Roboter: Thermite löscht Feuer
Löschroboter Thermite: per Lkw zum Einsatzort (Bild: Howe and Howe Technologies)

Roboter Thermite löscht Feuer

Einen Roboter zum Feuerlöschen hat das US-Unternehmen Howe and Howe Technologies entwickelt. Der Thermite soll besonders gefährliche Feuer wie brennenden Treibstoff oder eine in Flammen stehende Nuklearanlage bekämpfen.

Anzeige

Thermite heißt der Roboter, der künftig Feuerwehrleuten helfen soll. Er ist mit einem Schlauch ausgestattet und soll Feuer mit Wasser oder Löschschaum bekämpfen.

Thermite besteht aus einer Lafette, die sich auf zwei Raupenketten bewegt. Darauf ist ein Strahlrohr montiert, an das ein Schlauch angeschlossen wird. Das Rohr kann um 360 Grad gedreht sowie in der Senkrechten zwischen 45 und 60 Grad geschwenkt werden. Auf dem Rohr kann eine Kamera angebracht werden, die dem bedienenden Personal hilft, das Löschmittel gezielt zu verspritzen. Zum Einsatz kommen dabei Wasser oder Schaum, mit einem Ausstoß von rund 2.200 Litern in der Minute.

Ferngesteuert zum Feuer

Der über 740 Kilogramm schwere Roboter wird mit einem speziellen Transporter zum Einsatzort gefahren. Besonders bei gefährlichen Feuern soll er eingesetzt werden, beispielsweise bei sogenannten Bleves (Boiling Liquid Expanding Vapor Explosion, etwa: Gasexplosion einer expandierenden, siedenden Flüssigkeit), Flugzeugbränden oder bei Feuern in chemischen Fabriken oder Nuklearanlagen. Der Roboter kann von Feuerwehrleuten aus einer Entfernung von etwa 400 Metern ferngesteuert werden.

Das Chassis, auf dem Thermite montiert ist, kann auch mit anderen Aktoren ausgestattet werden. Das Modell Guardian etwa verfügt über einen Roboterarm mit einem Greifer daran. Damit soll Guardian beispielsweise Trümmer aus dem Weg räumen oder sogar einen Verletzten bergen können.

Terramax und Eagle Eye

Der mit einer keilförmigen Pflugschaufel ausgerüstete Terramax soll den Weg für Einsatzkräfte freiräumen. In der Version Eagle Eye ist das Chassis mit einem ausfahrbaren Mast ausgerüstet, auf dem eine drehbar gelagerte Kamera sitzt. Die Einsatzkräfte können diesen Roboter vorausschicken, um Bilder vom Ort des Geschehens zu erhalten.

Eagle Eye und Terramax sind noch Konzepte. Guardian und Thermite hingegen sind bereits erhältlich. Hersteller Howe and Howe Technologies hat die ersten Löschroboter kürzlich an Feuerwehren in den USA ausgeliefert.

Zwillingsbrüder

Es würden viele Roboter entwickelt, sagte Mike Howe dem US-Technologiemagazin Wired. Aber es habe sich noch niemand um die Feuerwehr gekümmert. Mike Howe führt das Unternehmen zusammen mit seinem Zwillingsbruder Geoff. Die beiden treten auch in der Reality-TV-Serie Black Ops Brothers des US-Senders Discovery auf.

Ganz richtig liegt Howe allerdings nicht: Qinetiq hat 2009 einen Zug aus vier Robotern für die Feuerwehr vorgestellt. Sie basierten teilweise auf Robotern zum Bombenentschärfen, die das britische Forschungs- und Rüstungsunternehmen für das Militär baut.


DerLump 09. Okt 2012

Top! ich wollte schon immer aus 400 Metern Entfernung brennende Nuklearanlagen bekämpfen.....

Dhakra 09. Okt 2012

In gewisser Art und Weise wäre ein Autonomer Roboter, den man nebenher losschickt gar...

The Howler 09. Okt 2012

Ich habe dasselbe gedacht... Super epische Musik und unfassbare Übertreibungen in der...

Optimizer 08. Okt 2012

"Schorsch, schick ma' Thermit ins Feuer!" http://de.wikipedia.org/wiki/Thermit

sabrehawk 08. Okt 2012

und wenn er liegenbleibt gibts ja immer noch genug Kamikaze Rentner die ihn am Schlauch...

Kommentieren



Anzeige

  1. SAP Business Process Expert (m/w)
    Brüel & Kjaer Vibro GmbH, Darmstadt
  2. Inhouse Consultant (m/w) RightNow (Oracle Service Cloud)
    MS E-Business Concepts & Services GmbH, Ingolstadt
  3. Consultant Software Asset Management (SAM) für Microsoft (m/w)
    FRITZ & MACZIOL group, deutschlandweit
  4. IT-Enterprise Storage Architect (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Hoverboard

    Schweben wie Marty McFly

  2. Nepton 120XL und 240M

    Cooler Master macht Wasserkühlungen leiser

  3. Deutsche Telekom

    Umstellung auf VoIP oder Kündigung erst ab 2017

  4. HTC

    Desire 820 Mini mit Quad-Core-Prozessor und 5-Zoll-Display

  5. Merkel auf IT-Gipfel

    Netzneutralität wird erst im Glasfasernetz wichtig

  6. Elektromobilität

    Die Chipkarte für die Ladesäule

  7. Next Century Cities

    32 US-Städte wollen Glasfaserausbau selbst machen

  8. Azure-Server

    Microsoft und Dell bringen Cloud in a Box

  9. GNU

    Emacs 24.4 mit integriertem Browser

  10. IT-Gipfel 2014

    De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte
  2. Deltadrucker Magna Japanisches Unternehmen zeigt Riesen-3D-Drucker
  3. 3D-Technologie US-Armee will Sprengköpfe drucken

iMac mit Retina 5K angeschaut: Eine Lupe könnte helfen
iMac mit Retina 5K angeschaut
Eine Lupe könnte helfen
  1. Apple Tonga-XT-Chip mit 3,5 TFLOPs für den iMac Retina
  2. iFixit iMac mit Retina-Display ist schwer zu reparieren
  3. Apple iMac Retina bringt mehr als 14 Megapixel auf das Display

Data Management: Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten
Data Management
Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten

    •  / 
    Zum Artikel