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Mac Plus im Internet
Mac Plus im Internet (Bild: Jeff Keacher)

Raspberry Pi 27 Jahre alter Mac Plus surft im Netz

Der Mac Plus ist der klassische Apple-Rechner mit eingebautem Minimonitor und beigefarbenem Gehäuse. 27 Jahre ist er mittlerweile alt und kann dennoch im Web surfen. Möglich gemacht hat das Jeff Keacher, der dem Mac dafür einen Raspberry Pi zur Seite stellen musste.

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Jeff Keacher hat seinen knapp drei Jahrzehnte alten Oldtimer-Apple ans Internet angeschlossen. Das war nicht einfach, weil beim Mac Plus einerseits die notwendige Buchse für den LAN-Anschluss nicht vorhanden ist und kein TCP/IP-Stack existierte. Auch die sonstigen Hardware-Eckpunkte sind nicht berauschend. Eine mit 8 MHz getaktete CPU, 4 MByte RAM und eine 50 MByte große Festplatte sowie ein Schwarz-Weiß-Monitor mit 512 x 342 Pixeln zeigen, welchen Sprung die PC-Technik mittlerweile gemacht hat.

  • Mac Plus mit Macweb 2.0 im Web (Bild:   Jeff Keacher)
  • Mac Plus mit Macweb 2.0 im Web (Bild:   Jeff Keacher)
  • Mac Plus mit Macweb 2.0 im Web (Bild:   Jeff Keacher)
  • Mac Plus und Rapsberry Pi (Bild: Jeff Keacher)
  • Mac Plus mit Macweb 2.0 im Web (Bild:   Jeff Keacher)
Mac Plus mit Macweb 2.0 im Web (Bild: Jeff Keacher)

Beim Einschalten nach einer ungefähr 17-jährigen Ruhezeit ging dann auch prompt das Netzteil des externen Laufwerks kaputt, was sich aber mit etwas Bastelgeschick und immer noch erhältlichen Elektronikbauteilen reparieren ließ.

Um sein Ziel zu erreichen, den Mac Plus ins Internet zu bringen, benötigte Keacher neben einem Webbrowser einen TCP/IP-Stack und Hardware, um den Rechner an sein Netzwerk anzuschließen. Der Webbrowser Macweb 2.0 lief tatsächlich auf dem Mac. