Chimp: Greifer an den Füßen
Chimp: Greifer an den Füßen (Bild: CMU/Tartan Rescue)

Roboter Chimp, das humanoide Kettenfahrzeug

Chimp ist ein humanoider Roboter, der sich auf allen Vieren fortbewegt. Allerdings kriecht er nicht, sondern fährt auf Raupenketten, die an seinen Gliedmaßen befestigt sind. Die Entwickler wollen Chimp in einen Roboterwettbewerb der Darpa schicken.

Anzeige

Chimp ist ein Roboter wie aus einem Science-Fiction-Film: Er ist zwar ein humanoider Roboter mit zwei Beinen, doch er geht nicht, sondern fährt auf Raupenketten, die an den Armen und Füßen sitzen. Die Transformers lassen grüßen.

  • Der humanoide Roboter Chimp sieht ein wenig nach Science Fiction aus. (Bild: CMU/Tartan Rescue)
  • Er soll die Aufgaben bewältigen, die in der Darpa Robotics Challenge gestellt werden. (Bild: CMU/Tartan Rescue)
Der humanoide Roboter Chimp sieht ein wenig nach Science Fiction aus. (Bild: CMU/Tartan Rescue)

Verstärkt wird der Eindruck noch durch die Form der Gliedmaßen, für die eine Reihe neuer Techniken entwickelt wurde, und die dreifingrigen Greifer, von denen der Roboter gleich vier hat: zwei Hände und zwei an den Fersen. Doch Chimp - die Abkürzung steht für CMU Highly Intelligent Mobile Platform - entstammt keinem Film, sondern dem National Robotics Engineering Center (NREC) der Carnegie Mellon University (CMU) in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania.

Mannshoch

Aufgerichtet wird Chimp in etwa mannshoch sein. Doch unterwegs wird er sich auf alle Viere herablassen und auf seinen Raupenketten durch die Gegend fahren. Das erleichtere das Fortkommen in schwierigem Gelände, erklärten die Forscher. Der Roboter könne sich aber auch in aufrechter Haltung fortbewegen - dann fahre er auf den beiden Ketten an den Füßen.

"Wenn wir gehen oder stehen, kontrolliert unser Gehirn ständig unsere Balance", sagt Projektleiter Tony Stentz. Diese ständige Anpassung der Balance mache den Menschen geschickt und ermögliche es ihm zu rennen. Der Mechanismus sei aber nur schwer nachzubilden und verlange viel Rechenkapazität. Bewege sich der Roboter auf allen Vieren, habe er einen stabilen Stand ohne den Aufwand, und er sei auch noch dann stabil, wenn sein Computer ausfalle.

Darpa Robotics Challenge

Das Tartan Rescue Team hat den Chimp für die Robotics Challenge entwickelt, die die Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) im vergangenen Jahr ausgerufen hat. Anlass für den neuen Roboterwettbewerb war die Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 2010.

Ziel ist, Roboter zu entwickeln, die "in einer gefährlichen, zerstörten Umgebung, die von Menschen geschaffen wurde, komplexe Aufgaben erledigen", schreibt die Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums. Die Roboter sollen also Einsätze in zerstörten Städten durchführen.

Werkzeuge nutzen

Die Regeln erfordern, dass der Roboter ein Fahrzeug zum Einsatzort chauffieren kann. Dort angekommen muss er Fähigkeiten beherrschen, die in einem von Menschen geschaffenen Umfeld benötigt werden: Treppen oder Leitern steigen, Türen öffnen, notfalls sie zuvor frei räumen. Alternativ soll er auch in der Lage sein, eine Betonwand zu durchbrechen. Schließlich soll der Roboter ein Ventil verschließen und Teile wie eine Pumpe austauschen können. Dabei soll er auch Werkzeuge einsetzen können.

All das soll der Chimp schaffen - allerdings nicht autonom, sondern ferngesteuert. "Überwachte Autonomie" nennen die Entwickler das. Konkret heißt das: Ein Mensch gibt dem Roboter Anweisungen, wo er sich hinbewegen soll und welche Aufgaben er dort erledigen soll. Der Roboter agiert dann selbstständig, das bedeutet, er achtet darauf, dass er nicht umfällt oder mit einem Hindernis kollidiert.

