Raumfahrt: Planetary Resources stellt Weltraumteleskop vor

Ausschau zu halten nach rohstoffreichen Asteroiden ist das Spezialgebiet des Weltraumteleskops Arkyd-100. Das US-Unternehmen Planetary Resources hat nun einen Prototyp des Miniteleskops vorgestellt.

Anzeige

Planetary Resources hat einen Prototyp seines Weltraumteleskops vorgestellt. Mit dem Teleskop will das Unternehmen nach Asteroiden suchen, auf denen Rohstoffe abgebaut werden können. Der Start des ersten Teleskops ist für 2014 geplant.

Das Weltraumteleskop ist knapp einen Meter groß und wiegt nur elf Kilogramm. Dabei ist das größte Element die optische Einheit, mit der das Teleskop den Weltraum beobachtet. Daneben verfügt Arkyd-100 über ein zusätzliches Paket an Sensoren, das an der Seite angebracht ist, sowie über ein Gehäuse für die Bordelektronik. Mit Energie wird das Weltraumteleskop von zwei Solarmodulen versorgt, die im Betrieb ausgeklappt werden.

Laserkommunikation

Das Miniweltraumteleskop kommuniziere mit der Erde per Laser, erklärt Chris Lewicki, Technikchef und Chief Asteroid Miner bei dem US-Unternehmen. Die Kommunikationssysteme, die andere Raumfahrzeuge nutzten, seien für ihres nicht geeignet - sie seien so groß wie das ganze Arkyd-100. Lewicki hat früher an den Marsprojekten der Nasa mitgearbeitet.

  • Das Konzept für den Abbau von Rohstoffen im Weltraum. (Grafik: Planetary Resources)
Das Konzept für den Abbau von Rohstoffen im Weltraum. (Grafik: Planetary Resources)

An laserbasierter Kommunikation arbeitet nicht nur Planetary Resources. Auch die US-Raumfahrtbehörde Nasa beschäftigt sich damit. Erst kürzlich hat sie per Laser das Bild der Mona Lisa auf die Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) übertragen. Planetary Resources entwickle für die Nasa an optischer Kommunikation mit, sagt Lewicki.

Metalle und Wasser

Das im vergangenen Jahr gegründete Unternehmen Planetary Resources plant, künftig auf Asteroiden Rohstoffe wie Platin, Ruthenium, Rhodium, Palladium oder Osmium sowie Wasser abzubauen.

Planetary Resources ist aus dem Weltraumunternehmen Arkyd Astronautics hervorgegangen. Es wolle möglichst viel der nötigen Technik selbst entwickeln, sagt Lewicki. "Unser Ziel ist es, einen Prozess zu entwickeln, der es ermöglicht, dass wenige Mitarbeiter ein Raumfahrzeug in sehr kurzer Zeit fertigstellen. Weniger Leute und kürzere Zeit bedeuten geringere Kosten." Beim Bau des Arkyd-100 werden auch 3D-Druck-Verfahren verwendet: Das Gehäuse für die Bordelektronik etwa kommt aus dem 3D-Drucker.

Prominente Unterstützung

Zu den Gründern von Planetary Resources gehört Peter Diamandis, Vorsitzender der X-Prize-Foundation. Beteiligt sind unter anderem Regisseur James Cameron, Google-Gründer Larry Page, der ehemalige Google-Chef Eric Schmidt, Charles Simonyi, Gründer von Microsoft Research und des Softwareunternehmens Intentional Software und Ross Perot Jr., Sohn des US-Industriellen Ross Perot.

Konkurrenz gibt es für Planetary Resources jedoch auch: Deep Space Industries will ebenfalls Rohstoffe auf erdnahen Asteroiden abbauen. Das Unternehmen geht davon aus, dass in einem Jahrzehnt mit dem Abbau begonnen werden kann.


Kommentieren



Anzeige

  1. Referent (m/w) Lernmanagementsysteme mit Schwerpunkt IT-Fachkonzeption
    Gothaer Finanzholding AG, Köln
  2. Systemtechniker/-in im Network Management Center
    M-net Telekommunikations GmbH, München
  3. Informatiker/in
    Lechwerke AG, Augsburg
  4. Business Analyst / Projekt Manager (m/w)
    Parts Europe GmbH, Wasserliesch bei Trier

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  2. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  3. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  4. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  5. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  6. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  7. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  8. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  9. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben

  10. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Digitalkamera: Panono macht Panoramen im Flug
Digitalkamera
Panono macht Panoramen im Flug

Wenn Jonas Pfeil ein Panorama aufnimmt, stellt er nicht Kamera, Stativ und Panoramakopf auf, sondern wirft einen Ball in die Höhe. Um das Panorama anschließend zu betrachten, hantiert er mit einem Tablet. Der Berliner hat Golem.de seine Entwicklung erklärt.

  1. Lytro Illum Neue Lichtfeldkamera für Profis
  2. Nachfolger von Google Glass Google patentiert Kontaktlinsen mit Kameras
  3. Pentax 645Z Mittelformatkamera mit 51 Megapixeln und ISO 204.800

Windows XP ade: Linux ist nicht nur ein Lückenfüller
Windows XP ade
Linux ist nicht nur ein Lückenfüller

Wenn der Support für Windows XP ausläuft, wird es dringend Zeit, nach einer sicheren und vor allem kostenlosen Alternative zu suchen. Linux ist dafür bestens geeignet. Bleibt nur noch die Qual der Wahl.

  1. Freedesktop-Summit Desktops erarbeiten gemeinsam Wayland und KDBus
  2. Open Source Linux 3.15 startet in die Testphase
  3. Linux-Kernel LTO-Patch entfacht Diskussion

First-Person-Walker: Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?
First-Person-Walker
Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

Walking-Simulator-Spiele nennen sie die einen, experimentelle Spiele die anderen. Rainer Sigl hat einen neuen Begriff für das junge Genre der atmosphärisch dichten Indie-Games erfunden: First-Person-Walker - Spiele aus der Ich-Perspektive mit wenig Gameplay.

  1. Flappy 48 Zahlen statt Vögel
  2. Deadcore Indiegames-Turmbesteigung für PC, Mac und Linux
  3. A Maze 2014 Tanzen mit der Perfect Woman

    •  / 
    Zum Artikel