Anzeige
Mit Hilfe einer solchen SDR-Platine haben Hacker NSA-Wanzen nachgebaut.
Mit Hilfe einer solchen SDR-Platine haben Hacker NSA-Wanzen nachgebaut. (Bild: Great Scott Gadgets)

Reverse Engineering: Hacker bauen NSA-Backdoors nach

Hacker haben begonnen, die Spionagewerkzeuge der NSA nachzubauen. Durch die Analysen wollen sie sich besser dagegen schützen können. Die Nachbauten werden auf der Webseite NSAPlayset gesammelt.

Anzeige

Sie nehmen die Unterlagen aus dem Snowden-Fundus als Grundlage und bauen die Wanzen nach, die die NSA an oder in Rechnern platziert. Das Reverse Engineering soll helfen, die Technik des Spionagedienstes zu verstehen - und sich dagegen wehren zu können. Den Anfang machte Michael Ossmann. Er baute einen von der NSA verwendeten Radar-Retro-Reflektor nach. Sämtliche untersuchten Projekte aus dem ANT-Katalog der NSA werden künftig auf der Webseite NSAPlayset gesammelt.

Ossmann widmete sich einem solchen Reflektor, der den Tarnnamen Surlyspawn erhalten hat. Er greift laut NSA-ANT-Katalog Tastatureingaben ab, egal ob über PS/2 oder USB. Die durch die Veränderungen in der Datenleitung zwischen Rechner und Tastatur entstehende Frequenzumtastung wird laut NSA-Unterlagen per Radarwellen abgetastet und dann demoduliert. Das demodulierte Signal wird in Tastatureingaben umgewandelt.

Abgefangen per SDR

Um die Radarsignale der NSA zu simulieren, verwendete Ossmann Software Defined Radio (SDR). Mit SDR lässt sich ein Großteil der Signalverarbeitung mit Software erledigen. Als Hardware lassen sich herkömmliche digitale Signalprozessoren (DSP) einsetzen, wie sie beispielsweise in Modems, Amateurfunkgeräten, Soundkarten oder DVB-Empfänger verbaut sind.

Ossmann benutzte für seine Experimente die spezielle Platine HackRF One. Die Wanze bestehe aus nicht mehr als einem winzigen Transistor mit einem etwa 2 cm langen Draht, der als Antenne dient, berichtet er. Ossmann habe auch eine weitere Wanze mit dem NSA-internen Namen Ragemaster nachgebaut. Mit ihr lassen sich Signale zwischen Grafikkarte und Monitor aufzeichnen, ebenfalls über SDR abfangen und später analysieren.

Der SDR-Spezialist Ossmann will seine Ergebnisse auf der diesjährigen Defcon-Konferenz in Las Vegas vom 7. bis 10. August 2014 präsentieren. Dort will auch der Hacker Joshua Datko einen Nachbau einer NSA-Wanze präsentieren, die auf dem I2C-Bus platziert werden kann und Malware reinstalliert, wenn sie zuvor von einer Antivirensoftware gelöscht wurde. Laut Datko nutzt die Wanze den I2C-Bus. Im NSA-ANT-Katalog läuft sie unter dem Namen Ginsu.


eye home zur Startseite
Ashtor 22. Jun 2014

Da hilft nur noch der Stealth-PC. :)

joojak 21. Jun 2014

Die westen Todesfälle sind sicher schon 2000 geschehen. Ich denke da an Politiker die...

joojak 21. Jun 2014

Die NSA stellt nur leute ein, die einen IO haben, der oberhalb dem eines verbrannten...

derPhiL 20. Jun 2014

man haette erwaehnen koennen dass Herr Ossman diese HackRF one selbst entworfen hat. Ich...

nudel 20. Jun 2014

ja



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  2. Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Karlsruhe
  3. Robert Bosch Battery Systems GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  4. Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen bei Stuttgart


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Asus GTX 1070 Strix, MSI GTX 1070 Gaming X 8G, Inno3D GTX 1070 iChill)

Folgen Sie uns
       


  1. ELWN Fit

    Bluetooth-In-Ear-Headset mit Ersatzakku

  2. Multigeräte-Tastatur

    Logitech K780 steuert Mac, PC, Tablets und Smartphones

  3. Cloud-Notizzettel

    Evernote lässt nur noch zwei Geräte zu

  4. Layer-2-Bitstrom

    Bundesagentur fordert 100-MBit/s-Zugang für 19 Euro

  5. Thomson Reuters

    Terrordatenbank World-Check im Netz zu finden

  6. Linux-Distribution

    Ubuntu diskutiert Ende der 32-Bit-Unterstützung

  7. Anrufweiterschaltung

    Bundesnetzagentur schaltet falsche Ortsnetznummern ab

  8. Radeon RX 480 im Test

    Eine bessere Grafikkarte gibt es für den Preis nicht

  9. Overwatch

    Ranglistenspiele mit kleinen Hindernissen

  10. Fraunhofer SIT

    Volksverschlüsselung startet ohne Quellcode



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Zelda Breath of the Wild angespielt: Das Versprechen von 1986 wird eingelöst
Zelda Breath of the Wild angespielt
Das Versprechen von 1986 wird eingelöst

Wireless-HDMI im Test: Achtung Signalstörung!
Wireless-HDMI im Test
Achtung Signalstörung!
  1. Die Woche im Video E3, Oneplus Three und Apple ohne X

Rust: Ist die neue Programmiersprache besser?
Rust
Ist die neue Programmiersprache besser?
  1. Microsoft Plattformübergreifendes .Net Core erscheint in Version 1.0
  2. Oracle-Anwältin nach Niederlage "Google hat die GPL getötet"
  3. Java-Rechtsstreit Oracle verliert gegen Google

  1. Re: Level 25 für Casuals leider nicht hoch genug.

    Coding4Money | 08:36

  2. Vorgänger deutlich besser

    elgooG | 08:34

  3. Re: Warum bauen wie nicht alle aus Beton ?

    lear | 08:34

  4. Re: Microsoft ist nicht mehr zu trauen.

    Potrimpo | 08:30

  5. Re: Bestätigen.

    igor37 | 08:26


  1. 07:46

  2. 07:31

  3. 07:20

  4. 18:14

  5. 18:02

  6. 16:05

  7. 15:12

  8. 15:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel