Recycling Grüne wollen 10 Euro Pfand auf Smartphones und Handys

Alle Smartphones und Handys sollen zehn Euro teurer werden. Das Geld gibt es erst zurück, wenn ein Altgerät zurückgegeben wird. Diese Idee stellen die Grünen morgen im Bundestag vor.

Anzeige

Die Grünen wollen durch ein Pfandsystem für Handys und Smartphones das Recycling verbessern. Das steht in einem Antrag der Bundestagsfraktion (PDF) der Partei, der am 8. März 2012 auf der Tagesordnung des Bundestages steht. Damit sollen die Verbraucher zur Rückgabe alter Geräte gezwungen werden.

Falls das System bei Mobiltelefonen und Smartphones erfolgreich ist, soll es sogar auf weitere IT-Produktgruppen wie Notebooks, Netbooks, Tablets und Spielekonsolen ausgeweitet werden. Als mögliche Pfandgebühr werden zehn Euro genannt. Damit soll eine Entsorgung über den Hausmüll und der Verlust an Rohstoffen verhindert werden. Ein IT-Pfandsystem soll gemeinsam mit Handel und Industrie geschaffen werden, um die Sammlung und das Recycling von Elektronikschrott zu verbessern.

Die Europäische Kommission hat wegen Problemen bei der Wiederverwertung von Elektronikschrott die Richtlinie zu Elektro- und Elektronik-Altgeräten (WEEE) überarbeitet. Im Januar 2012 hat das EU-Parlament diese Neufassung angenommen. Der Antrag der Grünen soll die EU-Richtlinie in Deutschland umsetzen.

Darin heißt es: "Vor allem bei Kleingeräten wie Mobiltelefonen sind die Rücklaufquoten zu gering. Oftmals landen diese in der Restmülltonne oder in den Ländern des Südens. Dabei gehen auch wertvolle Rohstoffe verloren. Grund ist unter anderem die fehlende Möglichkeit für Verbraucher, diese Geräte unkompliziert in eine ordnungsgemäße Verwertung zu geben."

Durch eine Verlängerung der gesetzlichen Gewährleistungsfrist für IT-Geräte von derzeit 24 Monaten sollen zusätzliche Anreize geschaffen werden, um qualitativ hochwertige und haltbare IT-Geräte herzustellen.

Das von der IT-Industrie noch kaum genutzte Umweltzeichen Blauer Engel zeichne Geräte aus, die besonders langlebig, schadstoffarm und recyclinggerecht sind. Geräte erhalten den Blauen Engel, wenn die Hersteller Ersatzteile für mindestens fünf Jahre vorhalten und die Geräte einfach auf- und nachrüstbar sind. Auch dürften keine Kunststoffe enthalten sein, die unter der EU-Chemikalienverordnung Reach als besonders besorgniserregend identifiziert wurden. Die Geräte müssen auch so konstruiert sein, dass sie für Recyclingzwecke leicht manuell zerlegbar sind, damit Gehäuseteile, Batterien, Leiterplatten und Bildschirmeinheiten getrennt und weitgehend wiederverwertet werden können.


Harry78 08. Mär 2012

Und 0,20 Euro für CD pro kg sind ein witz!

Schiwi 08. Mär 2012

"Sie versuchen die Welt zu verbessern?! ERHÄNGT SIE AM NÄCHSTEN BAUM!!!"

Schiwi 08. Mär 2012

ich geh doch nicht jedesmal in den Zoo wenn ich ein Handy entsorgen will ;)

kinderschreck 08. Mär 2012

Wozu auf große Geräte ein Pfand? Eine Waschmaschine oder einen 60" Flat kannst Du nicht...

kinderschreck 08. Mär 2012

Würde das Handy dem Recycling zugeführt müssten weniger Rohstoffe abgebaut werden.

Kommentieren



Anzeige

  1. Quality Assurance Engineer (m/w) mobile Apps
    PAYBACK GmbH, München
  2. Test Automation Engineer (m/w)
    DAVID Systems GmbH, München
  3. Scrum Master (m/w)
    adviqo AG, Berlin
  4. Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in Digital Humanities
    Deutsche Schillergesellschaft e.V. Deutsches Literaturarchiv Marbach, Marbach

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Nachfolger von Google Glass

    Google patentiert Kontaktlinsen mit Kameras

  2. Kleine Fuck-Anfrage

    Welche Begriffe in deutschen Behörden gefiltert werden

  3. Kindle Phone

    Neue Details zur 3D-Technik des Amazon-Smartphones

  4. Phishing-Mail

    BSI warnt vor BSI-Warnung

  5. Gesichtserkennung

    FBI sammelt Millionen Fotos von Unverdächtigen

  6. Truecrypt

    Bislang keine Hintertüren gefunden

  7. Gulp-Umfrage

    IT-Freelancer mit 6.150 Euro Gewinn im Monat

  8. OpenSSL

    OpenBSD mistet Code aus

  9. Menschenrechte

    Schärfere Exportkontrollen für Spähprogramme gefordert

  10. The Elder Scrolls Online

    Zenimax deaktiviert umstrittene Bezahlmethoden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Windows XP ade: Linux ist nicht nur ein Lückenfüller
Windows XP ade
Linux ist nicht nur ein Lückenfüller

Wenn der Support für Windows XP ausläuft, wird es dringend Zeit, nach einer sicheren und vor allem kostenlosen Alternative zu suchen. Linux ist dafür bestens geeignet. Bleibt nur noch die Qual der Wahl.

  1. Open Source Linux 3.15 startet in die Testphase
  2. Linux-Kernel LTO-Patch entfacht Diskussion
  3. Linux-Distribution Opensuse baut um und verschiebt Version 13.2

Facebook und Oculus Rift: Vier Prognosen zu Faceboculus
Facebook und Oculus Rift
Vier Prognosen zu Faceboculus

Der erste Shitstorm hat sich gelegt. Und Oculus gehört immer noch Facebook. Was ändert das jetzt? Und was bedeutet das für die Zukunft? Wer sich mit Entwicklern und Experten unterhält, der kann einige erste Schlüsse ziehen.

  1. Oculus Rift 25.000 Exemplare der neuen Dev-Kit-Version verkauft
  2. Developer Center Sicherheitslücke bei Oculus VR
  3. Oculus VR "Wir haben nicht so viele Morddrohungen erwartet"

Windows 8.1 Update 1 im Test: Ein lohnenswertes Miniupdate
Windows 8.1 Update 1 im Test
Ein lohnenswertes Miniupdate

Microsoft geht wieder einen Schritt zurück in die Zukunft. Mit dem Update 1 baut der Konzern erneut Funktionen ein, die vor allem für Mausschubser gedacht sind. Wir haben uns das Miniupdate für Windows 8.1 pünktlich zur Veröffentlichung angesehen.

  1. Microsoft Installationsprobleme beim Windows 8.1 Update 1
  2. Windows 8.1 Update 1 Wieder mehr minimieren und schließen
  3. Microsoft Windows 8.1 Update 1 vorab verfügbar

    •  / 
    Zum Artikel