Raspberry Pi Auslieferung wegen falscher Buchse verzögert

Die Auslieferung des Raspberry Pi verzögert sich wegen einer falschen Ethernet-Buchse. Ein Fedora-Image für den Minirechner ist inzwischen verfügbar.

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Eine falsche Ethernet-Buche am Raspberry Pi verzögert dessen Auslieferung auf unbestimmte Zeit. Eine erste Charge des Minirechners mit funktionalen Buchsen wird aber ausgeliefert. Indes wurde ein spezielles Fedora-Image für das Raspberry Pi veröffentlicht. Wenn das erste Kontingent von 10.000 Stück verkauft ist, will das Projekt auch die Produktion den bisherigen Vertriebspartnern Premier Farnell und RS Components überlassen. Beide liefern auch in Deutschland.

Der falschen Buchse fehlt der Transformator, die für die Übertragung über gekreuzte Ethernet-Kabel benötigt wird. Zwar sei der Austausch des Anschlusses kein Problem, schreibt das Raspberry-Pi-Team in seinem Blog. Allerdings müsse die Komponente nachbestellt werden. Wann sie geliefert werde, stehe noch nicht fest. Der Fehler sei bereits vor vier Tagen bekanntgeworden, das Team habe aber mit der Veröffentlichung gewartet, bis es sicherstellen konnte, dass keine weiteren Defekte vorhanden sind.

Indes haben Entwickler am Seneca College in Toronto (Kanada) die Linux-Distribution Fedora speziell für das Raspberry Pi zusammengestellt. Damit können die Desktops LXDE oder XFCE eingesetzt werden und sie enthalten unter anderem den Webbrowser Firefox, die Bildbearbeitung Gimp und die Textverarbeitung Abiword sowie die Tabellenkalkulation Gnumeric. Der ARM11-Prozessor im Raspberry Pi basiert auf der ARMv6-Architektur, die beispielsweise von Ubuntu nicht unterstützt wird.

Erfolgreiche Spendensammlung

Nach einer Spendensammlung, bei der erste Prototypen des Minicomputers über eBay versteigert wurden, war der Raspberry Pi Modell B in Produktion gegangen. Später soll es zwei Versionen des Raspberry Pi geben: Die Version A mit 256 MByte RAM und einem USB-Anschluss, aber ohne LAN-Chip soll 25 US-Dollar kosten, die Variante B mit zwei USB-Anschlüssen und LAN-Chip sowie 256 MByte RAM 10 US-Dollar mehr.

Das System-on-a-Chip (SoC) von Broadcom trägt die Bezeichnung BCM2835. Es enthält einen ARM1176-Prozessor mit 700 MHz und eine Videocore-IV-GPU, die für die Videowiedergabe und -ausgabe zuständig ist. Die Grafikeinheit funktioniert ohne proprietäre Treiber nicht, die von Broadcom aber zur Verfügung gestellt werden.

Die Raspberry-Pi-Stiftung hat Lizenzen für Codecs für die Wiedergabe von MPEG-4 und H.264 erworben, die die Videocore-IV-GPU beschleunigen kann. Der Computer im Kreditkartenformat soll auch die Formate VC1, AVS und MJPEG mit 1080p bei einer Bildwiederholungsrate von 30 Bildern pro Sekunde wiedergeben. Über Software, die teils die Hardwarebeschleunigung nutzt, kann der Minirechner die Videoformate VP6, VP7, VP8, Theora, Realvideo (RV) und WMV9 in DVD-Qualität decodieren.


x2k 16. Mär 2012

im grunde war das auch die vision von bill gates ^^ warum stört euch eigendlich die...

teleborian 12. Mär 2012

Ubuntu bietet ja zu jeder Paket Quelle noch eine source Quelle an. Wäre es sehr schwer...

nicoledos 10. Mär 2012

Kann es eventuell sein, dass IT-News für Profis genau damit gemeint ist. Die News werden...

Croin 09. Mär 2012

Tja anscheinend hat hier jemand noch nie in einem Unternehmen gearbeitet. Sowas passiert...

benji83 09. Mär 2012

Hrhr, einer muss ja :)

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