Abo
  • Services:
Anzeige
Protagonistin Joule und einer ihrer Companions in "ReCore"
Protagonistin Joule und einer ihrer Companions in "ReCore" (Bild: Comcept Inc)

Recore: Mein Buddy, der Roboter

Protagonistin Joule und einer ihrer Companions in "ReCore"
Protagonistin Joule und einer ihrer Companions in "ReCore" (Bild: Comcept Inc)

Die Roboter übernehmen die Welt, wir müssen sie besiegen. Oder nicht? Neue Games wie Recore und Titanfall 2 versuchen sich an einer anderen Mensch-Maschine-Beziehung.

Bigdog ist eine Berühmtheit, halb Packesel, halb brummendes Rieseninsekt. Ein Youtube-Video aus dem Jahr 2008, in dem der Militärroboter durch ein Wäldchen tippelt, hat bis heute rund 17 Millionen Klicks gesammelt. Im Lauf der Jahre kamen noch weitere Roboterclips der Firma Boston Dynamics hinzu. Von Cheetah beispielsweise, der schneller rennt als Usain Bolt. Oder auch von Atlas, der auf zwei Beinen läuft und Lagerarbeiten verrichtet. Manche bejubelten in den Kommentaren den technischen Fortschritt. Andere quälte der Gedanke, von einem bewaffneten Bigdog durch den Wald gejagt zu werden.

Anzeige

Die Reaktionen bestätigen: Roboter haben ein Imageproblem, ganz gleich ob sie nun durch Wälder rennen, am Fließband ackern oder als tödliche Waffe bei Polizeieinsätzen dienen. Während die Gesellschaft über Roboterethik diskutiert, schreiben Games diese Diskussion fort - und beeinflussen sie dadurch selbst. Mit Recore, Titanfall 2 (28.10.) und Horizon Zero Dawn (2017) erscheinen gleich drei Großproduktionen, in denen Roboter eine tragende Rolle spielen.

Doch welches Bild vermitteln Roboter in Games eigentlich? Inszenieren sie die Machtübernahme der Maschinen, die Roboterapokalypsen à la Terminator und Matrix, vor der auch Stephen Hawking warnt? Oder sind künstliche Intelligenzen am Ende gar die Retter der Menschheit?

Robosaurier bevölkern die Welt

In bisherigen Spielen waren Roboter vor allem auf drei Rollen festgelegt. Sie dienten als lustige Sidekicks und Helfer (Borderlands, Ratchet & Clank), putzige Protagonisten (Machinarium, Grow Up) oder erbarmungslose Kampfmaschinen (Metal Gear, Wolfenstein). Wirklich spannend wurde ihr Auftritt eigentlich immer erst dann, wenn er Isaac Asimovs Robotergesetze von 1942 thematisierte. Zusammengefasst geht es in diesen Gesetzen darum, unter welchen Bedingungen Roboter menschlichen Befehlen gehorchen müssen - und dass sie ihre eigene Existenz im Zweifelsfall der menschlichen Unversehrtheit unterordnen müssen.

Im Rätselklassiker Portal von 2007 widersetzt sich die künstliche Intelligenz Glados diesen Gesetzen und jagt die Spieler durch sadistische Versuchsanordnungen. Dieser Showdown von Mensch und neurotischer Maschine erinnert streckenweise an das Duell, das der Astronaut Bowman mit dem Bordcomputer HAL 9000 in Stanley Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum führt. Das Horror-Adventure Soma aus dem vergangenen Jahr stellte die Frage, wie groß die Unterschiede zwischen Menschen und Maschinen eigentlich sind.

Die kommenden Titel Titanfall 2 und Horizon Zero Dawn greifen das Mensch-Maschine-Verhältnis noch einmal anders auf. Horizon Zero Dawn ist ein neues Spiele-Franchise, das erfolgreiche Elemente der jüngeren Spielegeschichte kombiniert: den Trend zu Dinosaurier-Games, das Open-World-Prinzip und Crafting. Die Dinos sind gigantische Roboter und beherrschen die Welt, die verbliebenen Menschen leben unter steinzeitlichen Bedingungen. Was die Apokalypse ausgelöst hat, zählt zu den Geheimnissen des Horizon-Plots.

Blechmonster mit Charakter

Titanfall 2 ist das Sequel des Shooter-Blockbusters von 2014, der Multiplayer-Schlachten um gigantische Kampfroboter anreicherte. Dieses Erfolgsrezept wird im zweiten Teil modifiziert. Das Spiel bietet nicht nur Onlineschlachten, sondern auch eine Solokampagne - und in der soll die Verbindung von Mensch und Maschine eine zentrale Rolle spielen.

Der Pilot des Titan-Roboters BT-7274 wird im Kampf getötet, daraufhin tut sich BT mit dem Söldner Jack Cooper zusammen, um weitere Schlachten zu schlagen. Im Lauf der Handlung verstärkt sich die Bindung von KI und Mensch, die Entwickler von Respawn Entertainment ziehen gar den Vergleich mit dem Buddy-Cop-Film Lethal Weapon. Im Dialog mit BT haben Spieler verschiedene Antwortmöglichkeiten, die Mensch-Maschine-Bindung soll mehr als nur ein Lückenfüller zwischen Actionszenen sein. Es ist der Versuch, die Blechmonster mit Charakter zu versehen.

Das soeben erschienene Recore (Xbox One, PC) ist eine Mischung aus beiden Ansätzen, kombiniert Roboterapokalypse und Buddy-Game. Schauplatz des Spiels ist der Wüstenplanet Far Eden, den die Menschen nach einer Katastrophe auf der Erde erschließen möchten. Dafür haben sie riesige Terraforming-Maschinen und intelligente Roboter gebaut. Als die Ingenieurin Joule aus dem Kälteschlaf erwacht, stellt sie allerdings fest, dass die anderen Menschen verschwunden sind und dass die Planetenoberfläche von Kampfrobotern beherrscht wird, die ihr nach dem Leben trachten.

Es sind allerdings nicht alle Maschinen böse. Unterstützung erfährt Joule von verschiedenen Robotern, etwa dem Roboterhund Mack, der wacker kämpft und Gegenstände aufspürt. Gemeinsam erkunden sie die Wüstenlandschaft, die von gigantischen Bauten und bizarren Felsformationen dominiert wird. Ein Funksignal deutet darauf hin, dass es irgendwo noch Menschen geben könnte.

Kein reiner Maschinenalbtraum 

eye home zur Startseite
Janquar 22. Sep 2016

Wieso Zukunft? Maschinen ersetzen doch schon allerorts die Menschen am Arbeitsplatz. Ich...

Kommentieren



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Robert Half Technology, Raum Hamburg
  2. Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg
  3. über Robert Half Technology, Großraum Düsseldorf
  4. Bosch Software Innovations GmbH, Immenstaad


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 399,00€ (Lieferung am 10. November)
  2. 299,00€
  3. 448,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Die Woche im Video

    Grüne Welle und grüne Männchen

  2. Systemd.conf 2016

    Pläne für portable Systemdienste und neue Kernel-IPC

  3. Smartphones und Tablets

    Bundestrojaner soll mehr können können

  4. Internetsicherheit

    Die CDU will Cybersouverän werden

  5. 3D-Flash-Speicher

    Micron stellt erweiterte Fab 10X fertig

  6. Occipital

    VR Dev Kit ermöglicht Roomscale-Tracking per iPhone

  7. XPG SX8000

    Adatas erste PCIe-NVMe-SSD nutzt bewährte Komponenten

  8. UBBF2016

    Telefónica will 2G-Netz in vielen Ländern abschalten

  9. Mögliche Übernahme

    Qualcomm interessiert sich für NXP Semiconductors

  10. Huawei

    Vectoring erreicht bald 250 MBit/s in Deutschland



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Swift Playgrounds im Test: Apple infiziert Kinder mit Programmiertalent
Swift Playgrounds im Test
Apple infiziert Kinder mit Programmiertalent
  1. Asus PG248Q im Test 180 Hertz erkannt, 180 Hertz gebannt

MacOS 10.12 im Test: Sierra - Schreck mit System
MacOS 10.12 im Test
Sierra - Schreck mit System
  1. MacOS 10.12 Sierra fungiert als alleiniges Sicherheitsupdate für OS X
  2. MacOS Sierra und iOS 10 Apple schmeißt unsichere Krypto raus
  3. Kaspersky Neue Malware installiert Hintertüren auf Macs

Android 7.0 im Test: Zwei Fenster für mehr Durchblick
Android 7.0 im Test
Zwei Fenster für mehr Durchblick
  1. Android-X86 Desktop-Port von Android 7.0 vorgestellt
  2. Android 7.0 Erste Nougat-Portierung für Nexus 4 verfügbar
  3. Android 7.0 Erste Nougat-Portierungen für Nexus 5 und Nexus 7 verfügbar

  1. Re: Wieder dieser SUV Mist

    moppi | 10:30

  2. Re: Blaues Licht? - Wohl kaum.

    jhp | 10:25

  3. Re: So eine Verschwendung von Steuergeldern

    marcelpape | 10:16

  4. Re: Achja:

    Emulex | 09:54

  5. Re: Das Auto könnte locker 600km schaffen...

    Niaxa | 09:53


  1. 09:02

  2. 08:01

  3. 19:24

  4. 19:05

  5. 18:25

  6. 17:29

  7. 14:07

  8. 13:45


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel