Raumfahrt Test eines neuen russischen Dockingsystems fehlgeschlagen

Der erste Test des neuen, russischen Systems zum Andocken an die ISS ist fehlgeschlagen. Als das System aktiviert werden sollte, kam es zu einer Fehlfunktion. Das Andockmanöver des mit dem System ausgestatteten Raumtransporters wird voraussichtlich am Wochenende wiederholt.

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Ein Andockmanöver der russischen Raumfähre Progress M-15M an die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS) ist in der Nacht zum Dienstag gescheitert. Grund war ein technischer Fehler in einem neuen Dockingsystem der Raumfähre.

Weniger Energie

Das Manöver war für kurz vor vier Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit Dienstagmorgens geplant. Dabei sollte das System Kurs-NA getestet werden. Das ist eine verbesserte Version des Dockingsystems Kurs, das automatisches Andocken eines Raumtransporters an die ISS erleichtern soll. Das System hat eine bessere Elektronik. Andockmanöver sollen dadurch sicherer werden und weniger Energie kosten.

  • Der russische  Raumtransporter Progress M-15M kurz nach der Trennung von der Internationalen Raumstation am 22.7.2012 (Bild: Nasa/Screenshot: Golem.de)
Der russische Raumtransporter Progress M-15M kurz nach der Trennung von der Internationalen Raumstation am 22.7.2012 (Bild: Nasa/Screenshot: Golem.de)

Das Manöver musste jedoch abgebrochen werden, twitterte die Nasa. Den Abbruch löste offensichtlich das Kurs-NA-System aus, teilte die US-Weltraumbehörde später mit.

Automatischer Abbruch

Die Prozedur sei bis zu dem Zeitpunkt normal verlaufen, da Kurs-NA aktiviert werden sollte. Als die entsprechenden Kommandos übermittelt wurden, sei eine Fehlfunktion angezeigt worden. Daraufhin sei die Aktion automatisch abgebrochen worden und der von der Nasa als Progress 47 bezeichnete Raumtransporter habe sich in eine sichere Entfernung von der Station zurückgezogen.

Progress M-15M war im April mit Versorgungsgütern zur ISS geflogen. Für den Test des Kurs-NA-Systems war das unbemannte Raumfahrzeug am 22. Juli von der ISS getrennt worden. Es hielt sich ca. 24 Stunden in einer Entfernung von rund 160 Kilometern von der ISS auf, bevor es am 23. Juli den erneuten Anflug an die USS startete.

Neuer Versuch nach HTV-3-Docking

Ein neuer Versuch könnte laut Nasa im Laufe des heutigen Dienstags gestartet werden. Da sich allerdings der unbemannte japanische Raumtransporter H-2 Transfer Vehicle 3 (HTV-3) im Anflug auf die ISS befinde, sei es wahrscheinlich, dass der zweite Versuch erst gestartet werde, wenn dieser an die Station angedockt sei.

HTV-3 war am 21. Juli 2012 vom Raketenstartplatz auf der japanischen Insel Tanegashima aus gestartet und soll die ISS am 27. Juli erreichen. Das Andockmanöver von Progress könnte am Tag darauf stattfinden. Nach Beendigung der Mission wird der mit Abfällen von der ISS beladene Raumtransporter beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühen.


YoungManKlaus 25. Jul 2012

währen das teil in der erdatmosphäre verglüht, ist das doch sehr kontrolliert...

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