Raumfahrt: Privatinitiative will Teleskop auf den Mond schießen
Mondobservatorium Ilo: Ilo-X für den Google Lunar X-Prize (Bild: Iloa/Moon Ex)

Raumfahrt Privatinitiative will Teleskop auf den Mond schießen

In wenigen Jahren könnte das erste private Mondteleskop zum Südpol des Mondes starten. Um das Jahr 2016 wollen das Raumfahrtunternehmen Moon Ex und die Initiative Iloa das Observatorium, bestehend aus einem optischen und einem Radioteleskop, auf den Weg bringen.

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SpaceX-Chef Elon Musk sowie einige andere Unternehmer träumen von einer privat finanzierten Mission zum Mars. So weit wollen die International Lunar Observatory Association (Iloa) und Moon Express (Moon Ex) nicht: Die beiden Partner wollen in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts eine kleine Beobachtungsstation zum Mond schießen.

  • Künstlerische Darstellung des Mondobservatoriums Ilo. Rechts ist einer der Mondroboter zu sehen, die Moon Ex plant. (Bild: Iloa/Moon Ex)
Künstlerische Darstellung des Mondobservatoriums Ilo. Rechts ist einer der Mondroboter zu sehen, die Moon Ex plant. (Bild: Iloa/Moon Ex)

International Lunar Observatory 1 (Ilo-1) besteht aus einem Radioteleskop mit einer zwei Meter langen Antenne und einem optischen Teleskop. Es werde das erste Instrument, mit dem Beobachtungen von der Mondoberfläche aus durchgeführt werden könnten, kündigen die Iloa und Moon Ex an.

Sonniger Südpol

Ilo soll in der Region des lunaren Südpols aufgestellt werden. Dort ist es praktisch immer hell, was es erleichtert, das Observatorium über Solarzellen mit Energie zu versorgen. Von diesem Standort aus hat das Teleskop einen Blick auf die Milchstraße, der nicht durch die Erdatmosphäre gestört wird. Der Start des Mondteleskops ist zwischen 2016 und 2018 anberaumt.

Der Initiator, die International Lunar Observatory Association, ist ein nicht auf Gewinn ausgerichtetes Projekt, das von dem Unternehmer Steve Durst gegründet wurde. Zu den Unterstützern gehören unter anderem Weltraumveteran John Young, Kommandant der Apollo-16-Mission und mehrfacher Spaceshuttle-Pilot, sowie Ziyuan Ouyang, der wissenschaftliche Leiter des chinesischen Mondprogramms.

Partner ist das Raumfahrtunternehmen Moon Ex, das unbemannte Raumfahrzeuge bauen und damit den Mond erkunden will. Das Unternehmen ist auch für die Nasa tätig: Moon Ex entwickelt für die US-Raumfahrtbehörde ein Mondlandefahrzeug.

Moon Ex und der Lunar X-Prize

Außerdem beteiligt sich Moon Ex am Google Lunar X-Prize, einem von Google und der X-Prize Foundation ausgeschriebenen Raumfahrtwettbewerb. Ziel des 2008 ausgerufenen Wettbewerbs ist, einen Roboter auf den Mond zu bringen. Nach einer weichen Landung muss sich dieser mindestens 500 Meter vom Landeplatz entfernen, Bilder und Videos aufnehmen und sie zur Erde funken.

Im Mai haben Moon Ex und Iloa angekündigt, dass Moon Ex Wettbewerbsroboter mit Ilo-X ausgestattet hat. Das ist ein optisches Zehn-Zentimeter-Teleskop.


zenker_bln 20. Jul 2013

Deswegen muß er sich ja drehen! denn wenn er sich nicht drehen würde, würde man an...

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