Suckerbot: Lutscher als Sensoren
Suckerbot: Lutscher als Sensoren (Bild: Tom Tilley)

Roboter Lutscherroboter gewinnt 10-US-Dollar-Roboter-Preis

Einen Bildungsroboter für zehn US-Dollar zu bauen, war die Vorgabe eines Designwettbewerbs der Organisation African Robots Network. Die Gewinner in drei Kategorien wurden jetzt bekanntgegeben.

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Einen Billig-Game-Controller, zwei Lutscher, zwei Flaschendeckel und zwei Glasperlen, einige Kleinteile, alles zusammen für knapp 9 US-Dollar - mehr braucht es nicht, um einen einfachen Roboter zu konstruieren.

Der Suckerbot (von Sucker, engl. für "Lutscher") genannte Roboter fährt ferngesteuert. Die beiden Lutscher dienen als Sensoren: Sie sind auf den Bedienknöpfen des Controllers befestigt. Stößt der Roboter gegen ein Hindernis, erzeugt der Aufprall einen Impuls, durch den die Lutscher bewegt werden. So wird der Knopf betätigt und der Roboter in eine andere Richtung gelenkt.

Schulroboter

Mit diesem Roboter hat Tom Tilley von der Payap-Universität in Chiang Mai die 10 Dollar Robot Design Challenge gewonnen, einen Preis des African Robots Network (Afron). Ziel der Challenge ist es, einen günstigen Roboter zu entwickeln, der in der Grund- und in weiterführenden Schulen als Unterrichtsmaterial eingesetzt werden kann.

Die Teilnehmer sollten einen Roboter aus handelsüblichen Komponenten bauen, der möglichst nicht mehr als 10 US-Dollar kostet. Der Preis war allerdings nur ein Richtwert - es durften auch teurere Roboter eingereicht werden.

Drei Kategorien

Der Wettbewerb umfasste drei Kategorien: tethered, traditional und all-in-one. In der Kategorie tethered, also kabelgebunden, finden Programmierung und Datenverarbeitung auf einem externen Rechner statt. In der Kategorie traditional haben die Roboter eine Datenverarbeitungseinheit an Bord, nur die Programmierung findet extern statt. All-in-one-Roboter schließlich verfügen zudem noch über ein Interface, über das sie programmiert werden.

Tilleys Suckerbot belegte den ersten Platz in der Kategorie der kabelgebundenen Roboter. Bei den Robotern mit einer Datenverarbeitungseinheit gewann der Kilobot, ein Schwarmroboter, der an der Harvard-Universität entwickelt wurde. Zwei Vibrationsmotoren versetzen ihn in Bewegung. Die Kilobots sollen im Schwarm agieren und organisieren sich mit Hilfe eines Infrarot-Kommunikationssystems.

Der Kilobot schafft allerdings die Preisvorgabe nicht ganz: Werde der Kilobot in einer Stückzahl von 1.000 hergestellt, koste er 14 US-Dollar, erklären die Entwickler. Sieger in der Kategorie all-in-one wurde der Mitbot, ein Bausatzsystem für Roboterfahrzeuge, das ein indisches Unternehmen entwickelt hat.

Raspberry Pi als Preis

Afron gab die Gewinner auf der World Maker Faire bekannt, die am vergangenen Wochenende in New York stattfand. Als Siegprämie gab es einen Geldpreis und ein Raspberry Pi.

Der Einfallsreichtum, den Entwickler in aller Welt an den Tag legten, um das Zehn-US-Dollar-Ziel zu erreichen, sei erstaunlich gewesen, sagte Ken Goldberg, Informatiker an der Universität in Berkeley und einer der Afron-Gründer, dem US-Technologiemagazin Wired. Jetzt seien die Organisatoren sehr auf den nächsten Schritt gespannt, der darin bestehe, dass einige der Roboter als Produkt auf den Markt kommen.


janpi3 02. Okt 2012

na klar als ob der Schule einer verboten hätte zum Beispiel Arduinos zukaufen. Die Teile...

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