Milli-Motein: Prototyp mit vier Segmenten
Milli-Motein: Prototyp mit vier Segmenten (Bild: MIT Center for Bits and Atoms)

Roboter Roboterkette lässt sich formen

Eine robotische Kette, die in komplexe Formen gebracht werden kann, haben Forscher am MIT entwickelt. Milli-Motein, motorisiertes Protein in Millimetergröße, nennen sie die Entdeckung.

Anzeige

Dieser Roboter ist praktisch: Er ist eine Art Kette, deren Glieder mit Motoren ausgestattet und verbunden sind. Die Motoren bewegen die Kette so, dass sie verschiedene komplexe Formen annehmen kann. Auf der Basis dieser Technik könnten künftig Geräte gebaut werden, die sich in fast jede vorstellbare Form falten ließen, erklären die Entwickler vom Massachusetts Institute of Technology.

Milli-Motein nennen die Forscher ihre Kreation - wobei Milli für Millimeter und Motein für eine Mischung aus Motor und Protein steht. Entwickelt wurde das Milli-Motein von einer Gruppe von Forschern um Neil Gershenfeld vom MIT Center for Bits and Atoms. Ein Milli-Motein sei ein langer, "eindimensionaler Roboter", der mit der Kraft seiner Motoren in bestimmte Formen gebracht werde.

In Form bleiben

Dazu hätten sie neue Motoren entwickeln müssen, erklärt Gershenfeld: Diese sollten nicht nur klein und stark sein. Sie sollten zudem einen Zustand, den sie einnehmen, beibehalten können. Sie bringen die Kette also in eine feste Form, die dann erhalten bleibt.

Elektropermanenter Motor nennen die Forscher ihren Antrieb. Seine Funktionsweise vergleichen sie mit der eines Krans auf dem Schrottplatz, der mit einem Magneten Teile hochhebt und ablegt. Ein elektropermanenter Motor besteht aus einem stärkeren Permanent- und einem schwächeren Elektromagneten. Sie sind so zueinander ausgerichtet, dass sich ihre Felder entweder ergänzen oder gegenseitig aufheben. Ihre Ausrichtung wird von dem Elektromagneten bestimmt, dessen Feldrichtung durch den Strom geändert werden kann.

Motoren einzeln ansteuern

Jedes Segment hat einen Motor, der es nach links oder rechts dreht oder in neutraler Position hält. Der Motor nehme dabei nur dann Energie auf, wenn er seinen Zustand ändere, erklärt Teammitglied Ara Knaian. Die Motoren ließen sich einzeln ansteuern, so dass das System eine sehr hohe Auflösung biete.

Derzeit sei ein Motor lediglich stark genug, um ein Segment zu bewegen. Ziel sei aber, dass ein Motor zwei oder drei Module bewegen könne, berichtet Gershenfeld. Das wollen die Forscher durch eine modifizierte Struktur sowie durch den Einsatz anderer Materialien erreichen.


BilboNeuling 04. Dez 2012

Ja, das ist schon richtig, nur die Aussagen wegen "Protein" usw. da hab ich mir halt was...

Chrizzl 04. Dez 2012

Dachte ich zuerst auch. Aber das eigentlich interessante im Artikel ist nicht die Kette...

Kommentieren



Anzeige

  1. Online Prozessmanager (m/w)
    Home Shopping Europe GmbH, Ismaning Raum München
  2. Spezialist Softwareentwicklung 3D (m/w)
    VOLKE Consulting Engineers GmbH & Co. Planungs KG, München
  3. Trainee (m/w) Information Technology
    Interhyp AG, München
  4. Systems Coordinator Sales (m/w)
    CROWN Gabelstapler GmbH & Co. KG, Feldkirchen bei München

 

Detailsuche


Top-Angebote
  1. NEU: uRage Reaper nxt. Gaming-Maus schwarz
    19,99€ (+ weitere 19% Rabatt über den Button "Coupon aktivieren und sparen")
  2. NUR BIS SONNTAG: Kindle, 15,2 cm (6") Touchscreen ohne Spiegeleffekte, WLAN - mit Spezialangeboten
    45,00€ statt 59,99€
  3. TIPP: 4 Blu-rays für 30 EUR
    (u. a. Terminator 3, Kill the Boss 2, Elysium, Captain Phillips)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Oneplus Two im Hands On

    Das Flagship-Killerchen

  2. #Landesverrat

    Range stellt Ermittlungen gegen Netzpolitik.org vorerst ein

  3. Biomimetik

    Roboter kann über das Wasser laufen

  4. Worms

    Kampfwürmer für zu Hause und die Hosentasche

  5. SQL-Dump aufgetaucht

    Generalbundesanwalt.de gehackt

  6. Brandgefahr

    Nvidia ruft das Shield Tablet zurück

  7. Tembo the Badass Elephant im Test

    Elefant im Elite-Einsatz

  8. Galaxy J5

    Samsungs Moto-G-Konkurrent kommt für 220 Euro

  9. Galliumnitrid

    Bisher kleinstes Notebook-Netzteil entwickelt

  10. Luftschiff

    Zeppeline für die Zukunft



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



New Horizons: Pluto wird immer faszinierender
New Horizons
Pluto wird immer faszinierender
  1. Die Woche im Video Trauer, Tests und Windows 10
  2. New Horizons Gruß aus den Pluto-Bergen
  3. Raumfahrt New Horizons wirft einen kurzen Blick auf den Pluto

In eigener Sache: Preisvergleich bei Golem.de
In eigener Sache
Preisvergleich bei Golem.de
  1. In eigener Sache News von Golem.de bei Xing lesen
  2. In eigener Sache Golem.de erweitert sein Abo um eine Schnupper-Version

Deep-Web-Studie: Wo sich die Cyberkriminellen tummeln
Deep-Web-Studie
Wo sich die Cyberkriminellen tummeln
  1. Identitätsdiebstahl Gesetz zu Datenhehlerei könnte Leaking-Plattformen gefährden

  1. Re: Wissen die denn, was zu tun ist...

    Moe479 | 04:31

  2. Re: Benutzer müssen zweimal mehr klicken und sich...

    Moe479 | 04:15

  3. Re: Dem Deutsch ist schwer

    Moe479 | 04:12

  4. Re: pro format 1x oder?

    root666 | 04:11

  5. Re: Standard-Browsers wieder einfacher für den...

    root666 | 04:01


  1. 18:46

  2. 17:49

  3. 17:26

  4. 16:39

  5. 15:00

  6. 14:18

  7. 14:00

  8. 13:14


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel