Tauchroboter Mola: Keine Wellen, kein Kelp, keine Sichtung
Tauchroboter Mola: Keine Wellen, kein Kelp, keine Sichtung (Bild: Aerovironment/Screenshot: Golem.de)

Roboter Mola, der solar betriebene Tauchroboter

Mola ist ein besonderer Tauchroboter: Er besteht im Wesentlichen aus einem Solarmodul und wird mit Sonnenenergie betrieben. Entwickelt wurde er vom US-Unternehmen Aerovironment.

Anzeige

Ein Tauchroboter, der mit Solarstrom betrieben wird - das klingt zunächst widersprüchlich. Doch das US-Unternehmen Aerovironment hat einen solchen gebaut: Mola schwimmt unter Wasser mit Sonnenenergie.

Der Roboter besteht aus einem Solarmodul, an dem seitlich zwei Flossen sitzen. Diese werden durch einen Motor an der Unterseite angetrieben und sorgen dafür, dass der Roboter mit einer Geschwindigkeit von 2 Knoten, 3,7 Kilometer pro Stunde, schwimmt. An seiner Unterseite sitzt zudem ein Sensor, der physikalische, chemische und biologische Daten aufzeichnet.

Nicht zu tief

Die Energieversorgung erfolgt in Echtzeit - Akkus hat der Roboter nicht. Mola ist deshalb darauf angewiesen, dass noch genug Sonnenlicht ins Wasser gelangt. Entsprechend kann er nicht sehr tief tauchen. Um mehr Energie zu gewinnen, kann ihm ein Schwanz angehängt werden, der aus Solarmodulen besteht. Diese sind so miteinander verbunden, dass der Schwanz flexibel ist.

Mola ist dafür konstruiert, ständig unter Wasser zu sein - er ist sogar eigens mit Ballast beladen, der dafür sorgt, dass der Roboter ständig abgetaucht ist. Es könne durchaus nützlich sein, wenn sich Roboter unter der Meeresoberfläche aufhielten, erklärt Aerovironment: "Ihnen bleiben die schlimmsten Auswirkungen von Sturm und Wellen erspart. Es ist unwahrscheinlich, dass sie mit einem Boot zusammenstoßen oder dass sie sich in treibendem Kelp verheddern. Und sie sind verborgen, für die Öffentlichkeit oder den opportunistischen Vandalen nicht sichtbar."

Namensgeber Mondfisch

Benannt ist der Roboter nach dem Mondfisch. Der Knochenfisch ist zwar ziemlich groß - er wird im Schnitt etwa 2 Meter lang und wiegt etwa 1 Tonne. Es wurden aber schon Exemplare mit einer Größe von 3 Metern und einem Gewicht von über 2 Tonnen gesichtet. In Relation zu seiner Größe ist der Fisch jedoch sehr flach.

Zur Namensgebung des Roboters dürfte aber eine bestimmte Verhaltensweise ausschlaggebend gewesen sein: Mondfische lassen sich manchmal auf der Seite liegend an der Wasseroberfläche treiben. Der Grund für diese Verhaltensweise ist nicht bekannt: Eine mögliche Erklärung ist, dass er sonnt und so seine Verdauung anregt. Es könnte aber auch eine Einladung an Vögel sein, auf ihm zu landen und ihn von Parasiten zu befreien.

Mit Mola wechselt Aerovironment das Element: Bisher hat das Unternehmen eher auf fliegende Roboter gesetzt. Es hat Kleindrohnen wie Wasp, Raven und Puma oder den nur wenige Gramm schweren Nano-Hummingbird entwickelt.


y.m.m.d. 30. Aug 2012

Für einen steifen länglichen Roboter der seine Energie von der Sonne bezieht ist das...

Kommentieren



Anzeige

  1. Teamleiter Webdesign (m/w)
    redblue Marketing GmbH, München
  2. Head of Ad Management (m/w)
    Heise Medien GmbH & Co. KG, Hannover
  3. Software-Entwickler/-in für Bildverarbeitung und sensorbasierte Sortieranlagen
    TOMRA Sorting Solutions über GiPsy® Beratungsgesellschaft für Personal und Organisation mbH, Mülheim-Kärlich
  4. Multi-Cloud Senior Consultant / Architect (m/w)
    T-Systems on site services GmbH, Leinfelden-Echterdingen, Hamburg

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. Metal Gear Solid V: The Phantom Pain gratis bei PCGH-PCs mit GTX 970/980 (Ti)
  2. Sapphire AMD Radeon R9 FURY
    549,00€
  3. VTX3D Radeon R9 280X Boost Edition V3, 3072 MB GDDR5
    179,90€

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Autosteuerung

    Uber heuert die Jeep-Hacker an

  2. Contributor Conference

    Owncloud führt Programm für Bug-Bounties ein

  3. Flexible Electronics

    Pentagon forscht mit Apple und Boeing an Wearables

  4. Private Cloud

    Proxy für Owncloud soll Heimnutzung erleichtern

  5. Geheimdienste

    NSA kann weiter US-Telefondaten sammeln

  6. Die Woche im Video

    Diskettenhaufen und heiße Teilchen

  7. Frankfurt

    Betreiber modernisieren Mobilfunknetz der U-Bahn

  8. 3D-Varius

    Pauline, die Geige aus dem 3D-Drucker

  9. Vectoring

    Telekom zählt eigenes 50 MBit/s nicht als 50 MBit/s

  10. Headlander

    Mit Köpfchen in die 70er-Jahre-Raumstation



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Open Source: Sticken! Echt jetzt?
Open Source
Sticken! Echt jetzt?
  1. München CSU-Stadträte wettern über Limux
  2. Guadec15 "Beiträge zu freier Software sind zu schwer"
  3. Guadec15 "Open-Source-Software braucht Markenrechte"

Game Writer: Warum Quereinsteiger selten gute Storys für Spiele schreiben
Game Writer
Warum Quereinsteiger selten gute Storys für Spiele schreiben
  1. Swapster Deutsche Börse plant Handelsplattform für Spieler
  2. Ninja Theory Hellblade und eine Heldin mit Trauma
  3. Unterwasser Aquanox sucht Community

Uberchord ausprobiert: Besser spielen statt Highscore jagen
Uberchord ausprobiert
Besser spielen statt Highscore jagen
  1. Play Music Googles Musikdienst bekommt kuratierte Playlisten
  2. GTA 5 Rockstar-Editor bald für PS4 und Xbox One
  3. DAB+ WDR schaltet seine Mittelwellensender ab

  1. Re: Hartnäckigkeit zahlt sich eben doch aus! :)

    Technikfreak | 18:42

  2. Re: Geplante Obsoleszenz

    Tzven | 18:22

  3. Re: Die ganze Aktion ergibt Sinn...

    Moe479 | 18:20

  4. Re: Wird endlich mal zeit

    Prinzeumel | 18:03

  5. Schon erstaunlich, dass so ein kleines Völkchen...

    zettifour | 17:58


  1. 12:46

  2. 11:30

  3. 11:21

  4. 11:00

  5. 10:21

  6. 09:02

  7. 19:06

  8. 18:17


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel