Abo
  • Services:
Anzeige
Der für das Raspberry Pi angepasste Browser Epiphany unterstützt HTML5 und vor allem dessen Video-Komponenten.
Der für das Raspberry Pi angepasste Browser Epiphany unterstützt HTML5 und vor allem dessen Video-Komponenten. (Bild: Screenshot: Golem.de)

Raspberry Pi: Neuer Browser unterstützt HTML5

Für das Raspberry Pi gibt es einen neuen Browser, der HTML5 unterstützt und mit dem sich Videos anschauen lassen. Bei der Nutzung gibt es aber noch Probleme.

Anzeige

Acht Monate haben das Raspberry-Pi-Team und das britische Open-Source-Unternehmen Collabra an einem für das Raspberry Pi optimierten Browser gearbeitet. Jetzt kann er über die Debian-basierte Linux-Distribution Raspian Wheezy und NOOBs auf dem kleinen Rechner installiert werden. Der Browser unterstützt HTML5 samt dessen Videoerweiterungen. Videos werden über die Hardware dekodiert, das Rendern in 2D ist für ARMv6-Befehlssatz des SoC auf dem Raspberry Pi optimiert. Außerdem hat der Browser eine verbesserte Javascript-Engine mit Just-in-Time-Compiler.

  • Damit der Browser Epiphany auf dem Raspberry Pi läuft, müssen unter Rasbian fast 500 MByte zusätzliche Software installiert werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Epiphany unterstützt HTML5 und Javascript.
  • Der Code des Browsers stammt aus dem Browser-Projekt für den Desktop Gnome 3.
  • Bisher lagen die Browser Midori oder Dillo der Benutzeroberfläche für das Rasberry Pi bei, die allerdings nur eingeschränkt funktionieren.
  • Der HTML5-Test für Midori offenbart die fehlenden Funktionen für das Abspielen von Videos, ...
  • ... während sie bei Epiphany vorhanden sind ...
  • ... und auch weitgehend ruckelfrei funktionieren.
Damit der Browser Epiphany auf dem Raspberry Pi läuft, müssen unter Rasbian fast 500 MByte zusätzliche Software installiert werden. (Screenshot: Golem.de)

Der Code basiert auf dem Browser Epiphany, der unter dem schlichten Namen Webbrowser als Standard im Linux-Desktop Gnome 3 zum Einsatz kommt. Er verwendet die Webkit-Engine 1.1, seine Benutzeroberfläche ist in GTK+. Entsprechend werden zahlreiche Pakete mitinstalliert, wenn der Browser über sudo apt-get install epiphany-browser an der Kommandozeile eingerichtet werden soll. Insgesamt dauerte die Installation der fast 500 MByte gut eine halbe Stunde.

Lange Ladezeiten

Das Laden der Startseite von Youtube im frisch installierten Epiphany-Browser dauerte mehrere Minuten. Das Browserfenster von Epiphany selbst startet nicht flotter als das des bislang als Standard beiliegenden Browsers Midori. In Epiphany werden aber im Gegensatz zum Midori-Browser tatsächlich Videos angezeigt, die sich bis zu der angekündigten 720p-Auflösung problemlos, wenn auch zeitweise ruckelig abspielen ließen.

Den HTML5-Test auf der gleichnamigen Webseite absolvierte Epiphany für das Raspberry Pi mit 385 von 555 Punkten. Bei der Videoerweiterung fehlt die Unterstützung für DRM und Untertitel sowie die Media-Source-Erweiterungen, über die beispielsweise Javascript Streaming-Daten puffern kann. MPEG-4 sowie H.264 werden aber ebenso unterstützt wie Ogg Theora und WebM mit VP8 und VP9. Bei 2D-Grafik fehlen noch die Unterstützung für Pfade und Ellipsen. WebGL 3D und WebGL 2 3D funktionieren gar nicht. Dem alternativen Browser Midori fehlt hingegen die Videounterstützung komplett, er schaffte nur 301 Punkte im HTML5-Test. Beide Browser hängten sich im Javascript-Benchmark Octane beim Zlib-Test auf, wobei Epiphany in den zuvor erfolgreichen Tests deutlich vor Midori lag.

Wackelig

Auf dem ersten Raspberry Pi mit 256 MByte Speicher stürzte der Browser beim Laden einer Webseite mit Videoinhalten ab und riss auch gleich das Netzwerkmodul mit. Es musste wieder geladen und das Netzwerk neu gestartet werden. Die Meldungen im Internet, wonach Anwender Datenverlust auf der Speicherkarte beklagten, konnten wir jedoch nicht bestätigen. Auf dem Raspberry Pi B+ mit 512 MByte RAM lief der Browser zwar ruckelig, aber ohne Abstürze.

