Robo Earth Wikipedia für Roboter geht online

Eine Online-Plattform für Roboter haben europäische Forscher eingerichtet. Sie besteht aus einer Wissensdatenbank, aus der sie Daten abrufen können, und einer Cloud-Plattform, auf die sie Rechenleistung auslagern können.

Anzeige

Roboter sind gut darin, definierte Aufgaben in einer definierten Umgebung durchzuführen. Variablen bringen sie eher durcheinander. Würde ein Serviceroboter im Haushalt eingesetzt, wäre er dauernd wechselnden Bedingungen ausgesetzt: einem variierenden Angebot an Nahrungsmitteln und Getränken zum Beispiel oder ständig verrückten Stühlen am Esstisch. Derart überfordert braucht der Roboter Stunden, um etwa einen Tisch zu decken. Eine Onlineenzyklopädie wird Robotern künftig helfen, wenn sie nicht mehr weiter wissen.

Robo Earth heißt die Enzyklopädie für Roboter. Darin finden sie die Informationen, die sie brauchen, um mit einer bestimmten Situation fertigzuwerden. Muss der Roboter beispielsweise ein Marmeladenglas auftragen, das er noch in den Greifern gehabt hat, kann er Informationen darüber aus der Datenbank abrufen - etwa, wie er das Glas am besten anpackt, oder wie er eine ihm unbekannte Aufgabe am besten löst.

Mitmachenzyklopädie

Wie die Wikipedia ist auch die Roboterenzyklopädie zum Mitmachen gedacht. Die Roboter können also nicht nur Daten abrufen, sondern auch welche hinzufügen. Ein Beispiel wäre, dass Roboter die Daten, die sie für eine bestimmte Aktion abgerufen haben, bearbeiten und dann wieder in die Datenbank hochladen.

Neben dem Wissensspeicher bietet Robo Earth aber noch eine weitere Funktion: Cloudserver, auf die Roboter Rechenoperationen auslagern können. "Unsere Idee ist, die riesige Rechenleistung großer Daten- und Rechenzentren, wie sie zum Beispiel Google oder Amazon nutzen, einzelnen Robotern zur Verfügung zu stellen", erläutert Projektmanager Markus Waibel.

Kleinere Roboter durch Cloud Computing

Durch die Auslagerung von Rechenleistung in die Cloud soll es möglich sein, einen Teil der Hardware einzusparen. Vor allem mobile Roboter - Fahrzeuge oder Drohnen - könnten davon profitieren: Wenn die aufwendigen Navigationsberechnungen nicht mehr vom Roboter selbst durchgeführt werden müssten, könnten diese kleiner und leichter gebaut werden. Zudem bedeutet weniger Hardware auch geringere Kosten.

Enzyklopädie und Cloud-Plattform sind gerade online gegangen. Beide sind Open Source, können also frei genutzt werden. Der Zugriff erfolgt über WLAN. Das europäische Gemeinschaftsprojekt war 2010 gestartet. Mitgearbeitet haben unter der Leitung der Technischen Universität (TU) im niederländischen Eindhoven Forscher der TU München, der Universität Stuttgart, der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich, der Universität im spanischen Saragossa sowie von Philips Applied Technologies.


xUser 12. Mär 2013

Weil ich a) das Original noch nicht gelesen habe und b) der Film (laut Wikipedia) nur...

Polydesigner 12. Mär 2013

Raumpläne, Lebensgewohnheiten und Kühlschrank/ Wohnungsinhalt / Aufbau... hmm... 1984 du...

Kommentieren



Anzeige

  1. Teamleiter (m/w) Bedienerführung & Prozess-Software
    Synatec GmbH, Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart
  2. Akademischer Mitarbeiter (m/w)
    Hochschule Furtwangen, Furtwangen
  3. SPS-Programmierer Steuerungen / Automatisierungslösungen (m/w)
    über CAPERA Consulting, Nordhessen
  4. (Junior-)Projektleiter ERP (m/w)
    SOG Business-Software GmbH, Hamburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Facebook macht erneut Rekordgewinn

  2. Quartalszahlen

    Apple kann Gewinn und Umsatz wieder steigern

  3. IBM Power8

    Mit 96 Threads pro Sockel gegen Intels Übermacht

  4. Printoo

    Arduino kannste jetzt knicken

  5. Cloud-Dienste

    Streem verspricht unbegrenzten Speicherplatz

  6. Streaming

    HBO-Serien für US-Kunden von Amazon Prime

  7. Theo de Raadt

    OpenSSL ist nicht reparierbar

  8. Xplore XC6 DMSR

    Blendend hell und hart im Nehmen

  9. Programmiersprache

    Go 1.3 kommt für Solaris, Plan 9 und NaCL

  10. Arin

    IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Ubuntu 14.04 LTS im Test: Canonical in der Konvergenz-Falle
Ubuntu 14.04 LTS im Test
Canonical in der Konvergenz-Falle

Ubuntu soll künftig auch auf Tablets und PCs laufen, weshalb die Entwicklung des Unity-Desktops derzeit offenbar feststeckt. Die wenigen neuen Funktionen könnten gut für die lange Support-Dauer sein, zeigen aber auch einige interne Probleme auf.

  1. Canonical Ubuntu One wird beendet
  2. Canonical Mir in Ubuntu abermals verschoben
  3. Trusty Tahr Erste Beta der Ubuntu-Derivate verfügbar

25 Jahre Gameboy: Nintendos kultisch verehrte Daddelkiste
25 Jahre Gameboy
Nintendos kultisch verehrte Daddelkiste

Der Gameboy ist gut gealtert - heute wird mit der Konsole Musik gemacht, und selbst Spieleprogrammierer werden beim Anblick des grauen 8-Bit-Klotzes nostalgisch.

  1. Satoru Iwata Nintendo will Handhelds und stationäre Konsolen vereinen
  2. Nintendo Yamauchi-Clan will Anteile abstoßen
  3. Mario Nintendo macht Apps und gesund

OpenSSL: Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed
OpenSSL
Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed

Der Heartbleed-Bug in OpenSSL dürfte wohl als eine der gravierendsten Sicherheitslücken aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.

  1. Libressl OpenBSD startet offiziell OpenSSL-Fork
  2. OpenSSL OpenBSD mistet Code aus
  3. OpenSSL-Lücke Programmierer bezeichnet Heartbleed als Versehen

    •  / 
    Zum Artikel