Anzeige
Biomimetischer Flüssigmetallmollusk: zwei Mechanismen der Fortbewegung
Biomimetischer Flüssigmetallmollusk: zwei Mechanismen der Fortbewegung (Bild: Tsinghua/Screenshot: Golem.de)

Roboter aus Flüssigmetall: Terminator-Tropfen fährt mit Aluminium

Biomimetischer Flüssigmetallmollusk: zwei Mechanismen der Fortbewegung
Biomimetischer Flüssigmetallmollusk: zwei Mechanismen der Fortbewegung (Bild: Tsinghua/Screenshot: Golem.de)

Dieser Roboter kann zwar nichts terminieren, aber er hat trotzdem etwas mit dem T-1000 gemeinsam: Er besteht aus einer Flüssigmetalllegierung und kann seine Form verändern.

Anzeige

Eine Flüssigmetalllegierung machte den T-1000 im zweiten Film der Terminator-Serie fast unbesiegbar. Chinesische Wissenschaftler haben einen kleinen T-1000 entwickelt: einen Roboter aus einem flüssigen Metall. Der ist aber nicht so furchterregend wie sein fiktionales Vorbild.

Der Roboter - die Forscher von der Tsinghua-Universität in Peking bezeichnen ihn als biomimetischen Flüssigmetallmollusk - besteht aus einem Tropfen Galinstan. Das ist eine Legierung aus Gallium, Indium und Zinn, deren Schmelzpunkt bei minus 19 Grad liegt, also bei Zimmertemperatur flüssig ist. Das metallische Weichtier wird in eine Natriumhydroxid-Lösung oder auch in Salzwasser platziert.

Aluminium treibt Metalltropfen an

Als Treibstoff wird ein kleines Aluminiumstückchen in den Metalltropfen gegeben - und schon bewegt sich der Metalltropfen vorwärts. Dafür sind zwei Mechanismen verantwortlich: In dem Tropfen herrscht ein Ladungsungleichgewicht, das eine Druckdifferenz zwischen der Vorder- und der Rückseite erzeugt, die den Tropfen vorwärtsdrückt. Zudem reagiert das Aluminium mit der Flüssigkeit, wodurch kleine Wasserstoffbläschen entstehen, die ebenfalls für Vortrieb sorgen.

Gut eine Stunde bewegte sich der Miniterminator in der Flüssigkeit. Er fährt geradeaus. Die Wissenschaftler um Jing Liu setzten ihn aber auch auf eine Kreisbahn und in eine Art Labyrinth mit Gängen, die ihre Richtung ändern oder sich verengen. Wird der Tropfen festgehalten, kann er als Pumpe eingesetzt werden, die etwa 50 Milliliter Wasser in der Sekunde bewegt.

Der kleine Roboter könne sich selbst verformen und so seiner Umgebung, in der er unterwegs sei, anpassen - genauso wie der T-1000 in dem Science-Fiction-Film, sagte Liu dem britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist. Liu und seine Kollegen beschrieben ihre Entwicklung in der Fachzeitschrift Advanced Materials.


eye home zur Startseite
GrenSo 17. Mär 2015

Was glauben Sie bitte wer weltweit Definitionen und Standards im Bereich der Technik...

__destruct() 16. Mär 2015

Letzterer Satz entbehrt jedweder Integrität.

__destruct() 16. Mär 2015

Ein Stück ionisiertes Metall bei -17.3 Kelvin.

basil.blake 14. Mär 2015

Ja, wirklich schade, dass nach der zweiten Staffel Schluss war. Ich habe es sehr...

airstryke1337 14. Mär 2015

stimmt, hätt ich früher dran denken können ;)

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Information Security Lead (m/w)
    TUI Business Services GmbH, Hannover oder Crawley (England)
  2. Trainee Requirements Engineer (m/w) Cloud Produkte
    Haufe Gruppe, Freiburg im Breisgau
  3. Automatisierungstechniker / Programmierer (m/w)
    Vogt-Plastic GmbH, Rheinfelden
  4. IT-Supporter/in
    WALDORF FROMMER, München

Detailsuche



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. VORBESTELLBAR: Battlefield 1 - Collector's Edition [PC & Konsole]
    209,99€/219,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. VORBESTELLBAR: Final Fantasy XV Deluxe Edition (PS4/Xbox One)
    89,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. JETZT VERFÜGBAR: Overwatch - Origins Edition - [PC]
    59,00€

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Zcryptor

    Neue Ransomware verbreitet sich auch über USB-Sticks

  2. LTE-Nachfolger

    Huawei schließt praktische Tests für Zukunftsmobilfunk ab

  3. Beam

    Neues Modul für Raumstation klemmt

  4. IT-Sicherheit

    SWIFT-Hack vermutlich größer als bislang angenommen

  5. Windows 10

    Microsoft bringt verdoppelten Virenschutz

  6. Audience Network

    Facebook trackt auch Nichtnutzer für Werbezwecke

  7. Statt Fernsehen

    Ministerrat will europaweite 700-MHz-Freigabe für Breitband

  8. Gran Turismo Sport

    Ein Bündnis mit der Realität

  9. Fensens Parksensor

    Einparken mit dem Smartphone

  10. Telefónica

    Microsoft und Facebook bauen 160-TBit/s-Seekabel nach Europa



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Hyperloop Global Challenge: Jeder will den Rohrpostzug
Hyperloop Global Challenge
Jeder will den Rohrpostzug
  1. Hyperloop HTT will seine Rohrpostzüge aus Marvel-Material bauen
  2. Hyperloop One Der Hyperloop fährt - wenn auch nur kurz
  3. Inductrack Hyperloop schwebt ohne Strom

Doom im Test: Die beste blöde Ballerorgie
Doom im Test
Die beste blöde Ballerorgie
  1. id Software Doom wird Vulkan unterstützen
  2. Id Software PC-Spieler müssen 45 GByte von Steam laden
  3. id Software Dauertod in Doom

Darknet: Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
Darknet
Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
  1. Privatsphäre 1 Million Menschen nutzen Facebook über Tor
  2. Security Tor-Nutzer über Mausrad identifizieren

  1. Re: Adblocker sind die besseren Antiviren

    D43 | 05:53

  2. Mittelfristig wird ein ganz anderes Rechtekonzept...

    lahmbi5678 | 05:02

  3. Re: Vertrag richtig lesen

    Moe479 | 04:25

  4. Re: MS warnt? Die Unterstützen das doch.

    errezz | 04:06

  5. Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht

    Moe479 | 03:51


  1. 17:09

  2. 16:15

  3. 15:51

  4. 15:21

  5. 15:12

  6. 14:28

  7. 14:17

  8. 14:08


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel