Astronaut beim Weltraumspaziergang: vorübergehende Sehstörungen
Astronaut beim Weltraumspaziergang: vorübergehende Sehstörungen (Bild: Nasa)

Raumfahrt Schwerelosigkeit kann das Gehirn von Astronauten verändern

US-Mediziner haben Astronauten nach längeren Aufenthalten auf der ISS untersucht. Dabei stellten sie Veränderungen an deren Gehirn und am Sehsystem fest.

Anzeige

Ein längerer Aufenthalt im Weltraum kann das Gehirn verändern und das Sehvermögen eines Menschen einschränken. Das haben medizinische Untersuchungen an Astronauten ergeben, die längere Zeit im Weltraum waren.

108 Tage im Weltraum

Einige ISS-Astronauten hätten über vorübergehende Sehstörungen geklagt, deren Ursache bislang ungeklärt sei, berichtet William Tarver, Leiter der Flight Medicine Clinic der Nasa. Mediziner um Larry Kramer von der Universität des US-Bundesstaates Texas in Houston untersuchten daraufhin mit Hilfe von Magnetresonanztomographie (MRT) die Augen und Gehirne von 27 Astronauten. Die Probanden hatten im Durchschnitt 108 Tage an Bord eines Spaceshuttles oder der Internationalen Raumstation (ISS) verbracht.

Bei neun Astronauten waren die Zellen rund um den Sehnerv erweitert. Bei sechs von ihnen war die Rückseite des Augapfels abgeflacht. Vier Probanden zeigten eine Schwellung des Sehnervs und bei drei Raumfahrern war es zu einer Veränderung der Hypophyse gekommen.

Erkenntnisse für Patienten auf der Erde

Die Veränderungen ähnelten denen, die auch bei Patienten mit erhöhtem Hirndruck auftreten, sagte Kramer. "Die physiologischen Veränderungen, die die Schwerelosigkeit auslöst, können Wissenschaftlern dabei helfen, die Mechanismen zu verstehen, die erhöhten Hirndruck bei Patienten, die keine Weltraumflüge unternehmen, auslösen."

Diese Veränderungen im Gehirn durch die Schwerelosigkeit, die die Forscher in der Fachzeitschrift Radiology beschreiben, seien "ein hypothetischer Risikofaktor und eine mögliche Beschränkung für lange Raumfahrtmissionen", sagte Kramer. Bisher war nur bekannt, dass längere Ausflüge ins All schädlich für Knochen und Muskeln sind.


M.P. 17. Mär 2012

Hmm, selbst bei einem Flug am Äquator in Drehrichtung der Erde ist diese Geschwindigkeit...

fratze123 15. Mär 2012

die russen schon.

genab.de 15. Mär 2012

ich dachte immer die Sehprobleme kommen vom Kernreaktor vom Russischen Modul. Die...

booyakasha 15. Mär 2012

+1

omo 15. Mär 2012

Ganz vergessen: die kamen noch nicht mal von der Sonne.

Kommentieren



Anzeige

  1. Referenten im Bereich Reporting (m/w)
    BASF Services Europe GmbH, Berlin
  2. Traineeprogramm mit dem Schwerpunkt IT
    EWE Aktiengesellschaft, Oldenburg
  3. IT-Projektmanager (m/w)
    ckc ag, Braunschweig/Wolfsburg
  4. .NET Entwickler (m/w)
    Palmer Hargreaves GmbH, Köln

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. Tomb Raider: Anniversary PC Download
    4,99€
  2. VORBESTELLBAR: Star Wars Battlefront (PC/PS4/Xbox One)
    ab 59,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie) - Release 19.11.
  3. Wolfenstein: The Old Blood
    19,99€ (Release 08.05.)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Internetballons

    Start von Project Loon rückt näher

  2. Digitale Audio Workstation

    Ardour 4.0 läuft unter Windows

  3. Hydradock

    Elf Ports für das Macbook 12

  4. Ramstein

    USA sollen Drohnenkrieg von Deutschland aus steuern

  5. GTA 5 im Technik-Test

    So sieht eine famose PC-Umsetzung aus

  6. 3D-Drucker

    Makerbot entlässt 20 Prozent seiner Mitarbeiter

  7. Negativauszeichnung

    Lauschende Barbie erhält Big Brother Award

  8. Bemannte Raumfahrt

    Russland will bis 2023 eigene Raumstation bauen

  9. Windows 10 für Smartphones

    Office-Universal-App kommt noch im April

  10. Keine Science-Fiction

    Mit dem Laser gegen Weltraumschrott



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Vindskip: Das Schiff der Zukunft segelt hart am Wind
Vindskip
Das Schiff der Zukunft segelt hart am Wind
  1. Volvo Lifepaint Reflektorfarbe aus der Dose schützt Radfahrer
  2. Munin Moderne Geisterschiffe brauchen keinen Steuermann
  3. Globales Transportnetz China will längsten Tunnel am Meeresgrund bauen

Raspberry Pi im Garteneinsatz: Wasser marsch!
Raspberry Pi im Garteneinsatz
Wasser marsch!
  1. Onion Omega Preiswertes Bastelboard für OpenWrt
  2. GCHQ Bastelnde Spione bauen Raspberry-Pi-Cluster
  3. MIPS Creator CI20 angetestet Die Platine zum Pausemachen

Axiom Verge im Test: 16 Bit für Genießer
Axiom Verge im Test
16 Bit für Genießer
  1. Alienation angespielt Zerstörungsorgie von den Resogun-Machern
  2. Test Mushroom Men Der Knobelpilz und die dicke Prinzessin
  3. The Witness Ex-Indie-Millionär nimmt Kredit für nächstes Projekt auf

  1. Re: Gibt es GTA5 auch auf Deutsch?

    Wander | 00:43

  2. Was bringt es UNS, wenn es Google gehört?

    stefanreich | 00:42

  3. Re: für Kinder

    der kleine boss | 00:41

  4. Re: Einfach selber Fotos machen!

    NeoXolver | 00:33

  5. Re: Problem ist der Käufer

    Darktrooper | 00:21


  1. 17:54

  2. 16:33

  3. 15:56

  4. 13:37

  5. 12:00

  6. 11:05

  7. 22:59

  8. 15:13


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel