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Der Robotron Z1013
Der Robotron Z1013 (Bild: Holger Krull)

JKCEMU emuliert fast alles

Mittlerweile emuliert JKCEMU fast alle in der DDR produzierten Systeme. Auf der dazugehörigen Website findet sich eine beeindruckend lange Liste aller emulierten Rechner, der Polycomputer 880, die KC85-Reihe, in Computerzeitschriften vorgestellte Bastelcomputer wie der Hübler/Evert-MC und der Schachcomputer SC2. Interessanterweise gibt es dort auch einen ZX-Spectrum-Emulator, was Müller damit begründet, dass es in der DDR mehrere erfolgreiche Nachbauprojekte gab. Von diesen Vorhaben fand der Spectral offenbar eine vergleichsweise große Verbreitung, unter anderem da eine vollständige Kompatibilität zu einem 48 Kilobyte starken ZX gegeben und auch eine Erweiterung auf 128 Kilobyte möglich war.

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  • So sah das Startbild bei der Benutzung eines VC1541 am DDR-Einplatinen-Heimcomputer Robotron Z1013 aus. (Bild: Z1013-Rene)
  • Robotron A7100 (oben) und Robotron EC1834 (unten): die Versuche der DDR, die 16-Bit-Revolution mitzugestalten (Bild: Karsten Reichert/GNU FDL)
  • Der Robotron Z1013 war ein Mikrorechnerbausatz. (Bild: Holger Krull)
  • Die populären KC85-Systeme boten grafisch nur wenig: Zeichensatz des DDR-Heimcomputers Robotron KC 85/1. (Bild: Hans Wollny)
  • Der Polycomputer 880 hatte lediglich eine achtstellige Siebensegmentanzeige, sprich: statt eines Bildschirms ein Display, das an eine Digitaluhr erinnerte. (Bild: Florian Schäffer/CC BY-SA 4.0)
  • Der Prozessor U880 war ein Plagiat der Z80-CPU und in fast allen DDR-Kleincomputern verbaut. (Bild: Appaloosa/CC BY-SA 3.0)
  • Die Software JKCEMU emuliert auch den Schachcomputer SC2. (Bild: Erdmann Schleinitz/CC BY-SA 3.0)
  • 1986 startete die Serienproduktion des Arbeitsplatzcomputers A 7100. (Bild: Bundesarchiv/CC BY-SA 3.0)
  • Der Kleincomputer Robotron KC 87 wurde ab 1987 hergestellt und mit der Programmiersprache Basic ausgeliefert. (Bild: Torsten Paul (Tp3)/CC BY-SA 2.5)
  • Der DDR-Heimcomputer KC 85/2 wurde 1984 erstmals vorgestellt. (Bild: Enrico Grämer)
  • KC 85/3 mit KC-85/4-Gehäuseschale, Zusatzmodulen und einer grauen KC-85/4-Tastatur (Bild: Wikipedia.org/GFDL + CC-BY-2.0)
Der DDR-Heimcomputer KC 85/2 wurde 1984 erstmals vorgestellt. (Bild: Enrico Grämer)

Ein weiterer Emulator ist KCemu von Torsten Paul, der ebenfalls zahlreiche DDR-Systeme sowie zusätzliche Hardware abbildet. Hilfreich bei der Emulatorentwicklung war sicherlich die Dominanz der Z80-CPU beziehungsweise ihres Plagiats U880, da dieser wohl erfolgreichste 8-Bit-Chip aller Zeiten nicht nur weit verbreitet und damit entsprechend vertraut und umfassend dokumentiert, sondern demzufolge auch gut zu programmieren ist.

Zudem fand man in fast allen DDR-Kleincomputern nur den U880, so dass ein Emulator, der diesen Chip abbildet, automatisch viele verschiedene Systeme abdeckt und damit einen umfassenden Blick in die DDR-Computergeschichte ermöglicht.

Das Scheitern an der 16-Bit-Revolution...

Auch im Falle der 16-Bit-Maschinen hilft heute ein Emulator weiter; die DDR hat nämlich sogar noch versucht, die 16-Bit-Revolution mitzugestalten - allerdings mit noch geringerem Erfolg als bei den 8-Bit-Rechnern. Erwähnenswert sind hierbei zwei Rechner von Robotron, der A7100 und der EC1834. Mit dem A7100 erschien 1985 der erste serienmäßige 16-Bit-PC der DDR, erhältlich in zwei Varianten: einmal mit einem halben Megabyte RAM und einer Grafikkarte, die mit 640 x 400 Pixeln eine solide Leistung auf den Bildschirm brachte, sowie in einer Nur-Text-Ausstattung, die sich zwar auf wenig begeisternde 80 x 25 Zeichen beschränkte, dafür - aufgrund der fehlenden Grafikkarte und des dadurch gewonnenen Steckplatzes - aber bis zu 768 Kilobyte RAM aufnahm.

Es existierten mehrere Betriebssysteme wie das CP/M-kompatible SCP1700, das Unix-kompatible, aber eher selten anzutreffende MUTOS und das für die Steuerung von Maschinen geeignete BOS 1810. Man dürfte nicht falsch liegen, wenn man der DDR mit diesem Rechner einen Angriff auf weit verbreitete Westsysteme wie die damals populären IBM-PCs unterstellt, zumal dieser Büroeinsatz auch der offensichtliche Haupteinsatzzweck des A7100 war. Besonders seine grafischen Fähigkeiten fanden seinerzeit großen Zuspruch, wenngleich der Preis mit gut 60.000 Mark natürlich den Verkauf an Otto Normaluser effizient verhinderte - das durchschnittliche Bruttojahreseinkommen eines DDR-Bürgers betrug 1985 gut 13.000 Mark.

 Lernen und Basteln statt Spielen und ToolsZum Scheitern verurteilt, von Fans verewigt 

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rm2 07. Sep 2015

Hallo Trollversteher, warum wurden vom Autor dann A7100 und 1834 angesprochen? Vom Autor...

rm2 07. Sep 2015

Hallo Oktavian, es ist deutlich erkennbar, das Dir die Funktionen und Abläufe innerhalb...

Trollversteher 07. Sep 2015

Nicht dass ich den sowjets ihre Leistungen klein reden möchte, aber die Grundlagen zu...

Trollversteher 07. Sep 2015

Naja, der KC85/4 kam wann auf den Markt? 1989? Da waren ZX Sinclair und C16 (der ja auch...

Arkarit 01. Sep 2015

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