Raumfahrt: Curiosity findet kaum Methan in der Marsatmosphäre
Marsrover Curiosity: Sand wie auf Hawaii (Bild: Nasa/JPL-Caltech/Malin Space Science Systems)

Raumfahrt Curiosity findet kaum Methan in der Marsatmosphäre

Die Atmosphäre am Standort des Marsrovers Curiosity enthält wenig bis kein Methan. Dessen Vorkommen kann ein Indiz für Leben sein. Dafür hat Curiosity erstaunliche Erkenntnisse über den Marsboden gesammelt.

Anzeige

Gab es Leben auf dem Mars? Das ist eine der Fragen, die der Marsrover Curiosity beantworten soll. Seine letzten Untersuchungsergebnisse legen nahe, dass der Planet seit jeher unbewohnt war.

  • Selbstportät des Marsrovers Curiosity. Es ist aus 55 Einzelaufnahmen zusammengesetzt, die der Mars Hand Lens Imager (MAHLI) am 31. Oktober 2012 aufgenommen hat. (Foto: NASA/JPL-Caltech/Malin Space Science Systems)
Selbstportät des Marsrovers Curiosity. Es ist aus 55 Einzelaufnahmen zusammengesetzt, die der Mars Hand Lens Imager (MAHLI) am 31. Oktober 2012 aufgenommen hat. (Foto: NASA/JPL-Caltech/Malin Space Science Systems)

Curiosity hat mit dem Tunable Laser Spectrometer (TLS) die Marsatmosphäre untersucht. Dabei stellte der Rover als Obergrenze eine Konzentration von nur wenigen Anteilen Methan pro Milliarden Anteilen Atmosphäre fest. Der Anteil könnte aber auch bei null liegen, erklärt die US-Weltraumbehörde Nasa.

Diese Messungen seien die genauesten, die bisher auf der Suche nach Methan auf dem Mars gemacht wurden. Methan in der Atmosphäre kann ein Hinweis auf Leben sein. Auf der Erde kann die Kohlenwasserstoffverbindung aber auch durch nichtbiologische Prozesse entstehen. 2003 hatten Wissenschaftler mit Teleskopen von der Erde aus Methan in größerer Konzentration auf dem Mars ausgemacht.

Wenig bis kein Methan

Methan sei im Gale-Krater, dem Standort von Curiosity, falls überhaupt, nicht in großen Mengen vorhanden, kommentierte Chris Webster, der beim Jet Propulsion Laboratory der Nasa für das TLS-Instrument zuständig ist. Er glaubt aber, die Marsatmosphäre könnte noch Überraschungen bereithalten.

Curiosity hat die Marsatmosphäre außer mit TLS auch noch mit einem Massenspektrometer untersucht. Letzterer analysiert alle Gase in der Atmosphäre, TLS dient speziell der Suche nach Methan und Kohlendioxid. Beide Instrumente gehören zum Sample Analysis at Mars (SAM), dem schwersten und leistungsfähigsten Instrument des Rovers.

Rocknest ist wie Hawaii

Curiosity hatte dieser Tage auch die Beschaffenheit des Bodens untersucht. Dabei kam heraus, dass der Sand an Curiositys aktuellem Standort, der die Bezeichnung Rocknest trägt, dem Sand auf der Inselgruppe Hawaii ähnelt, der vulkanischen Ursprungs ist.

Bei der Vorbereitung der Bodenproben gab es eine Schrecksekunde: Die Nasa-Wissenschaftler hatten auf einem der Fotos, die Curiosity vom Marsboden aufgenommen hatte, ein winziges glänzendes Objekt entdeckt, das nicht marsianischen Ursprungs war. Sie befürchteten, es könnte sich um ein Teil des Rovers handeln. Das Kunststoffteilchen erwies sich dann aber als harmlos. Es stammt wahrscheinlich von dem Transportsystem, das Curiosity auf den Mars brachte.


Lemo 02. Aug 2013

Find ich auch, fühlt sich seltsam aber gut an :)

azeu 06. Nov 2012

Die Untersuchungsergebnisse legen eben NICHTs nahe. Wie ich in meinem Post schon...

M.P. 05. Nov 2012

Hmm, Warp 9 bedeutet laut Definition der Trekkies 1.516-fache Lichtgeschwindigkeit...

Anonymer Nutzer 04. Nov 2012

lustiges taschenbuch gefrühstückt, oder wie? hier ... vielleicht entdeckst du ja noch...

irata 04. Nov 2012

Ja, hat es. Durch die Menschen, die es steuern. War aber nur eine rhetorische Frage...

Kommentieren



Anzeige

  1. Wirtschaftsinformatiker ERP / Schwerpunkt Supply Chain (m/w)
    ALPLA Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG, Hard (Österreich)
  2. Systembetreuer/in
    Albert Handtmann Metallgusswerk GmbH & Co. KG, Biberach, Riss
  3. Softwareentwickler (m/w) C++/Qt
    DÜRR DENTAL AG, Bietigheim-Bissingen
  4. Software-Konfigurationsmanag- er (m/w)
    Dräger Medical GmbH, Lübeck

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Ausgründung

    Ebay und Paypal trennen sich

  2. OS X

    Apple liefert Patch für Shellshock

  3. Elektromagnetik

    Der Dietrich für den Dieb von heute

  4. O2 Car Connection

    Autodaten auf das Smartphone funken

  5. Wii U

    Firmware-Update räumt den Homescreen auf

  6. Mobilfunk

    Amazon verkauft neuerdings Smartphones mit Tarif

  7. Ello

    Das Anti-Facebook, nächster Versuch

  8. Konami

    PES 2015 und die Auflösung auf der Xbox One

  9. Microduino

    Kleine Bastlerboards zum Stapeln

  10. VR Clay

    3D-Sculpting mit Oculus Rift und Razer Hydra



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



PC-Spiele mit 4K, 5K, 6K: So klappt's mit Downsampling
PC-Spiele mit 4K, 5K, 6K
So klappt's mit Downsampling
  1. Leak Gopro Hero 4 soll in 4K aufnehmen
  2. Ifa Vodafone Deutschland und Cisco bringen 4K-Set-Top-Box
  3. Alpentab Wienerwald Das Holztablet mit Bay Trail oder als Nobelversion

Ascend Mate 7 im Test: Huaweis fast makelloses Topsmartphone
Ascend Mate 7 im Test
Huaweis fast makelloses Topsmartphone
  1. Cloud Congress 2014 Huawei verkauft Intel-Standardserver nur als Türöffner
  2. Huawei Cloud Congress Huawei will weltweit der führende IT-Konzern werden
  3. Ascend G7 Huawei-Smartphone mit 13-Megapixel-Kamera für 300 Euro

iPhone 6 und iPhone 6 Plus im Test: Aus klein mach groß und größer
iPhone 6 und iPhone 6 Plus im Test
Aus klein mach groß und größer
  1. #Bentgate Verbiegt sich das iPhone 6 Plus in der Hosentasche?
  2. Flir One PIN-Ausspähung per Wärmesensor
  3. Swarovski Fernglas verleiht iPhones Fernsicht

    •  / 
    Zum Artikel