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Red Star OS 3.0 stammt aus Nordkorea und ist jetzt im Internet aufgetaucht.
Red Star OS 3.0 stammt aus Nordkorea und ist jetzt im Internet aufgetaucht. (Bild: Screenshot: Golem.de)

Wie Mac OS X

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Interessant ist auch die beiliegende GTK-Bibliothek Mac-Gtk, die für das OS-X-ähnliche Aussehen der Benutzeroberfläche sorgt. In der oberen Leiste werden die Menüs der jeweils geöffneten Anwendung integriert. Links ist stets die Applikation Kfinder zu sehen.

  • Das auf Linux basierende Red Star OS 3.0 stammt aus Nordkorea. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Installer ist eine angepasste Version von Fedoras Anaconda und ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... lässt sich deshalb auch ohne Sprachkenntnisse bedienen. Zunächst lässt sich das Dateisystem bestimmen - Ext3 ist als Standard vorgesehen.  (Screenshot: Golem.de)
  • Danach müssen Name, Benutzername und Passwort eingeben werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Beim letzten Eintrag rätselten wir ein wenig, ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... in der englischen Version entpuppte er sich als Passworthinweis. (Screenshot: Golem.de)
  • Hier handelt es sich um die Netzwerkeinstellungen, die wir zunächst unangetastet ließen. Wir wunderten uns dann über die fehlende Konfiguration der Netzwerkkarte. (Screenshot: Golem.de)
  • In der englischen Version entdeckten wir, dass standardmäßig eine manuelle Konfiguration vorgesehen ist, ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... eine Konfiguration über DHCP ist als Option verfügbar.  (Screenshot: Golem.de)
  • Auf der Weltkarte konnten wir auch ohne Koreanischkenntnisse Berlin finden. (Screenshot: Golem.de)
  • Standardmäßig ist natürlich Nordkoreas Hauptstadt voreingestellt.  (Screenshot: Golem.de)
  • Datum und Uhrzeit folgen westlichem Muster. In der ersten Version soll noch die Jahreszählung mit der Geburt des großen Führers Kim Il Sung begonnen haben. (Screenshot: Golem.de)
  • In diesem Dialogfeld wird die Installation gestartet. Die Schaltfläche in der Mitte konnten wir zunächst nicht zuordnen. (Screenshot: Golem.de)
  • Dahinter versteckt sich eine erweiterte Software-Auswahl. (Screenshot: Golem.de)
  • Alle Software ist auf der Installations-DVD, darunter auch ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... Wine, das hier Corsswin heißt, ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... und die Bildbearbeitung Gimp sowie etliche Entwicklerwerkzeuge. (Screenshot: Golem.de)
  • Während der Installation erschien mit dem bunten Ball ein erster Hinweis auf Mac OS X. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Splashscreen erscheint beim Start des Systems. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Login-Fenster in koreanischer Sprache ist glücklicherweise selbsterklärend. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Desktop von Red Star 3.0 sieht mit dem Dock so aus wie Mac OS X. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Dock ist ein Menü mit den installierten Anwendungen samt Hilfe in koreanischer Sprache. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Anwendungsmenü lässt sich auch über die obere Menüleiste aufrufen, was uns nach einigen blinden Klicks gelang. (Screenshot: Golem.de)
  • Vordefinierte Links im Browser führen ins nordkoreanische Intranet. (Screenshot: Golem.de)
  • Zunächst konnten wir aber auch keine Links im Internet aufrufen. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Office-Paket nennt sich ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... SGOffice und erinnert stark an Libreoffice. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Terminal war nicht sehr leicht zu finden. (Screenshot: Golem.de)
  • Wir entdeckten die integrierte Anwendung namens Rootsetting, die uns Root-Rechte im Terminal ermöglichte. Zunächst mussten wir mit der Eingabe des Benutzerpassworts ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... die Option freischalten. (Screenshot: Golem.de)
  • Nach dem Setzen eines neuen Passworts konnten wir uns mit su im Terminal als Root anmelden. (Screenshot: Golem.de)
  • Wir änderten zunächst die globalen Spracheinstellungen in Englisch und starteten das System neu. (Screenshot: Golem.de)
  • Danach präsentierte sich Red Star OS weitgehend in englischer Sprache. In den Systemeinstellungen konnten wir ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... auch das Tastatur-Layout auf Deutsch umstellen. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Firewall-Einstellungen blockierten das herkömmliche DNS. Stattdessen verwendet Nordkorea offenbar mDNS für sein Intranet. (Screenshot: Golem.de)
  • Hinweise darauf finden sich auch in der Anwendung Network Utility, ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... die ebenfalls über das Dock aufgerufen werden kann. (Screenshot: Golem.de)
  • Danach konnten wir auch unsere Webseite in dem Browser aufrufen, der hier Naenara heißt. (Screenshot: Golem.de)
  • Naenara heißt auch das offizielle Webportal Nordkoreas. Es hat auch eine Suchmaschine. (Screenshot: Golem.de)
  • Das integrierte Büropaket SGOffice heißt eigentlich Sogwang Office und ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... basiert laut Readmes auf Libreoffice. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Browser Naenara basiert auf Firefox in der nicht ganz taufrischen Version 3.5b4 aus dem Jahr 2009. (Screenshot: Golem.de)
  • Sämtliche Anwendungen sind wie unter Mac OS X im Ordner Applications einsortiert. (Screenshot: Golem.de)
  • Es gibt auch eine Systemüberwachung mit dem Namen Intcheck, ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... die aber offenbar Änderungen am Terminal und an Basisanwendungen protokollieren soll. Unsere Änderungen registrierte Intcheck nicht. (Screenshot: Golem.de)
Sämtliche Anwendungen sind wie unter Mac OS X im Ordner Applications einsortiert. (Screenshot: Golem.de)

Auffällig ist auch, dass die Nordkoreaner die Verzeichnisstruktur ihrer Linux-Distribution an Apples Mac OS X angepasst haben. Zusätzliche Anwendungen wie der Browser oder das Office-Paket werden nicht in den Verzeichnissen /bin oder /opt abgelegt, sondern in dem Ordner /Applications. Das erwähnte Will Scott in seinem Vortrag über seine Zeit als Tutor an der nordkoreanischen Universität Kim Il Sung bereits auf dem letzten Chaos Computer Congress. Auch das Home-Verzeichnis wird nicht verwendet. Stattdessen landen die Konfigurationsdateien der Benutzer im Ordner /Users. Außerdem gibt es noch den Ordner /System, in dem wir aber lediglich die leere Textdatei .localized entdeckten.

Das Terminal ist nicht ohne weiteres zu finden. Im Anwendungsmenü rechts im Dock befindet sich ein schlichter grüner Ordner, in dem wiederum ein grüner Ordner mit einem gekreuzten Werkzeugsymbol ist. Dort findet sich der Shortcut zum Terminal. Beim Stöbern im Etc-Verzeichnis des Dateisystems entdeckten wir Hinweise auf eine Red-Hat-basierte Linux-Distribution. Der Inhalt der Textdatei redhat-release war jedoch auf Koreanisch mit der Versionsnummer 3.0 und identisch mit der in der ebenfalls dort abgelegten Textdatei redstar-release. Die Eingabe von uname -ars ergab die Kernel-Version 2.6.38.8-24 mit dem Suffix rs3.0.i686. Aufgefallen sind uns die beigelegten Capi-Treiber für ISDN-Verbindungen. Möglicherweise verbinden sich viele Haushalte noch über ISDN mit dem Netz, deshalb war bei der Installation auch eine manuelle Netzwerkverbindung als Standard gesetzt.

  • Das auf Linux basierende Red Star OS 3.0 stammt aus Nordkorea. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Installer ist eine angepasste Version von Fedoras Anaconda und ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... lässt sich deshalb auch ohne Sprachkenntnisse bedienen. Zunächst lässt sich das Dateisystem bestimmen - Ext3 ist als Standard vorgesehen.  (Screenshot: Golem.de)
  • Danach müssen Name, Benutzername und Passwort eingeben werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Beim letzten Eintrag rätselten wir ein wenig, ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... in der englischen Version entpuppte er sich als Passworthinweis. (Screenshot: Golem.de)
  • Hier handelt es sich um die Netzwerkeinstellungen, die wir zunächst unangetastet ließen. Wir wunderten uns dann über die fehlende Konfiguration der Netzwerkkarte. (Screenshot: Golem.de)
  • In der englischen Version entdeckten wir, dass standardmäßig eine manuelle Konfiguration vorgesehen ist, ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... eine Konfiguration über DHCP ist als Option verfügbar.  (Screenshot: Golem.de)
  • Auf der Weltkarte konnten wir auch ohne Koreanischkenntnisse Berlin finden. (Screenshot: Golem.de)
  • Standardmäßig ist natürlich Nordkoreas Hauptstadt voreingestellt.  (Screenshot: Golem.de)
  • Datum und Uhrzeit folgen westlichem Muster. In der ersten Version soll noch die Jahreszählung mit der Geburt des großen Führers Kim Il Sung begonnen haben. (Screenshot: Golem.de)
  • In diesem Dialogfeld wird die Installation gestartet. Die Schaltfläche in der Mitte konnten wir zunächst nicht zuordnen. (Screenshot: Golem.de)
  • Dahinter versteckt sich eine erweiterte Software-Auswahl. (Screenshot: Golem.de)
  • Alle Software ist auf der Installations-DVD, darunter auch ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... Wine, das hier Corsswin heißt, ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... und die Bildbearbeitung Gimp sowie etliche Entwicklerwerkzeuge. (Screenshot: Golem.de)
  • Während der Installation erschien mit dem bunten Ball ein erster Hinweis auf Mac OS X. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Splashscreen erscheint beim Start des Systems. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Login-Fenster in koreanischer Sprache ist glücklicherweise selbsterklärend. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Desktop von Red Star 3.0 sieht mit dem Dock so aus wie Mac OS X. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Dock ist ein Menü mit den installierten Anwendungen samt Hilfe in koreanischer Sprache. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Anwendungsmenü lässt sich auch über die obere Menüleiste aufrufen, was uns nach einigen blinden Klicks gelang. (Screenshot: Golem.de)
  • Vordefinierte Links im Browser führen ins nordkoreanische Intranet. (Screenshot: Golem.de)
  • Zunächst konnten wir aber auch keine Links im Internet aufrufen. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Office-Paket nennt sich ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... SGOffice und erinnert stark an Libreoffice. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Terminal war nicht sehr leicht zu finden. (Screenshot: Golem.de)
  • Wir entdeckten die integrierte Anwendung namens Rootsetting, die uns Root-Rechte im Terminal ermöglichte. Zunächst mussten wir mit der Eingabe des Benutzerpassworts ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... die Option freischalten. (Screenshot: Golem.de)
  • Nach dem Setzen eines neuen Passworts konnten wir uns mit su im Terminal als Root anmelden. (Screenshot: Golem.de)
  • Wir änderten zunächst die globalen Spracheinstellungen in Englisch und starteten das System neu. (Screenshot: Golem.de)
  • Danach präsentierte sich Red Star OS weitgehend in englischer Sprache. In den Systemeinstellungen konnten wir ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... auch das Tastatur-Layout auf Deutsch umstellen. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Firewall-Einstellungen blockierten das herkömmliche DNS. Stattdessen verwendet Nordkorea offenbar mDNS für sein Intranet. (Screenshot: Golem.de)
  • Hinweise darauf finden sich auch in der Anwendung Network Utility, ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... die ebenfalls über das Dock aufgerufen werden kann. (Screenshot: Golem.de)
  • Danach konnten wir auch unsere Webseite in dem Browser aufrufen, der hier Naenara heißt. (Screenshot: Golem.de)
  • Naenara heißt auch das offizielle Webportal Nordkoreas. Es hat auch eine Suchmaschine. (Screenshot: Golem.de)
  • Das integrierte Büropaket SGOffice heißt eigentlich Sogwang Office und ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... basiert laut Readmes auf Libreoffice. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Browser Naenara basiert auf Firefox in der nicht ganz taufrischen Version 3.5b4 aus dem Jahr 2009. (Screenshot: Golem.de)
  • Sämtliche Anwendungen sind wie unter Mac OS X im Ordner Applications einsortiert. (Screenshot: Golem.de)
  • Es gibt auch eine Systemüberwachung mit dem Namen Intcheck, ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... die aber offenbar Änderungen am Terminal und an Basisanwendungen protokollieren soll. Unsere Änderungen registrierte Intcheck nicht. (Screenshot: Golem.de)
Wir entdeckten die integrierte Anwendung namens Rootsetting, die uns Root-Rechte im Terminal ermöglichte. Zunächst mussten wir mit der Eingabe des Benutzerpassworts ... (Screenshot: Golem.de)

Root-Rechte konnten wir zunächst weder mit su noch mit sudo erlangen. Wir fanden jedoch die vorinstallierte KDE-Anwendung Rootsetting im Verzeichnis /usr/sbin, das von dem nordkoreanischen Programmierer Kim Gyong Hunk entwickelt wurde. Er arbeitet offenbar für das staatliche Unternehmen Korea Computer Center (KCC), welches auch Red Star zusammengestellt hat. Damit konnten wir dem installierten Benutzer Administratorenrechte geben und uns anschließend per su als Root im Terminal anmelden.

Die Sprache des Installers lässt sich mit einer Änderung in den Kernel-Parametern in der Textdatei /isolinux/isolinux.cfg umstellen. Dort muss der Eintrag lang=ko in lang=en geändert werden. Mit Iso Master lässt sich das unter Linux direkt erledigen, das Programm stellt automatisch ein neues startfähiges Image her, von dem wir gleich wieder in Virtual Box starten konnten. Außerdem lässt sich mit den jetzt erhältlichen Root-Rechten die globale Spracheinstellung in der Konfigurationsdatei /etc/sysconfig/i18n von ko_KP.utf8 auf en_US.utf8 ändern. Um die Spracheinstellungen des verwendeten KDE-Desktops zu ändern, lässt sich die Konfigurationsdatei /usr/share/config/kdeglobals mit dem Editor vi anpassen. Dort muss in den letzten beiden Zeilen ebenfalls die Zeichenkette ko_KP durch en_US ersetzt werden. Nach einem Neustart erscheint der Desktop weitestgehend in englischer Sprache.

 Red Star ausprobiert: Das Linux aus NordkoreaFirewall-Einstellungen blockieren DNS 

eye home zur Startseite
en/technin 12. Feb 2016

Man brauch ja nicht nach alter Software bei Ihnen schauen, wenn Sie sich mit Norten...

__destruct() 18. Jan 2015

Willst du damit behaupten, es sei nicht angebracht, diese beiden Nationen zu bashen, oder...

theWhip 16. Jan 2015

+1 Vorredner

tle 12. Jan 2015

http://www.linux-community.de/Internal/Artikel/Print-Artikel/LinuxUser/2010/05/Linux-in...

Chronos 09. Jan 2015

[ ] du kannst offensichtliche Ironie erkennen



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