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RHIC aus der Luft: Bei Stilllegung sind alle Verlierer.
RHIC aus der Luft: Bei Stilllegung sind alle Verlierer. (Bild: Brookhaven National Laboratory)

RHIC: Kein Geld - keine Kollisionen

RHIC aus der Luft: Bei Stilllegung sind alle Verlierer.
RHIC aus der Luft: Bei Stilllegung sind alle Verlierer. (Bild: Brookhaven National Laboratory)

Im US-Teilchenbeschleuniger RHIC werden voraussichtlich bald keine Schwerionen mehr kollidieren. Wegen Budgetkürzungen im US-Energieministerium soll die Anlage geschlossen werden.

Die USA sollen ihren letzten Hochenergie-Teilchenbeschleuniger, den Relativistic Heavy Ion Collider, schließen. Das hat eine Gruppe von Wissenschaftlern vorgeschlagen. Grund ist das knappe Budget des US-Energieministeriums.

Der Relativistic Heavy Ion Collider (RHIC) gehört zum Brookhaven National Laboratory (BNL) in Upton im US-Bundesstaat New York, das vom US-Energieministerium (Department of Energy, DOE) betrieben wird. Im RHIC lassen Wissenschaftler Schwerionen kollidieren. Bei den Kollisionen entstehen Bedingungen ähnlich denen kurz nach dem Urknall. Aus den Ergebnissen gewinnen Forscher Erkenntnisse über die Entstehung des Universums.

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Tevatron 2011 geschlossen

Doch damit wird voraussichtlich Schluss sein: Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat dem Nuclear Science Advisory Committee (NSAC) des DOE empfohlen, den RHIC zu schließen. Der Teilchenbeschleuniger Tevatron, der zum Fermi National Accelerator Laboratory (Fermilab) nahe Chicago gehörte, war im Jahr 2011 stillgelegt worden. Schwerionen-Kollisionen wären dann dem Large Hadron Collider, dem Teilchenbeschleuniger der europäischen Kernforschungszentrums (Cern) in Genf, vorbehalten.

Grund für den Schritt ist die fehlende Finanzierung: Zum Teilchenphysikprogramm des DOE gehören drei Projekte. Neben dem RHIC ist das der Ausbau der Continuous Electron Beam Accelerator Facility (CEBAF) an der Thomas Jefferson National Accelerator Facility in Newport News im US-Bundesstaat Virginia sowie der Bau eines neuen Beschleunigers, des Facility for Rare Isotope Beams (FRIB) an der Michigan State University in East Lansing.

Budgetkürzung statt -aufstockung

Um alle drei Projekte aufrechtzuerhalten, reicht das aktuelle Budget von 547 Millionen US-Dollar, das das DOE für die Teilchenphysik bereitstellt, schon nicht aus. Es ist aber wahrscheinlich, dass das Wissenschaftsbudget des DOE eher noch weiter zusammengestrichen wird. Der CEBAF-Ausbau ist beinahe abgeschlossen. Die Forscher sahen sich deshalb gezwungen, zwischen dem Betrieb des RHIC und dem Bau des FRIB zu wählen. In dem Beschleuniger sollen Teilchen erzeugt werden, die sonst nur in Supernovae vorkommen.

Da der RHIC das aufwendigste und teuerste der drei Projekte ist, hat sich das Komitee schweren Herzens entschieden, ihn aufzugeben. Die Anlage auf Long Island ist erst seit 2000 in Betrieb und hält nach Angaben des BNL noch zehn Jahre.

Die Maßnahme werde schwere Auswirkungen auf das Gebiet der Teilchenphysik in den USA haben, befürchtet Robert Tribble, Teilchenphysiker an der Texas-A&M-Universität und Leiter der Gruppe, die die Vorschläge erarbeitet hat. "Ich glaube nicht, dass es dabei Sieger und Verlierer geben wird", sagte er dem Wissenschaftsmagazin Science. "Wenn das geschieht, sind wir alle Verlierer."

Eine Entscheidung des DOE steht noch aus.


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HerrMannelig 31. Jan 2013

Was meinst du, warum du einen PC, einen LCD Fernseher, eine Mikrowelle, einen...

Quantium40 31. Jan 2013

So ist es. Das veranschaulicht auch diese Grafik eines ausschliesslich von Freunden...

Quantium40 31. Jan 2013

Die 547 Millionen US$ würden auch für 6 vollbestückte Lockheed Martin F-35 reichen...

wmayer 31. Jan 2013

Deswegen würde ich das Geld ja eher über die Bildung in die Menschen investieren und...

Anonymer Nutzer 30. Jan 2013

... tun der Wirtschaft unheimlich gut. Man muss ja alles wieder aufbauen. Da Wachstum...

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