Anzeige
Raumstation ISS (mit angedocktem Spaceshuttle, 2011): 3D-Drucker bei Parabelflügen getestet
Raumstation ISS (mit angedocktem Spaceshuttle, 2011): 3D-Drucker bei Parabelflügen getestet (Bild: Nasa)

Raumfahrt: Die ISS bekommt einen 3D-Drucker

Raumstation ISS (mit angedocktem Spaceshuttle, 2011): 3D-Drucker bei Parabelflügen getestet
Raumstation ISS (mit angedocktem Spaceshuttle, 2011): 3D-Drucker bei Parabelflügen getestet (Bild: Nasa)

Im kommenden Jahr will die US-Raumfahrtbehörde einen 3D-Drucker auf die Internationale Raumstation schicken. Mit dem Gerät sollen Astronauten verlorene oder kaputte Ersatzteile nachbauen.

Was tun, wenn auf der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) etwas kaputtgeht? Mal eben im Laden um die Ecke Ersatz besorgen, ist schwierig. Statt auf Nachschub von der Erde zu warten, sollen sich die Astronauten künftig selbst behelfen: mit einem 3D-Drucker.

Im Juni 2014 wird die US-Raumfahrtbehörde Nasa einen 3D-Drucker zur ISS schicken. Den Drucker liefert das US-Unternehmen Made in Space. Er baut per Schmelzschichtung (Fused Deposition Modeling, FDM) Gegenstände aus Polymer und anderen Kunststoffen auf.

Anzeige

Drucken ohne Schwerkraft

Eine Besonderheit ist, dass der Drucker - anders als auf der Erde - ohne Schwerkraft auskommen muss. Made in Space hat den Drucker mehrfach auf Parabelflügen getestet. Dabei wird im Sturzflug für kurze Zeit ein Zustand von annähernder Schwerelosigkeit erreicht.

Bei den Parabelflügen habe sich gezeigt, dass der Drucker bei weitgehender Schwerelosigkeit wie vorgesehen arbeite, sagt Jason Dunn, Technikchef von Made in Space. Das Unternehmen aus Kalifornien hat kürzlich die Zulassung für den Flug zur ISS bekommen. Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX wird das Gerät zu ISS transportieren.

In Star-Trek-Manier

Mit einem 3D-Drucker könnten die Astronauten Gegenstände herstellen - wie bei Star Trek, sagt Timothy Creamer. Diese Möglichkeit, Teile bei Bedarf vor Ort auf der ISS selbst zu bauen, statt darauf warten zu müssen, dass sie von der Erde nachgeliefert werden, sei ein großer Vorteil, erklärt der Astronaut, der 2001 und 2009 auf der ISS war.

Die Besatzungsmitglieder verlören immer wieder Teile - ein Beispiel seien Sechskantmuttern, die dauernd gebraucht würden. Andere gingen kaputt. Diese könnten die Astronauten dann schnell ersetzen. Sie könnten aber nützliche neue Teile bauen.

Wenn etwas kaputtgehe, müssten die Astronauten lange auf Ersatz warten, ergänzt Niki Werkheiser von der Nasa. Die Alternative wäre, Ersatzteile in großer Anzahl zur Station mitzuschicken. Das aber würde bedeuten, auf Verdacht große Menge Material ins Weltall zu transportieren. Ein 3D-Drucker soll hier Abhilfe schaffen.


eye home zur Startseite
quadronom 15. Aug 2013

Perfekt, um die da oben alle zu vergiften. Der 3D-Drucker an meiner Uni musste wieder...

kman 14. Aug 2013

Na hätten die so einen 3D-Drucker mal auf der Apollo 13 gehabt. Die hätten sich das...

der minister 14. Aug 2013

Och, meine Klobrille ist auch mit Plastikmuttern befestigt, und hält schon ewig. Kommt...

Charles Marlow 14. Aug 2013

"When those other companies aren't brave of foolhardy enough to go, trust Planet Express...

Anonymer Nutzer 14. Aug 2013

Hrhr, klar. Ist dir nie mal beim Basteln ne Mutter davon geflippt? Klar, daran ist...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT Application Consultant (m/w) SAP FI/CO
    Viega GmbH & Co. KG, Attendorn
  2. IT System- und Prozessberater/-in
    Daimler AG, Ludwigsfelde
  3. IT-Service Mitarbeiter (m/w)
    DATAGROUP Köln GmbH, Düsseldorf
  4. Spezialist (m/w) SAP SD
    Continental AG, Eschborn

Detailsuche



Anzeige
Top-Angebote
  1. JETZT VERFÜGBAR: Overwatch - Origins Edition - [PC]
    59,00€
  2. JETZT VERFÜGBAR: Total War: WARHAMMER
    54,99€
  3. TIPP: Zotac Geforce GTX970
    259,00€ (Vergleichspreis: 290,04€)

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Hyperloop

    HTT will seine Rohrpostzüge aus Marvel-Material bauen

  2. Smartwatches

    Pebble 2 und Pebble Time 2 mit Pulsmesser

  3. Kickstarter

    Pebble Core als GPS-Anhänger für Hacker und Sportler

  4. Virtual Reality

    Facebook kauft Two Big Ears für 360-Grad-Sound

  5. Wirtschaftsminister Olaf Lies

    Beirat der Bundesnetzagentur gegen exklusives Vectoring

  6. Smartphone-Betriebssystem

    Microsoft verliert stark gegenüber Google und Apple

  7. Onlinehandel

    Amazon startet eigenen Paketdienst in Berlin

  8. Pastejacking im Browser

    Codeausführung per Copy and Paste

  9. Manuela Schwesig

    Familienministerin will den Jugendschutz im Netz neu regeln

  10. Intels Compute Stick im Test

    Der mit dem Lüfter streamt (2)



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Traceroute: Wann ist ein Nerd ein Nerd?
Traceroute
Wann ist ein Nerd ein Nerd?

Formel E: Monaco-Feeling beim E-Prix in Berlin-Mitte
Formel E
Monaco-Feeling beim E-Prix in Berlin-Mitte
  1. Hewlett Packard Enterprise "IT wird beim Autorennen immer wichtiger"
  2. Roborace Roboterrennwagen fahren mit Nvidia-Computer
  3. Elektromobilität BMW und Nissan wollen in die Formel E

Moto G4 Plus im Hands On: Lenovos sonderbare Entscheidung
Moto G4 Plus im Hands On
Lenovos sonderbare Entscheidung
  1. Android-Smartphone Lenovos neues Moto G gibt es gleich zweimal
  2. Motorola Aktionspreise für aktuelle Moto-Smartphones

  1. Re: Notausstieg möglich ?

    Kleine Schildkröte | 01:12

  2. Re: Scramjet?

    486dx4-160 | 01:09

  3. Re: Ahoj! Vernunft in Sicht!

    Nogul | 01:07

  4. Re: Verschandelung gibt's schon überall

    DrWatson | 01:02

  5. Telekomik

    bombinho | 00:54


  1. 19:01

  2. 18:03

  3. 17:17

  4. 17:03

  5. 16:58

  6. 14:57

  7. 14:31

  8. 13:45


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel