Raumfahrt Dragon kommt zurück zur Erde

Die Raumfähre Dragon ist am Donnerstagmorgen von der ISS abgekoppelt worden. Um 17:42 Uhr unserer Zeit hat sie im Pazifik gewassert.

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Dragon, die Raumkapsel des US-Weltraumunternehmens Space Exploration Technologies (SpaceX), hat ihre Mission auf der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) beendet und ist zur Erde zurückgekehrt.

Um 10:07 Uhr unserer Zeit heute Morgen wurde die Kapsel von der ISS abgedockt. Der Roboterarm der Station schwenkte die Dragon von der Station weg und ließ sie um 11:49 Uhr endgültig los. Um 17:42 Uhr wasserte das Raumfahrzeug etwa 400 Kilometer vor der kalifornischen Küste im Pazifik, twitterte die US-Weltraumbehörde Nasa.

Flug der Dragon

Die Dragon war am 22. Mai 2012 an Bord einer ebenfalls von SpaceX entwickelten Falcon-9-Trägerrakete vom Startplatz Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus gestartet. Am Nachmittag des 25. Mai fing der Roboterarm der ISS die Fähre ein. Zwei Stunden später war das Andockmanöver abgeschlossen.

Die Dragon hat 460 Kilogramm Versorgungsgüter zur ISS gebracht. Auf dem Rückweg bringt sie etwa 590 Kilogramm nicht mehr benötigte Gegenstände sowie wissenschaftliche Experimente mit zur Erde. Es war der erste private Versorgungsflug zur ISS. Aus Sicherheitsgründen war die Dragon unbemannt, ihre Fracht für die Astronauten nicht lebenswichtig. Künftig soll die Dragon auch Astronauten zur ISS bringen.

SNC testet Raumfähre

Die Konkurrenz ist unterdessen nicht untätig: Das US-Unternehmen Sierra Nevada Corporation (SNC) hat am 29. Mai 2012 einen Test mit seinem Raumfahrzeug Dream Chaser durchgeführt: Ein Modell in Originalgröße wurde von einem Hubschrauber in die Luft transportiert und dann wieder am Boden abgesetzt. Es war der erste Flugtest mit einem Dream Chaser in Originalgröße. Eine erste unbemannte Landung ist für diesen Sommer geplant.

Wie SpaceX nimmt auch SNC an dem Commercial Crew Development (CCDev) der Nasa teil, in dessen Rahmen Privatunternehmen Raumfahrzeuge für die Versorgung der ISS entwickeln. Dafür hat die Nasa Boeing, SNC, SpaceX und dem von Amazon-Chef Jeff Bezos gegründeten Unternehmen Blue Origin im vergangenen Jahr 270 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt.


Tou 01. Jun 2012

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