Abo
  • Services:
Anzeige
Facebook
Facebook (Bild: Facebook)

Rassismus: Bundesjustizminister fordert deutsches Facebook-Kontrollteam

Facebook
Facebook (Bild: Facebook)

Maas will Facebook auffordern, ein deutschsprachiges Team gegen Rassismus aufzubauen. Das Unternehmen soll offenlegen, wie viele Beschwerden über fremdenfeindliche Postings es erhält und wie viele tatsächlich gelöscht werden.

Anzeige

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) fordert Facebook auf, in Deutschland ein Team mit deutschsprachigen Beschäftigten aufzubauen. Sie sollen gezielt gegen Hetze zu Ausländern und Flüchtlingen in dem sozialen Netzwerk vorgehen, berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Das will der Minister bei einem Treffen mit Facebook-Vertretern am kommenden Montag verlangen.

Maas wirft dem US-Konzern vor, nicht entschieden genug gegen rassistische, fremdenfeindliche oder volksverhetzende Kommentare vorzugehen. Facebook müsse enger mit Strafverfolgern und zivilgesellschaftlichen Vereinen kooperieren, heißt es in einer internen Forderungsliste des Ministeriums. Um "verlorenes Vertrauen" zurückzugewinnen, müsse das Unternehmen offenlegen, wie viele Beschwerden über fremdenfeindliche Hassbotschaften es erhält, wie viele Mitarbeiter sich nach welchen Kriterien darum kümmern, wie lange die Prüfungen dauern und wie oft problematische Inhalte tatsächlich gelöscht werden.

Melden von Rassisten bei Facebook bringt nichts

Nutzer berichten immer wieder darüber, dass sie eindeutig rassistische Kommentare bei Facebook melden und dennoch die Antwort bekommen: "Wir haben das von dir wegen Hassbotschaften oder -symbolen gemeldete Posting geprüft und festgestellt, dass es nicht gegen unsere Gemeinschaftsstandards verstößt." Wer dagegen Nacktheit bei Facebook meldet, kann mit einer Löschung solcher Abbildungen binnen ein bis zwei Tagen rechnen.

Facebook Deutschland hat nach einem Bericht der Tageszeitung Mannheimer Morgen vom 28. August 2015 eingeräumt, dass für das Löschen von rassistischen Inhalten nicht die deutschen Beschäftigten zuständig seien, sondern Teams im Ausland. Diese suchten gar nicht gezielt nach Einträgen mit fremdenfeindlichem Inhalt.

Eine Referentin der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) sagte Golem.de: "Die KJM prüft derzeit die ersten Fälle fremden- und flüchtlingsfeindlicher Kommentare, die in sozialen Netzwerken aufgefallen sind. Da das Prüfverfahren läuft, können wir inhaltlich noch nicht mehr dazu sagen. Mit einem Ergebnis rechnen wir in einigen Wochen."

Die Kommission und jugendschutz.net verzeichneten dazu während des Sommers einen Anstieg von Fällen und Nutzerbeschwerden.

"Gemäß dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) sind Angebote unzulässig, die zum Hass gegen Teile der Bevölkerung oder eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihr Volkstum bestimmte Gruppe aufstacheln, zu Gewalt- und Willkürmaßnahmen gegen sie auffordern, oder die Menschenwürde anderer dadurch angreifen, dass Teile der Bevölkerung oder eine vorbezeichnete Gruppe beschimpft, böswillig lächerlich gemacht oder verleumdet werden. Darüber hinaus sind auch die Leugnung oder Verharmlosung des Holocaust, die Verbreitung von nationalsozialistischer Propaganda, sowie auch von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (zum Beispiel Hakenkreuze) nicht zulässig." Verstöße gegen diese Vorschriften könnten medienrechtlich mit hohen Bußgeldern geahndet werden. Zudem würden solche Fälle immer auch an die zuständigen Staatsanwaltschaften gegeben, die in der Regel Ermittlungsverfahren gegen Internetnutzer einleiten. Bei einer Verurteilung drohen nach Strafrecht Haftstrafen von bis zu fünf Jahren, erklärte die KJM.


eye home zur Startseite
Lagaz 15. Sep 2015

Auch wieder völliger Blödsinn. Eine Verhaftung bedeutet noch lange nicht, dass jemand...

neocron 14. Sep 2015

1. kann ich das nicht erkennen, aber wenn du meinst 2. und noch eine Runde: seit wann...

Lagaz 14. Sep 2015

Dazu haben wir doch Internetforen wie Golem und Facebook, wo sich die Schlechtmenschen...

Drizzt 14. Sep 2015

andere als "braunen Abschaum" zu bezeichnen, und sich selbst im selben Satz als "wahre...

nykiel.marek 13. Sep 2015

Ein Vorurteil basiert nie auf Gründen, sonn wäre es bereits ein Urteil und, falls es dir...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Daimler AG, Leinfelden-Echterdingen
  2. Zühlke Engineering GmbH, Hannover
  3. Bundesnachrichtendienst, Bonn
  4. Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Die Goonies, John Mick, Auf der Flucht, Last Man Standing)
  2. (u. a. Der Hobbit 3 für 9,99€ u. Predator für 12,49€)
  3. (u. a. Die Unfassbaren, Ghostbusters I & II, Jurassic World, Fast & Furious 7 Extended Version)

Folgen Sie uns
       


  1. IBM-Übernahme

    Agile 3 bringt Datenübersicht in die Chefetage

  2. Sicherheitsupdate

    Apple patcht Root-Exploits für fast alle Plattformen

  3. Aktionsbündnis Gigabit

    Nordrhein-Westfalen soll flächendeckend Glasfaser erhalten

  4. Mozilla

    Firefox 51 warnt vor unsicheren Webinhalten

  5. Thaumistry

    Bob Bates schreibt wieder ein Textadventure

  6. Resident Evil 7 Biohazard im Test

    Einfach der Horror!

  7. Trump-Personalie

    Neuer FCC-Chef will Netzneutralität wieder abschaffen

  8. Norton Download Manager

    Sicherheitslücke ermöglicht untergeschobene DLLs

  9. Der große Ultra-HD-Blu-ray-Test (Teil 1)

    4K-Filme verzeihen keine Fehler

  10. Snapdragon 835

    Erst Samsung, dann alle anderen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Shield TV (2017) im Test: Nvidias sonderbare Neuauflage
Shield TV (2017) im Test
Nvidias sonderbare Neuauflage
  1. Wayland Google erstellt Gamepad-Support für Android in Chrome OS
  2. Android Nougat Nvidia bringt Experience Upgrade 5.0 für Shield TV
  3. Nvidia Das Shield TV wird kleiner und kommt mit mehr Zubehör

Nintendo Switch im Hands on: Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
Nintendo Switch im Hands on
Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
  1. Nintendo Vorerst keine Videostreaming-Apps auf Switch
  2. Arms angespielt Besser boxen ohne echte Arme
  3. Nintendo Switch Eltern bekommen totale Kontrolle per App

Autonomes Fahren: Laserscanner für den Massenmarkt kommen
Autonomes Fahren
Laserscanner für den Massenmarkt kommen
  1. BMW Autonome Autos sollen mehr miteinander quatschen
  2. Nissan Leaf Autonome Elektroautos rollen ab Februar auf Londons Straßen
  3. Autonomes Fahren Neodriven fährt autonom wie Geohot

  1. Re: Solange 'Tatort' nicht in 4K gesendet wird...

    theFiend | 16:31

  2. Re: Sitzabstand

    Sicaine | 16:31

  3. Links?

    Waishon | 16:31

  4. Re: Hilfe für "Interessierten"

    tritratrulala | 16:30

  5. Re: Zu schwer? Kontrollierte Beschleunigung würde...

    nachgefragt | 16:30


  1. 16:14

  2. 15:55

  3. 15:49

  4. 15:38

  5. 15:28

  6. 14:02

  7. 12:49

  8. 12:28


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel