RFID Ein Großteil der Studentenkarten ist unsicher

Ob als Mensa-Essenskarte, Zugangsschutz für Labore oder Schließfächer der Studenten: An vielen Universitäten werden Mifare-RFID-Karten verwendet. Ein Projekt zeigt nun, dass das System sehr offen ist.

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Jan Hoersch hat zusammen mit dem Verein Foebud und vielen Helfern die bundesweit verteilten Studentenkarten auf ihre Sicherheit hin untersucht. Er kam dabei zu dem erschreckenden Ergebnis, dass geschätzte 70 bis 80 Prozent der Karten mit RFID-Technik problematisch sind. Die Schätzung basiert auf Informationen von 115 der 392 Universitäten. Zu 260 Universitäten hat das Projekt derzeit keine Informationen. In den meisten Fällen kommen Mifare-Classic-Karten zum Einsatz, von denen seit Jahren bekannt ist, dass sie unsicher sind. Zum Teil werden aber auch die besseren DESfire-Karten verwendet, allerdings ohne ihre 3DES-Option, die hohe Kosten verursacht.

Die stark verbreiteten Mifare-Karten teilen Jan Hoersch und Rena Tangens von Digitalcourage (vormals Foebud) in vier Kategorien ein, die sich nur geringfügig unterscheiden. Wer also einige wenige Karten untersucht, findet eine große Anzahl anfälliger Systeme. Die Mifare-Karten waren das Hauptziel der Forschung. Allen Kartentypen gemeinsam ist der Umstand, dass sie sich klonen lassen. Die Studenten werden von dieser Gefahr in der Regel nicht informiert. Das ist insofern problematisch, weil diese Karten als Mensa-Karten mit Guthaben eingesetzt werden können. In manchen Fällen werden auch Kopiergeräte damit gesteuert. Einige Karten funken auch die Matrikelnummer der Studenten heraus. Die Daten sind häufig nicht vor Manipulation geschützt. Das gilt insbesondere für das Guthaben.

Kritisch sehen die Hacker, dass einige Universitäten die Karten für Schließfächer oder gar als Zugangsbeschränkung verwenden. Bei den Schließfächern machen es einige Universitäten Dieben besonders einfach. Der Inhaber einer geklonten Karte kann herausfinden, welches Schließfach benutzt wurde. Es gibt Informationsgeräte, an die die Studentenkarte gehalten werden kann.

Die Universitäten reagieren größtenteils ablehnend auf den Forschungsversuch. Zwar sind die Sicherheitsprobleme der RFID-Karten seit langem bekannt, doch die Probleme lösen die Unis lieber mit Drohungen. Wer einfach, nur aus Forschungszwecken, an den offenen Systemen Experimente macht, müsse mit einer Drohung eines Staatsanwalts rechnen, so die Vortragenden.

Studentenwerk Berlin und FH Bielefeld wehren sich 

Slicing Edge 08. Mai 2013

mmmmh, da hat aber mal einer 0 ahnung und schreibt hier so einen müll ..... wie kommst du...

jayrworthington 02. Jan 2013

Glaub ich nicht. Die EC Karte ist Plastik und Kontakt-Chip, kein RFID. Wenn man aber...

Analysator 01. Jan 2013

Darum gibt es an deutschen Universitäten teilweise sogar Seminare "korrektes Gendern in...

raketenfred 31. Dez 2012

*hust* Ich wurde damals gefragt ob man da was machen kann, weil alle Schüler einen roten...

brotherelf 31. Dez 2012

Deine Lösung dafür, dass existierende geldbewegende Systeme angreifbar sind, besteht...

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