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Welches Multimedia-Center sich am besten für das Raspberry Pi eignet, hat Michael Kofler getestet.
Welches Multimedia-Center sich am besten für das Raspberry Pi eignet, hat Michael Kofler getestet. (Bild: Michael Kofler)

Raspberry Pi: XBian vs. Raspbmc vs. OpenELEC vs. Rasplex

Welches Multimedia-Center sich am besten für das Raspberry Pi eignet, hat Michael Kofler getestet.
Welches Multimedia-Center sich am besten für das Raspberry Pi eignet, hat Michael Kofler getestet. (Bild: Michael Kofler)

Es gibt viel Software, die aus dem Raspberry Pi ein Multimedia-Center macht. Der Linux-Experte Michael Kofler hat sich vier Distributionen angesehen und sie verglichen.

Bekanntlich gibt es viele Möglichkeiten, aus dem Raspberry Pi ein Multimedia-Center zu machen, also ein Kästchen, das ähnliche Funktionen wie eine Apple-TV-Box übernimmt. Raspberry-Pi-Benutzer haben die Qual der Wahl. Ich habe in den vergangenen Wochen alle vier genannten Distributionen ausprobiert. Es folgt meine persönliche, durchaus subjektive Einschätzung - mit einigen technischen Details, aber ohne ausführliche Installations- und Konfigurationsanleitung für die Distributionen.

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XMBC oder Plex?

XBMC ist die bekannteste Software, die aus einem Rechner mit nahezu jedem Betriebssystem ein Multimedia-Center macht. XBMC unterstützt neben Linux auch Windows, OS X, iOS und Android. XBMC ist Open-Source-Software und steht unter der GPL. Vereinfacht gesagt, ist XBMC eine Benutzeroberfläche zum Abspielen von Multimedia-Dateien wie Fotos, Musikstücken oder Videos. Die Dateien dürfen sich sowohl auf lokalen Datenträgern wie SD-Karten, USB-Sticks und Festplatten oder auch im lokalen Netzwerk befinden, etwa auf einem NAS. Über Addons kann XBMC außerdem auf zahllose Online-Medienquellen zugreifen: Youtube, diverse TV-Mediatheken, unzählige Internet-Radiosender und Spotify. XBMC ist also tatsächlich ein universelles Multimedia-Center. XBMC liegt aktuell in der Version 13 alias Gotham vor. Weit verbreitet ist auch noch die Vorgängerversion 12 Frodo.

  • Für OpenELEC-spezifische Einstellungen gibt es ein eigenes Konfigurationsprogramm. (Bild: Michael Kofler)
  • Der Startbildschirm des Plex Home Theater (Bild: Michael Kofler)
  • Raspbmc-spezifische Einstellungen werden mit Raspbmc Settings durchgeführt. (Bild: Michael Kofler)
  • Konfiguration mit den RasPlex Settings (Bild: Michael Kofler)
  • Die XBian-Konfigurationsdialoge sind direkt in das XBMC-Konfigurationsprogramm integriert. (Bild: Michael Kofler)
  • Die XBMC-Benutzeroberfläche (Bild: Michael Kofler)
Die XBMC-Benutzeroberfläche (Bild: Michael Kofler)

Das Hauptproblem von XBMC liegt darin, dass die unzähligen Funktionen und Optionen die Bedienung und speziell die Konfiguration unübersichtlich machen. XBMC ist daher eine wunderbare Spielwiese für versierte Anwender, aber nicht für jeden wohnzimmertauglich.

Einen ganz anderen Ansatz verfolgt Plex mit einer klaren Trennung zwischen Client und Server: In jedem Haushalt muss es einen Computer oder ein NAS-Gerät mit Mediendateien geben, die als Plex-Server eingerichtet sind. Diverse Plex-Clients können dann darauf zugreifen und die am Server gespeicherten Mediendaten abspielen. Gemäß der aktuellen Nomenklatur läuft auf Plex-Clients nicht einfach Plex, sondern ein Plex Home Theater. Es ist aus einem XBMC-Fork entstanden. Somit haben XBMC und Plex eine gemeinsame Basis.

  • Für OpenELEC-spezifische Einstellungen gibt es ein eigenes Konfigurationsprogramm. (Bild: Michael Kofler)
  • Der Startbildschirm des Plex Home Theater (Bild: Michael Kofler)
  • Raspbmc-spezifische Einstellungen werden mit Raspbmc Settings durchgeführt. (Bild: Michael Kofler)
  • Konfiguration mit den RasPlex Settings (Bild: Michael Kofler)
  • Die XBian-Konfigurationsdialoge sind direkt in das XBMC-Konfigurationsprogramm integriert. (Bild: Michael Kofler)
  • Die XBMC-Benutzeroberfläche (Bild: Michael Kofler)
Der Startbildschirm des Plex Home Theater (Bild: Michael Kofler)

Die Idee, die Server-Funktionen von denen eines Medien-Players zu trennen, ist in vielerlei Hinsicht sinnvoll: Ein einmal konfigurierter Plex-Server kann später viele Clients unterschiedlicher Art bedienen. Plex-Clients gibt es beispielsweise auch als Android- oder iOS-Apps. Gerade unter dem Gesichtspunkt, dass ein Raspberry Pi als Client fungieren soll, ist es auch zielführend, für den Server ein schnelleres Gerät zu verwenden. Zu guter Letzt haben die Plex-Entwickler viel Mühe darin investiert, eine einmal eingerichtete Mediathek möglichst ansprechend zu präsentieren. Davon profitieren natürlich auch die Plex-Clients, deren Bedienung sich erheblich übersichtlicher gestaltet als bei XBMC. Bei der Wohnzimmertauglichkeit kann Plex also zweifellos punkten.

Wozu eigene XBMC-Distributionen?

Die populärste Linux-Distribution für den Raspberry Pi ist Raspbian. Theoretisch wäre es möglich, ein vorhandenes Raspbian-System durch die Installation einiger XBMC-Pakete zum Multimedia-Center zu machen. Es muss also einen besonderen Grund für eine eigene Distribution geben. XBMC stellt sehr hohe Hardware-Anforderungen, die an der Grenze dessen liegen, was der Raspberry Pi zu leisten vermag. XBMC-Distributionen enthalten ausschließlich die für den XBMC-Betrieb erforderlichen Programme und sind deswegen mit viel weniger Overhead verbunden als eine komplette Raspbian-Installation. Außerdem sind die XBMC-Distributionen so vorkonfiguriert, dass der Raspberry Pi direkt die XBMC-Oberfläche startet. Es gibt also weder ein herkömmliches Desktop-System noch ein Login. Insofern sind eigene XBMC-Distributionen also durchaus sinnvoll.

Unabhängig davon, welche XBMC-Distribution verwendet wird, sieht XBMC immer gleich aus. Die Unterschiede zwischen den XBMC-Distributionen betreffen also nur die Installation und Basiskonfiguration, etwa für die Netzwerkfunktionen, sowie technische Details wie Distribution, Init-System, Dateisystem oder Update-System. XBMC selbst bleibt aber immer gleich. Soweit die Unterschiede zwischen XBMC und Plex.

XBian 

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Mastercontrol 28. Apr 2016

Also Plex ist interessant aber wenn ich meine Dateien schon im Lokalen Netz habe warum...

MystiqueMax 29. Jul 2014

Stimme rumblebee zu. Einfacher kann man es kaum machen. Vorrausgesetztes Grundwissen...

Anonymer Nutzer 22. Jun 2014

Wobei mein HTPC auch mit HDMI-CEC umgehen kann und der Stromverbrauch hält sich dabei...

djonzi 17. Jun 2014

Mit zerstören meinte ich das Dateisystem, sorry falsch ausgedrückt

angrydanielnerd 17. Jun 2014

Im Wohnzimmer setzte ich den auch nicht ein, da hab ich einen x86 HTPC, aber im...



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