Epiphany auf dem Raspberry Pi macht einen guten ersten Eindruck. Mozillas Firefox ist wegen der zu hohen Speicheranforderungen auf dem Raspberry Pi nicht benutzbar und Midori sowie Dillo unterstützen HTML5 kaum, geschweige denn das Abspielen von Videos. Ein wenig Arbeit müssen die Entwickler aber noch investieren, damit Epiphany beim Seitenaufbau schneller wird. Hier liegen die beiden anderen Browser auch bei Webseiten ohne Video noch vorne. Notwendig bleibt aber weiterhin der Hinweis, dass sich das Raspberry Pi nur bedingt und mit viel Geduld als Surfrechner nutzen lässt.


eye home zur Startseite
Cassiel 07. Sep 2014

Meine Kombination für die beste Fullscreen-Experience auf dem RPi. VG, Cassiel

FreiGeistler 06. Sep 2014

Warum, ist HTML5 so RAM-lastig? Leichtfewichtig: http://wiki.ubuntuusers.de/Lynx

George99 05. Sep 2014

sithik 05. Sep 2014

Und lief es? Ich kann mir vorstellen, dass der RAM etwas knapp ist für Chromium. Von...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  2. Rhenus Assets & Services GmbH & Co. KG, Holzwickede
  3. T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen, Bonn, Bremen, Hamburg, München
  4. T-Systems International GmbH, Bonn


Anzeige
Top-Angebote
  1. beim Kauf eines 6- oder 8-Core FX Prozessors
  2. (u. a. G700s 54,90€, G930 74,90€)
  3. 24,99€ inkl. Versand (PC), Konsole ab 29,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Honor 8

    Dual-Kamera-Smartphone kostet ab 400 Euro in Deutschland

  2. Eigengebote

    BGH verurteilt Preistreiber zu hohem Schadenersatz

  3. IDE

    Kdevelop 5.0 nutzt Clang für Sprachunterstützung

  4. Hybridluftschiff

    Airlander 10 landet auf der Nase

  5. Verschlüsselung

    Regierung will nun doch keine Backdoors

  6. Gesichtserkennung

    Wir fälschen dein Gesicht mit VR

  7. Yoga Tab 3 Plus

    Händler enthüllt Lenovos neues Yoga-Tablet

  8. Mobile Werbung

    Google straft Webseiten mit Popups ab

  9. Leap Motion

    Early-Access-Beta der Interaktions-Engine für VR

  10. Princeton Piton

    Open-Source-Chip soll System mit 200.000 Kernen ermöglichen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Xfel: Riesenkamera nimmt Filme von Atomen auf
Xfel
Riesenkamera nimmt Filme von Atomen auf
  1. US Air Force Modifikation der Ionosphäre soll Funk verbessern
  2. Teilchenbeschleuniger Mögliches neues Boson weist auf fünfte Fundamentalkraft hin
  3. Materialforschung Glas wechselt zwischen durchsichtig und schwarz

Next Gen Memory: So soll der Speicher der nahen Zukunft aussehen
Next Gen Memory
So soll der Speicher der nahen Zukunft aussehen
  1. Arbeitsspeicher DDR5 nähert sich langsam der Marktreife
  2. SK Hynix HBM2-Stacks mit 4 GByte ab dem dritten Quartal verfügbar
  3. Arbeitsspeicher Crucial liefert erste NVDIMMs mit DDR4 aus

Wiper Blitz 2.0 im Test: Kein spießiges Rasenmähen mehr am Samstag (Teil 2)
Wiper Blitz 2.0 im Test
Kein spießiges Rasenmähen mehr am Samstag (Teil 2)
  1. Warenzustellung Schweizer Post testet autonome Lieferroboter
  2. Lockheed Martin Roboter Spider repariert Luftschiffe
  3. Kinderroboter Myon Einauge lernt, Einauge hat Körper

  1. Re: Das wird Konsequenzen haben

    dEEkAy | 23:03

  2. Re: Kaputte Welt.

    DetlevCM | 23:02

  3. Re: Beschleunigung ist aber auch das einzige...

    stiGGG | 22:54

  4. Re: Tesla, Tesla, Tesla....

    stiGGG | 22:45

  5. Re: Wen interessiert Google?

    AussieGrit | 22:38


  1. 19:21

  2. 17:12

  3. 16:44

  4. 16:36

  5. 15:35

  6. 15:03

  7. 14:22

  8. 14:08


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel