Robotik Bionische Handprothese mit Gefühl

Wissenschaftler aus der Schweiz haben eine bionische Handprothese mit Verbindung zum Nervensystem konstruiert. Sie wird über Signale aus dem Gehirn gesteuert und liefert diesem sensorische Daten.

Anzeige

Wissenschaftler aus der Schweiz haben eine robotische Handprothese gebaut, die über Nervensignale gesteuert wird und eine Rückmeldung darüber gibt, was der Träger damit greift. Ein Italiener soll sie im Laufe des Jahres als Erster testen.

Die Prothese werde über Elektroden mit dem Nervus medianus und dem Nervus ulnaris verbunden, sagte Silvestro Micera, einer der Entwickler von der Eidgenössischen Technischen Hochschule im schweizerischen Lausanne (EPFL). Er habe sie beim Jahrestreffen der American Association for the Advancement of Science (AAAS) vorgestellt, berichtet die britische Tageszeitung The Independent.

Verbindung mit Rückkanal

Durch die Verbindung zum Nervensystem werde eine Zwei-Wege-Verbindung zwischen Gehirn und Prothese hergestellt, sagte Micera: Die Prothese wird über Nervensignale aus dem Gehirn gesteuert, und sie gibt über ihre Berührungssensoren eine Rückmeldung an das Gehirn. Es sei die erste Prothese, die in Echtzeit eine Rückmeldung darüber liefere, was damit gegriffen werde, sagte Micera. Das sei ein großer Fortschritt in der Prothetik.

Die Sensoren sitzen in den Fingerkuppen, in der Handfläche und im Handgelenk. Der Träger soll die Prothese ähnlich wie seine echte Hand spüren. Eine frühere Version aus dem Jahr 2009 hatte nur zwei Bereiche mit Sensoren.

Einmonatiger Test

Im Laufe des Jahres soll ein junger Italiener, der einen Unterarm bei einem Unfall verloren hat, die Handprothese bekommen. Bei dem Prototyp sollen die Drähte, die die Verbindung zu den Nerven herstellen, durch die Haut geführt werden. In späteren Versionen sollen sie unter der Haut liegen. Der Italiener soll die Roboterhand einen Monat lang testen. Verläuft dieser Test problemlos, könnte das System in etwa zwei Jahren für den klinischen Einsatz getestet werden.

Das Jahrestreffen der AAAS, der US-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, findet dieses Jahr in Boston statt. Es endet am heutigen Montag.


smueller 18. Feb 2013

wurde auch zeit wenn ihr mich fragt..

Neuro-Chef 18. Feb 2013

Künstliche Augen & künstliche Gliedmaßen auf der einen, auf Nährgerüsten gezüchtete...

Kommentieren



Anzeige

  1. Akademischer Mitarbeiter (m/w)
    Hochschule Furtwangen, Furtwangen
  2. Bauingenieur / Bauingenieurin - Baubetrieb
    Ed. Züblin AG, Stuttgart
  3. Teamleiter (m/w) Software-Qualitätsdatenanaly- se
    Synatec GmbH, Stuttgart oder Dingolfing
  4. Trainee für den Bereich IT / Business Processes (m/w)
    DMG MORI SEIKI Services GmbH, Bielefeld

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. IBM Power8

    Mit 96 Threads pro Sockel gegen Intels Übermacht

  2. Printoo

    Arduino kannste jetzt knicken

  3. Cloud-Dienste

    Streem verspricht unbegrenzten Speicherplatz

  4. Streaming

    HBO-Serien für US-Kunden von Amazon Prime

  5. Theo de Raadt

    OpenSSL ist nicht reparierbar

  6. Xplore XC6 DMSR

    Blendend hell und hart im Nehmen

  7. Programmiersprache

    Go 1.3 kommt für Solaris, Plan 9 und NaCL

  8. Arin

    IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende

  9. Flappy 48

    Zahlen statt Vögel

  10. Port 32764

    Netgear will angebliche Router-Lücke schließen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Radeon R9 295X2 im Test: AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile
Radeon R9 295X2 im Test
AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile

Hybridkühlung, 50 Ampere auf der 12-Volt-Schiene - AMDs neue Dual-GPU-Grafikkarte ist ein kompromissloses Monster. In gut ausgestatteten High-End-PCs läuft sie dennoch problemlos und recht leise, und das so schnell, dass auch 4K-Auflösung mit allen Details spielbar wird.

  1. Grafikkarte Radeon R9 295X2 für 1.500 Euro verfügbar
  2. Grafiktreiber von AMD Catalyst 14.4 nicht nur für 295X2 öffentlich verfügbar
  3. Nvidia Maxwell Geforce GTX 750 und GTX 750 Ti im Februar

Windows 8.1 Update 1 im Test: Ein lohnenswertes Miniupdate
Windows 8.1 Update 1 im Test
Ein lohnenswertes Miniupdate

Microsoft geht wieder einen Schritt zurück in die Zukunft. Mit dem Update 1 baut der Konzern erneut Funktionen ein, die vor allem für Mausschubser gedacht sind. Wir haben uns das Miniupdate für Windows 8.1 pünktlich zur Veröffentlichung angesehen.

  1. Microsoft Installationsprobleme beim Windows 8.1 Update 1
  2. Windows 8.1 Update 1 Wieder mehr minimieren und schließen
  3. Microsoft Windows 8.1 Update 1 vorab verfügbar

Digitalkamera: Panono macht Panoramen im Flug
Digitalkamera
Panono macht Panoramen im Flug

Wenn Jonas Pfeil ein Panorama aufnimmt, stellt er nicht Kamera, Stativ und Panoramakopf auf, sondern wirft einen Ball in die Höhe. Um das Panorama anschließend zu betrachten, hantiert er mit einem Tablet. Der Berliner hat Golem.de seine Entwicklung erklärt.

  1. Lytro Illum Neue Lichtfeldkamera für Profis
  2. Nachfolger von Google Glass Google patentiert Kontaktlinsen mit Kameras
  3. Pentax 645Z Mittelformatkamera mit 51 Megapixeln und ISO 204.800

    •  / 
    Zum Artikel