3D-Karte für Mensch und Roboter

Der Roboter verfügt über eine Reihe von Kameras und Sensoren, aus deren Daten er eine 3D-Karte seiner Umgebung erzeugt. Diese nutzen sowohl der Roboter als auch der Mensch, der ihn steuert: der Roboter zur Bewahrung der Stabilität und zur Hinderniserkennung, der Mensch zur Orientierung und Einsatzplanung.

Der Ablauf der einzelnen Aufgaben, die der Roboter, in der Challenge durchführen muss - also eine Leiter hoch klettern, ein Werkzeug greifen oder ein Handrad drehen -, werden programmiert und im Einsatz auf Kommando abgerufen. Dadurch könnten die Aufgaben schneller durchgeführt werden, als wenn der Operator den Roboter Schritt für Schritt anweise, sagen die Forscher.


keböb 14. Mär 2013

Ich denke das ist auch tatsächlich der Fall, das Ding ist noch gar nicht realisiert: The...

Kommentieren



Anzeige

  1. Software-Entwickler Treiber Experte (m/w)
    Harman Becker Automotive Systems GmbH, Karlsbad (Raum Karlsruhe/Stuttgart)
  2. Informatiker/-in für den Bereich Auftragsabwicklung
    Daimler AG, Düsseldorf
  3. Software-Entwickler Communication Stacks (m/w)
    Harman Becker Automotive Systems GmbH, Karlsbad
  4. Mitarbeiter (m/w) Investment Reporting
    Generali Investments Europe S.p.A. Società di Gestione del Risparmio, Köln

 

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. MSI-Cashback-Aktion: Ausgewählte Grafikkarte und Mainboard kaufen
  2. Toshiba STOR.E Basics 1TB externe Festplatte 2,5" USB 3.0
    53,10€
  3. NEU: Samsung Galaxy S6 und S6 Edge im Preisvergleich
    ab 699,00€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Pebble Time Steel

    Die bessere Apple Watch?

  2. Honor 6 Plus

    Android-Smartphone mit Top-Ausstattung und Dual-Kamera

  3. MWC-Tagesrückblick im Video

    Chromatische Aberrationen und Dank an die Kollegen von Heise

  4. Unity Technologies

    Unity 5 mit neuen Grafikfunktionen verfügbar

  5. Windows 7

    Knapp fünf Jahre Haft im ersten PC-Fritz-Urteil

  6. Alcatel Onetouch Idol 3 im Hands On

    Oben, unten, egal

  7. Quantenmechanik

    Foto zeigt Licht als Wellen und Teilchen

  8. NGMN-Allianz

    200.000 5G-Mobilfunknutzer auf einem Quadratkilometer

  9. Vodafone

    "Mobilfunkpreise sollten zur Finanzierung von 5G steigen"

  10. Acer Liquid M220

    Markteinstieg mit Windows Phone für 90 Euro



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Die Woche im Video: Abenteurer, Adware und ein fixer Anschluss
Die Woche im Video
Abenteurer, Adware und ein fixer Anschluss
  1. Die Woche im Video Ein Spionagering, Marskandidaten und Linux für den Desktop
  2. Die Woche im Video New 3DS, Stromzähler und der schnellste Smartphone-Chip
  3. Die Woche im Video Raspberry Pi 2, die Telekom am DE-CIX und Alienware Alpha

IMHO: Automotive ist das neue Internet of Things
IMHO
Automotive ist das neue Internet of Things
  1. Uber-Konkurrent Kommt bald das Google-Taxi ohne Fahrer?
  2. Bundesverkehrsminister Autonome Autos sollen in zehn Jahren normal sein
  3. Autobahn Ruhrgebiet soll Testgebiet für autonomes Fahren werden

Abenteuer erneuerbare Energie: Solar Impulse startet zum Weltflug mit Sonnenenergie
Abenteuer erneuerbare Energie
Solar Impulse startet zum Weltflug mit Sonnenenergie

  1. Re: Titel != Inhalt

    Tzven | 05:09

  2. Kaugummiautomat

    Flyns | 04:47

  3. Re: nicht amazing genug...

    al-bundy | 04:38

  4. Re: Troll-Ueberschrift...

    al-bundy | 04:37

  5. Re: Ich denke, das wird es nicht geben...

    Prinzeumel | 03:53


  1. 22:12

  2. 21:41

  3. 20:41

  4. 18:59

  5. 18:37

  6. 18:24

  7. 18:05

  8. 17:55


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel