Reisesuche per Orbitz Mac-Nutzer bekommen teurere Hotels vorgeschlagen

Orbitz bewirbt auf seiner Webseite Flugtickets und günstige Hotels - nur nicht für Nutzer eines Macs. Die bekommen testweise teurere Hotels angeboten, denn Orbitz glaubt, sie seien eher bereit, für solche zu zahlen.

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Orbitz testet ein System, das anhand des verwendeten Betriebssystems unterschiedliche Hotellisten ausgibt. Wie das Wall Street Journal berichtet, werden aber nicht einfach die Preise angehoben. Stattdessen werden Mac-Nutzern tendenziell teurere Hotels vorgeschlagen. Der Nutzer kann aber einfach nach dem Preis sortieren, sollte es vor allem auf günstige Angebote ankommen.

Wir haben das kurz getestet und können das bei einer Reiseanfrage nach Berlin bestätigen. Während auf dem ersten Platz auf beiden Betriebssystemen jeweils ein Angebot für 35 US-Dollar je Nacht steht, wird beim zweiten Platz bereits ein deutlicher Preisunterschied sichtbar. Hinter derselben IP-Adresse bekommt der Mac-Nutzer auf dem zweiten Platz ein Hotel für 127 US-Dollar angeboten. Der Windows-Nutzer hingegen bekommt ein Hotel für 66 US-Dollar zu sehen. Dieses 66-Dollar-Hotel sieht der Mac-Nutzer erst auf dem dritten Platz.

Mac-Nutzer bekommen also ein teures Hotel in die Liste eingeschoben, die sonst nach unten hin identisch ist. Ein Klick auf "Best Prices" reicht aber aus, um diesen Einschub verschwinden zu lassen. In der Standardeinstellung sucht Orbitz nicht nach dem besten Preis, sondern nach dem besten Angebot für den Nutzer ("Best Value").

Orbitz bestätigt dem Wall Street Journal, dass die Firma Experimente durchführt. Der Grund liegt darin, dass Orbitz bereits herausgefunden hat, dass ein Mac-Nutzer zwischen 20 und 30 US-Dollar mehr je Nacht ausgibt als ein Windows-PC-Nutzer. Zudem neigen Mac-Nutzer dazu, eher ein 4- oder 5-Sterne-Hotel zu buchen.

Es ist davon auszugehen, dass auch andere Webseiten die Angebote an ihre Mac-Nutzer anpassen oder dies vielleicht schon tun, denn nicht nur Orbitz wird derartige Statistiken zum Käuferverhalten haben. In diesem Falle wird es vor allem für Mac-Nutzer wichtiger, sich bewusst im Netz zu bewegen und zu schauen, ob ein Algorithmus die Daten präsentiert oder nur eine einfach sortierte Liste zu sehen ist. Noch handelt es sich nur um eine Umsortierung. Webseitenbetreiber könnten aber auf die Idee kommen, die Gewinnmarge bei Mac-Nutzern etwas höher anzusetzen und dazu höhere Preise zu verlangen.

Alternativ könnte der Nutzer zu einem Browser greifen, der auf einfachem Wege die Möglichkeit bietet, etwa den User Agent String zu manipulieren, um damit Browserweichen zu eigenen Gunsten zu nutzen. Die Gefahr ist allerdings hoch, dass der Nutzer dann ein anderes Design sieht, denn Browserweichen sind auch für Webdesigner ein wichtiges Mittel, um etwa Anzeigefehler von Browsern zu umgehen.


neocron 26. Jun 2012

meine Aussage ist auch belegbar!

SaSi 26. Jun 2012

mac-nutzern hängt die kohle nicht zum hals raus! ...die können nur damit nicht sinnvoll...

AdmiralAckbar 26. Jun 2012

Ob es für jeden NUR ein Statussymbol ist würd ich nicht behaupten, z.B.: viele DJs holen...

azeu 26. Jun 2012

im Käfer-Zelt kostet auch alles viel mehr, weil sonst keiner kauft :) Die MÜSSEN ganz...

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