Sir Jonathan Ive bei der Vorstellung des iPad 3
Sir Jonathan Ive bei der Vorstellung des iPad 3 (Bild: Kevork Djansezian/Getty Images)

Ritterschlag Sir Jonathan Ive erklärt Apples Designphilosophie

Jonathan "Jony" Ive, Apples Chefdesigner, darf sich seit Anfang des Jahres 2012 "Sir" nennen, nachdem er schon 2006 in den britischen Adelsstand erhoben wurde. Grund genug für den Briten, seinen Ansatz beim Design in einem Interview zu erklären.

Anzeige

Interviews mit Jonathan Ive, von Freunden und Kollegen "Jony" genannt, sind rar. Der scheue Designer, der seit 20 Jahren für Apple arbeitet und seit 1997 für das Design aller Produkte des Unternehmens zuständig ist, ist nun ein "Knight Commander of the British Empire". Als solcher darf er laut den Neujahrsnominierungen Großbritanniens (PDF) den Titel "Sir" tragen, nachdem er bereits 2006 zum Commander erhoben wurde, der aber noch nicht zu einem offiziellen Namenszusatz berechtigt.

Folglich ließ sich Ive nun von der britischen Zeitung Evening Standard zu einem Interview überreden. Auch wenn sich nach seinen eigenen Worten die Gestaltung eines Produkts bei Apple "nur schwer beschreiben lässt", stehe dabei doch eins im Vordergrund, sagte er: "Wenn wir nicht etwas machen können, das auch besser ist, dann machen wir es auch nicht." Am Anfang, so Ive, müsse immer eine zündende Idee stehen, die auch von einem auf den anderen Tag erscheinen könne.

Dabei geht es nicht immer nur darum, ein bestehendes Problem zu lösen, sondern vielmehr neue Möglichkeiten für den Anwender zu schaffen: "Was passiert, wenn wir das hier nehmen und es mit dem da kombinieren, könnte das nützlich sein?" Als Beispiele dafür nennt Ive iPod, iPhone und iPad. Er folgt damit den Beschreibungen seines Mentors Steve Jobs, der das erste iPhone auch als drei Geräte in einem beschrieben hatte: Telefon, Internetgerät und iPod.

Nur "neu" ist nicht genug

Nur "neu" oder "anders" sein zu wollen, führt Ive zufolge nicht zu einem guten Produkt. Er hält das für die falschen Ziele, vielmehr müsse ein Produkt "wirklich besser" sein, um ein Erfolg zu werden. Dafür ist seiner Meinung nach gerade beim Design viel Disziplin nötig.

Wie viel Arbeit in einem Gerät steckt, merkt laut Ive auch der Anwender. Ihm sei es selbst so gegangen, berichtet er, und zwar als er zum ersten Mal einen Mac benutzte: "Ich ging in den 80er Jahren aufs College und hatte dabei fürchterliche Erfahrungen mit einem Computer. Dann entdeckte ich den Mac. Das war so ein dramatischer Moment, an den ich mich genau erinnere - ich konnte tatsächlich die Leute wahrnehmen, die das gebaut hatten."


ruamzuzler 14. Mär 2012

Na, da fühlt sich aber ein Fanboy auf die Füße getreten. Vergleiche einmal das...

Der Kaiser! 13. Mär 2012

Wofür eigentlich? o.O

caldeum 13. Mär 2012

Die Designer knallen sich die Birne mit LSD/Cetamin/DMT/Shrooms voll und rollen dann auf...

Yeeeeeeeeha 13. Mär 2012

Hmm, das habe ich ganz anders in Erinnerung. Ich habe damals so einige MP3-Player...

Elanius 13. Mär 2012

http://www.tagesanzeiger.ch/digital/computer/Dann-entdeckte-ich-den-Mac/story/19926073

Kommentieren



Anzeige

  1. Vermessungstechniker/in / Geomatiker/in
    Landratsamt Göppingen, Göppingen
  2. IT-Business-Analyst (m/w)
    Zurich Service GmbH, Frankfurt am Main
  3. Wirtschaftsinformatiker (m/w) ETL-Consulting
    LucaNet AG, Mönchengladbach
  4. Software-Entwickler Applikation (m/w)
    Ultratronik GmbH, Gilching

 

Detailsuche


Top-Angebote
  1. VORBESTELL-TOPSELLER: Star Trek DVD - Next Generation/Complete Box [Blu-ray]
    135,38€ (Vorbesteller-Preisgarantie) - Release 02.04.
  2. NEU: Transcend 512-GB-SSD
    159,90€
  3. NEU: Blu-rays unter 10 EUR
    (u. a. 96 Hours Taken 2 für 8,99€, Godzilla 9,97€, Erbarmen 9,97€, Cloud Atlas 7,99€, Der...

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Gewinnrückgang

    "Microsoft ist weiterhin im Wandel"

  2. Music Key

    Alles oder nichts für Indie-Musiker bei Youtube

  3. Privatsphäre im Netz

    Open-Source-Projekte sollen 1984 verhindern

  4. The Witcher 3 angespielt

    Geralt und die "Mission Bratpfanne"

  5. Onlinehandel

    Welche Versand-Flatrates sich nicht lohnen

  6. Jessie

    Erster Release Candidate für neuen Debian-Installer

  7. Biicode

    Abhängigkeitsverwaltung für C/C++ soll Open Source werden

  8. Mobilfunk

    O2 schaltet LTE-Nutzung für alle Blue-Tarife frei

  9. Broadwell-Mini-PC

    Gigabytes Brix ist noch kompakter als Intels NUC

  10. Cyanogen Inc.

    "Wir versuchen, Google Android wegzunehmen"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Erpressung und Geldwäsche: Polizei kommt bei Cybercrime nicht hinterher
Erpressung und Geldwäsche
Polizei kommt bei Cybercrime nicht hinterher
  1. Malware BSI will Zwangstrennung infizierter Rechner vom Internet
  2. Cybercrime Trotz 300 Cyber-Ermittlern bleibt Aufklärungsquote gleich
  3. Cybercrime HP eröffnet Cyber-Abwehrzentrum in Böblingen

Heimkino-Raumklang von oben: Dolby Atmos klingt gut, Auro 3D klingt besser
Heimkino-Raumklang von oben
Dolby Atmos klingt gut, Auro 3D klingt besser
  1. DTS:X Probe gehört Dolby-Atmos-Konkurrent arbeitet mit Deckenlautsprechern
  2. Surround-Sound Holpriger Start für Blu-ray-Discs mit Dolby Atmos
  3. Interstellar in 70 mm Berliner Zoo Palast schiebt die Digitalprojektoren beiseite

Neues Betriebssystem: Microsoft nennt viele neue Details zu Windows 10
Neues Betriebssystem
Microsoft nennt viele neue Details zu Windows 10
  1. Microsoft Nicht alle Windows-Phone-Smartphones erhalten Windows 10
  2. Surface Hub Microsoft zeigt Konferenzsystem mit Digitizer und Windows 10
  3. Hololens mit Windows Holodeck-Zeitalter mit einer autarken Datenbrille

    •  / 
    Zum Artikel