Licht kann in einem Kunststoffgehäuse zu unerwünschten Reflexionen führen.
Licht kann in einem Kunststoffgehäuse zu unerwünschten Reflexionen führen. (Bild: Andreas Donath/Golem.de)

Reflexionsschutz Apple patentiert Kunststoffgehäuse fürs iPhone

Apple hat in den USA ein Patent für ein Gehäuse aus durchsichtigem Kunststoff für ein iPhone zugesprochen bekommen. In einer Stellenanzeige sucht Apple zudem einen Kunststoffexperten. Ein Beleg für ein Billig-iPhone ist das noch nicht.

Anzeige

Apple hat in den USA ein Patent für ein Gehäuse aus klarem Kunststoff für das iPhone zugesprochen bekommen. Die Erfindung soll verhindern, dass die LED, die als Blitz im iPhone steckt, die Bildqualität durch Lichtreflexionen innerhalb des Kunststoffs verschlechtert.

  • US-Patent 8,364,032 (US-Patent- und Markenamt)
  • US-Patent 8,364,032 (US-Patent- und Markenamt)
  • US-Patent 8,364,032 (US-Patent- und Markenamt)
  • US-Patent 8,364,032 (US-Patent- und Markenamt)
US-Patent 8,364,032 (US-Patent- und Markenamt)

Bei normalen iPhone-Hüllen werden die Bereiche Kameraobjektiv und LED ausgespart, was eine Beeinflussung der Kamera verhindern soll. Die Rückseite selbst ließ bisher kein Licht durch. Wenn nun aber die Rückseite ganz oder teilweise aus Kunststoff ist, kann der für interne Lichtreflexionen oder bei gefärbten Gehäuseteilen auch für farbiges Blitzlicht sorgen, was die Bilder stark verfremden würde, schreibt Apple in der Patentschrift 8,364,032. Allerdings muss nicht unbedingt ein durchsichtiger Kunststoff eingesetzt werden. Auch andere transparente Materialien kommen laut Patentschrift infrage.

Die Lösung sieht lichtschluckende Materialien rund um die LED beziehungsweise die Kamera vor, so dass keine Lichtkontaminierung stattfindet. Rund um die LED könnte zudem ein Reflektor eingebaut werden, um das Licht zu konzentrieren, schreibt Apple.

Das kolportierte Billig-iPhone, um das es immer wieder Gerüchte gibt, könnte auch aus Kunststoff bestehen, meldete die IT-Branchenzeitung Digitimes Mitte Januar 2013 unter Berufung auf Informanten in der Lieferkette von Apple. Danach soll das Gerät ein Gehäuse aus Metall und Kunststoff bekommen. Durch ein spezielles Design sollen die Metallteile im Inneren auch von außen zu sehen sein. Gehäuseteile, die das belegen, sind aber noch nicht aufgetaucht.

Außerdem hatte Apple Anfang 2013 eine neue Stelle ausgeschrieben, in der ein neuer Mitarbeiter für das Team gesucht wird, das mit Kunststoffen arbeitet. Der Ingenieur solle Fertigungsmethoden zur Verarbeitung von Plastikprodukten entwickeln.

Apple hatte den Patentantrag im Februar 2012 eingereicht und Anfang 2013 wurde das Patent erteilt.

Auch wenn diese Puzzleteilchen anscheinend perfekt zu einem Billig-iPhone mit Kunststoffhülle zu passen scheinen, müssen sie doch mit Vorsicht betrachtet werden. Wie bei vielen anderen Patenten erwachsen allein aus einer Patenterteilung keine Produkte. Die Stellenausschreibung für den Kunststoffexperten passt zeitlich eventuell rein zufällig in die Gerüchtewelt. Dabei darf nicht vergessen werden, dass Apple in anderen aktuellen Produkten und Zubehör nicht nur Aluminium, sondern auch viele Kunststoffe einsetzt.


boiii 06. Feb 2013

Der Beweis liegt zuhause in der Schublade ;) Allerdings eben ein wenig gewölbt und die...

derdiedas 05. Feb 2013

Tja darum Transparentes Aluminium - das ist so Widerstandsfähig da passiert definitiv...

JanZmus 05. Feb 2013

War ja so klar, dass da nichts kommt. Das habe ich schon x-mal hier gefragt und noch NIE...

Noschiii 05. Feb 2013

Die können doch nicht alles patentieren ... das patent mit den abgerundeten ecken war ja...

yast 04. Feb 2013

ich würde sagen Einkauf

Kommentieren



Anzeige

  1. Referent (m/w) Testmanagement
    ING-DiBa AG, Frankfurt
  2. Solution Engineer (m/w) - Parkraumkarte, Modellierung, Virtualisierung
    Robert Bosch GmbH, Ludwigsburg
  3. Business Expert mit Schwerpunkt CRM (m/w)
    BASF Coatings GmbH, Münster
  4. Softwareentwickler (m/w)
    über Schaaf Peemöller + Partner Top Executive Consultants, Südhessen

 

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. TIPP: Amazon Fire TV
    84,00€
  2. Dell 24-Zoll-Ultra-HD-Monitor
    529,90€
  3. PCGH-Supreme-PC GTX980-Edition
    (Core i7-4790K + Geforce GTX 980)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Story Mode

    Telltale arbeiten an Minecraft-Episodenabenteuer

  2. Deutscher Entwicklerpreis 2014

    Lords of the Fallen schafft eines von drei Triples

  3. General vor dem NSA-Ausschuss

    Der Feuerwehrmann des BND

  4. Outcast 1.1

    Technisch überarbeiteter Klassiker bei Steam und GOG

  5. Microsoft

    Webbrowserauswahl in Windows ist abgeschafft

  6. Streaming

    Netflix schließt Offline-Videos kategorisch aus

  7. KDE Applications 14.12

    Erste Frameworks-5-Ports der KDE-Anwendungen erschienen

  8. Spearfishing

    Icann meldet Einbruch in seine Server

  9. Amiibos

    Zubehör für Super Smash Bros wird rar und teuer

  10. x86-64-Architektur

    Fehler im Linux-Kernel kann für Abstürze ausgenutzt werden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Security: Smarthomes, offen wie Scheunentore
Security
Smarthomes, offen wie Scheunentore
  1. Software-Plattform Bosch und Cisco gründen Joint Venture für Smart Home
  2. Pantelligent Die funkende Bratpfanne
  3. Smarthome Das intelligente Haus wird nie fertig

Jahresrückblick: Was 2014 bei Golem.de los war
Jahresrückblick
Was 2014 bei Golem.de los war
  1. In eigener Sache Golem.de sucht (Junior) Concepter/-in für Onlinewerbung
  2. In eigener Sache Golem.de offline und unplugged
  3. In eigener Sache Golem.de sucht Videoredakteur/-in

E-Mail-Ausfall in München: Und wieder wars nicht Limux
E-Mail-Ausfall in München
Und wieder wars nicht Limux
  1. Öffentliche Verwaltung Massiver E-Mail-Ausfall bei der Stadt München
  2. Limux Kopf einziehen und über Verschwörung tuscheln
  3. Limux Windows-Rückkehr würde München Millionen kosten

    •  / 
    Zum Artikel