. Der Quadrocopter wurde mit einer Spule ausgestattet, die drahtlos Strom an eine zweite Spule übertragen kann.

Anzeige

Es gibt sicher einfachere und praktischere Wege, sein Mobiltelefon zu laden. Andererseits: Das eine Drohne erledigen zu lassen, ist schon cooler. Forscher des Nebraska Intelligent Mobile Unmanned Systems Lab (Nimbus Lab) in Lincoln haben ein unbemanntes Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) entwickelt, das drahtlos Strom überträgt und so einen Akku laden kann.

Als Drohne kommt ein Hummingbird zum Einsatz - ein Quadrocopter, der von Ascending Technologies aus Krailling bei München gebaut wird. Für die Aufgabe als Energielieferant wird das UAV noch modifiziert: Es wird mit einer Spule und einer Steuereinrichtung ausgestattet.

Schwingende Spulen

Die Übertragung der elektrischen Energie erfolgt per magnetischer Resonanz. Dazu werden zwei Kupferspulen so eingestellt, dass sie auf der gleichen Frequenz schwingen. Der Sender erzeugt ein Magnetfeld, das die zweite Spule zum Schwingen bringt. Auf diese Weise wird elektrische Energie vom Sender und Empfänger übertragen.

Wie viel Strom gesendet wird, hängt von der Entfernung der beiden Spulen ab. Wenn die Drohne eine Entfernung von etwa 20 Zentimetern zu der Empfängerspule habe, hätten die Forscher die besten Ergebnisse erzielt, berichtet das US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum: Dann übertrage die Drohne 5,5 Watt, die Effizienz liege bei 35 Prozent.

Strom für Sensoren

Nicht viel, aber ausreichend, um etwa eine kleine Lampe aufleuchten zu lassen. Oder eben einen Akku zu laden. Die Entwickler denken dabei allerdings weniger an den eines Mobiltelefons. Die Idee ist vielmehr, auf diese Weise beispielsweise die Akkus von Sensoren zu laden, die draußen angebracht sind, etwa um die Funktion von Bauwerken zu überwachen oder Umweltdaten zu sammeln. Eine andere Möglichkeit wäre, ein UAV aufs Meer hinausfliegen zu lassen. Dort würde der sich mit einem Unterwasserroboter treffen, der aufgetaucht ist, um seine Akkus zu laden.

Zuvor müssen die Forscher ihrem UAV allerdings beibringen, stabil über einen längeren Zeitraum in der optimalen Entfernung über der Empfängerspule in der Luft stehen zu bleiben. Außerdem wollen sie erreichen, dass die Drohne mehr elektrische Energie überträgt. Vorgestellt haben sie das fliegende Ladegerät kürzlich auf der International Conference on Robotics and Automation (ICRA).


SoniX 31. Mai 2012

Noch besser: Eine Drohne lädt die andere. Ach wozu der Umweg! Er soll sich gefälligst...

SoniX 31. Mai 2012

So in der Art :-))

Kommentieren



Anzeige

  1. Entwicklungsingenieur Applikationsmethodik und Software (m/w)
    MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Fellbach bei Stuttgart
  2. IT Service Owner (m/w)
    IKEA IT Germany GmbH, Hofheim-Wallau
  3. Chief Product Owner (m/w)
    meinestadt.de, Köln
  4. Funktionsleiter/-in Zeitwirtschaft
    ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen

 

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. Iron Man 3 (Steelbook) [Blu-ray] [Limited Edition]
    7,97€
  2. Blu-rays unter 10 EUR
    (u. a. 300 Rise of an Empire, Heartbreak Ridge, Pearl Harbor, The Losers, Bodyguard, American...
  3. The Dark Knight (Steelbook) (exklusiv bei Amazon.de) [Blu-ray] [Limited Edition]
    14,99€ (Release 31.3.)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Vodafone

    "Mobilfunkpreise sollten zur Finanzierung von 5G steigen"

  2. Acer Liquid M220

    Markteinstieg mit Windows Phone für 90 Euro

  3. Ted Unangst

    OpenBSD will Browser sicherer machen

  4. Dual-Boot

    Console OS bringt Android-Spiele auf x86-Rechner

  5. Streaming

    O2 will trotz Drosselung Watchever anbieten

  6. Mozilla-Browser

    64-Bit-Firefox ist bereit für Alpha-Tests

  7. Leistungsschutzrecht

    Wie die VG Media der Google-Konkurrenz das Leben schwermacht

  8. Modulares Smartphone im Hands on

    Kinder spielen Lego, Große spielen Ara

  9. Signal 2.0

    Kostenlose verschlüsselte Nachrichten von iOS an Android

  10. MT8173

    Mediatek hat den ersten Tablet-Chip mit A72-Kernen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Die Woche im Video: Abenteurer, Adware und ein fixer Anschluss
Die Woche im Video
Abenteurer, Adware und ein fixer Anschluss
  1. Die Woche im Video Ein Spionagering, Marskandidaten und Linux für den Desktop
  2. Die Woche im Video New 3DS, Stromzähler und der schnellste Smartphone-Chip
  3. Die Woche im Video Raspberry Pi 2, die Telekom am DE-CIX und Alienware Alpha

Raspberry Pi 2: Die Feierabend-Maschine
Raspberry Pi 2
Die Feierabend-Maschine
  1. Bastelrechner Das Raspberry Pi 2 hat viermal mehr Wumms
  2. Dual-Monitor-Betrieb VGA-Anschluss für Plus-Modelle des Raspberry Pi
  3. Bitscope Micro im Test Oszilloskop und Logic Analyzer für den Bastelrechner

IMHO: Automotive ist das neue Internet of Things
IMHO
Automotive ist das neue Internet of Things
  1. Uber-Konkurrent Kommt bald das Google-Taxi ohne Fahrer?
  2. Bundesverkehrsminister Autonome Autos sollen in zehn Jahren normal sein
  3. Autobahn Ruhrgebiet soll Testgebiet für autonomes Fahren werden

  1. Rahmen

    Hotohori | 17:23

  2. Re: Geofracking

    plutoniumsulfat | 17:23

  3. Re: Die Kritiker?

    tingelchen | 17:23

  4. Re: Ich verstehe den Artikel nicht

    Koto | 17:22

  5. Re: Kritiker

    plutoniumsulfat | 17:21


  1. 17:14

  2. 16:53

  3. 16:41

  4. 15:47

  5. 15:42

  6. 13:58

  7. 13:44

  8. 13:22


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel