Roadmap: AMD will mehr SoCs statt immer mehr Kerne
Die neue Notebook-Roadmap - 28nm sind verschoben (Bild: AMD)

Roadmap AMD will mehr SoCs statt immer mehr Kerne

Im Rahmen seines Financial Analyst Day hat AMD umfangreiche Änderungen seiner Roadmap angekündigt. Wachsen will das Unternehmen mit SoCs, die auch ARM-Kerne enthalten können. Viele bisher ankündigte neue CPUs werden durch andere Versionen ersetzt, und die 28-Nanometer-Fertigung verzögert sich bis 2013.

Anzeige

AMDs Zukunft liegt in Systems-on-a-Chip (SoC), die flexibel an die Wünsche der Gerätehersteller angepasst werden können. Das stellte Rory Read, seit fünf Monaten AMDs Chef, vor Analysten unmissverständlich fest. Diese neue Strategie schließt auch die Verbindung von AMDs Techniken auf einem Chip mit Funktionen von Drittherstellern ein.

  • Die FX-CPUs bekommen bis 2013 keinen Nachfolger
  • Brazos 2.0 kommt mit USB 3.0 und auch für Tablets
  • HSA soll in ein offenes Konsortium münden
  • HSA auch mit fremder Technik auf einem AMD-Chip
  • 2014 sollen GPUs Kontext-Switching beherrschen
  • AMD will sich gründlich wandeln
  • 28 Nanometer bei Notebook-CPUs bietet AMD erst 2013
  • Die Zahl der Kerne bleibt bei Opterons auch 2013 gleich
  • Trinity und Hondo sollen 2012 AMD Umsatz bescheren
  • Neue Architektur 'Excavator", aber frühestens 2014
HSA auch mit fremder Technik auf einem AMD-Chip

Heterogeneous System Architecture (HSA) nennt AMD sein Konzept, es soll die Entwicklung der APUs (Accelerated Processing Units) fortschreiben. Mit diesem Kürzel beschreibt der Chiphersteller die Integration von CPU und GPU. In Zukunft sollen aber auch Funktionseinheiten anderer Hersteller in die von AMD gefertigten Bausteine integriert werden. Eine Möglichkeit dafür sind ARM-Kerne, die AMD bisher selbst nicht verwendet. Aus den Präsentationsfolien geht aber auch hervor, dass selbst GPUs anderer Hersteller verwendet werden können.

Mit OpenCL als einheitlicher Schnittstelle von CPUs und GPUs sollen die HSA-Chips schneller als die Konkurrenten werden. AMD will hier nach dem Vorbild von Nvidias CUDA dafür sorgen, dass auch die GPU-Anteile eines Chips "so einfach wie mit C++" programmiert werden können, so das Unternehmen.

Für HSA will AMD einen offenen Standard schaffen, der auch von anderen Anbietern mitgetragen werden kann. Das Ziel ist eine schnellere Entwicklung von spezialisierten Chips, die AMD dann bei seinen Auftragsherstellern fertigen lässt. Einen Teil seiner Bausteine lässt das Unternehmen bereits bei TSMC herstellen, ob Globalfoundries - AMDs ehemalige Fertigungssparte - weiterhin der wichtigste Partner bleibt, ist noch nicht abzusehen.

Details zu HSA und der Gründung eines Industriekonsortiums will AMD auf seinem nächsten Fusion Developer Summit bekanntgeben, der im Juni 2012 stattfindet. Auffällig ist, dass das Unternehmen bisher noch keinen einzigen anderen Chipentwickler nennen konnte, der das Konzept mit trägt. Wenn HSA aber eine Koproduktion nach dem Vorbild etwa von PCI oder USB werden soll, sind andere Branchengrößen dafür dringend nötig.

Eine Auswirkung der neuen Strategie zeichnet sich schon jetzt in den aktualisierten Roadmaps ab, zu denen es seit Reads Amtsantritt zahlreiche Gerüchte gab. AMDs Chefin für das Tagesgeschäft, Lisa Su, bestätigte einige der Spekulationen. So sollen die bisher geplanten 28-Nanometer-APUs mit den Codenamen Wichita und Krishna nicht mehr erscheinen. Für das Jahr 2012 bleibt AMD bei seinen Notebook-Chips der Serien C und E bei 40 Nanometern und zwei Bobcat-Kernen. Die Bausteine sollen aber nur noch 9 bis 18 Watt Leistung aufnehmen, die Plattform heißt Brazos 2.0.

Keine neuen Desktop-Architekturen 2013 

Crass Spektakel 13. Jun 2012

Nö, eben gerade nicht. Eine PS3 ist etwa mit einem 2Ghz P4 mit einer Geforce 8400...

Kommentieren



Anzeige

  1. Produktmanager Digital (m/w)
    Commerz Finanz GmbH, München
  2. IT-Teamleitungen (m/w) für Betreute Lokale Netze an beruflichen Schulen
    Landeshauptstadt München, München
  3. Software Developer / Architect SAP (m/w)
    evosoft GmbH, Nürnberg
  4. Mobile Developer - Andriod / iOS (m/w)
    PAYBACK GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Demo gegen Überwachung

    "Wo bleiben die deutschen Whistleblower?"

  2. Deutsche Grammophon

    Klassik streamen mit bis zu 320 Kbps

  3. Alibaba

    Milliardenschwerer Börsengang wohl Mitte September

  4. Test Infamous First Light

    Neonbunter Actionspaß

  5. Nach Wurstfirmeninsolvenz

    Redtube-Abmahn-Anwalt verliert Zulassung

  6. Gat out of Hell

    Saints Row und die Froschplage in der Hölle

  7. Ridesharing

    Taxidienst Uber in 200 Städten verfügbar

  8. Telefónica und E-Plus

    "Haben endgültige Freigabe von EU-Kommission bekommen"

  9. Intel Core i7-5960X im Test

    Die PC-Revolution beginnt mit Octacore und DDR4

  10. Nintendo

    Neuer 3DS mit NFC und zweitem Analogstick



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Spiele auf dem Oculus Rift DK2: Manchmal klappt es, manchmal nicht
Spiele auf dem Oculus Rift DK2
Manchmal klappt es, manchmal nicht
  1. Oculus Rift Geld für gefundene Sicherheitslücken
  2. Virtuelle Realität Hüft-OP mit Oculus Rift und zwei Gopro-Kameras
  3. Oculus Rift Valve aktualisiert SteamVR für das DK2

Sofia: Der fliegende Blick durch den Staub
Sofia
Der fliegende Blick durch den Staub
  1. Bioelektronik Pilze sind die besten Zellschnittstellen
  2. Teilchenbeschleuniger China will Higgs-Fabrik bauen
  3. Wissenschaft Hören wie die Fliegen

IPv6: Der holprige Weg zu neuen IP-Adressen
IPv6
Der holprige Weg zu neuen IP-Adressen
  1. Containerverwaltung Docker 1.2 erlaubt Regelung von Containerneustarts
  2. Stellenanzeige Facebook will Linux-Netzwerkstack wie in FreeBSD
  3. Für Azure Microsoft gehen US-IPv4-Adressen aus

    •  / 
    Zum Artikel