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Ishiguro mit Hugvie: Fernkuscheln mit der nächsten Version
Ishiguro mit Hugvie: Fernkuscheln mit der nächsten Version (Bild: Diginfo.tv/Screenshot: Golem.de)

Roboter: Hugvie, das Kommunikationskuschelkissen

Ishiguro mit Hugvie: Fernkuscheln mit der nächsten Version
Ishiguro mit Hugvie: Fernkuscheln mit der nächsten Version (Bild: Diginfo.tv/Screenshot: Golem.de)

Hiroshi Ishiguro präsentiert eine neue Variation des Telepräsenzroboters Telenoid: Hugvie ist ein robotisches Kissen, das beim Telefonieren zur Stimme des Gesprächspartners vibriert.

Für die Verhältnisse von Hiroshi Ishiguro ist Hugvie geradezu anheimelnd. Phänomene wie Uncanny Valley kümmern den japanischen Robotiker nicht. Seine Kreationen wirken oft genug zumindest beunruhigend auf Außenstehende.

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Tasche für das Telefon

Hugvie ist ein buntes Kissen, dessen Form dem menschlichen Körper nachempfunden ist. Es ist etwa 85 Zentimeter, 56 Zentimeter breit und 21 Zentimeter dick. Konzipiert ist es als Kommunikationsgerät: Hugvie hat eine kleine Tasche, in die der Nutzer sein Mobiltelefon steckt. Während er telefoniert, soll er mit Hugvie kuscheln.

 
Video: Hugvie - ein Medium zum Knuddeln

Das soll ein Gefühl besonderer Nähe vermitteln. Denn im Inneren von Hugvie verbergen sich zwei Vibrationsmotoren, die ein pochendes Geräusch erzeugen - wie ein Herzschlag, sagte Ishiguro dem japanischen Nachrichtenangebot Diginfo.tv.

Vorbild Telenoid

Entsprechend dem Tonfall und der Lautstärke des Gesprächspartners werde der Herzschlag schneller oder langsamer. Gesteuert werde das System von einem Mikroprozessor, erklärt der Entwickler. Hugvie komme gut an, erzählt Ishiguro. Sie hätten Senioren Hugvie gegeben, und diese hätten gern damit gekuschelt, während sie telefonierten.

Vorbild für Hugvie ist der 2010 vorgestellte Telenoid R1. Der etwa einen Meter große Roboter hat einen wenig modellierten Körper, aus dem zwei Stummelarme ragen. Sein Gesicht ist kantig, Mund und Nase sind nur angedeutet. Dafür sitzen darin zwei bewegliche Augen.

Der unheimliche Telenoid soll als Telepräsenzroboter eingesetzt werden. Sein minimales Design soll jede Person jeden Alters, männlich und weiblich darstellen. So könne ein Nutzer ihn sich als Repräsentation eines beliebigen Gesprächspartners vorstellen, erklärten die Entwickler um Ishiguro seinerzeit.

Elfoid statt Mobiltelefon

2011 kam Ishiguro mit der Idee, Telenoid zu verkleinern. Elfoid, so der Namen des Mini-Telenoid, könnte dann als handlicher Telepräsenzroboter für unterwegs das Mobiltelefon ersetzen.

Auch für Hugvie hat Ishiguro bereits weitergehende Vorstellungen: Er will ein Gestell in den Roboter einbauen. Zudem soll er weitere Motoren und Sensoren erhalten. Dann wäre der Roboter nicht nur sprach-, sondern auch bewegungsgesteuert: Er würde erfassen, wenn der Mensch ihm umarmt und die Umarmung in Form einer Bewegung auf den anderen Roboter übertragen. Die Gesprächspartner könnten also damit fernkuscheln.

Buntes Roboterkissen

Anders als die Vorgänger ist der Kuschelroboter bereits erhältlich. Das japanische Unternehmen Vstone bietet Hugvie an. Knapp 4.000 Yen, umgerechnet etwa 37 Euro, kostet die Roboterpuppe, die es in mehreren knallbunten Farben gibt.

In seiner Tokioter Niederlassung hat Vstone am heutigen Freitag zudem eine Ausstellung mit den Kreationen Ishiguros eröffnet. Bis Ende Mai werden dort verschiedene Roboter des Japaners gezeigt. Darunter natürlich auch Telenoid.


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König-As 28. Apr 2012

Im Gegensatz zu den japanischen Automaten wo man getragene Frauenunterwäsche kaufen...

Anonymer Nutzer 28. Apr 2012

die welt bevölkerung steigt rasant während die menschen vereinsamen und so etwas toll...

Seasdfgas 27. Apr 2012

http://i.imgur.com/h97nh.jpg ob das markenrechtlich probleme bringen könnte?



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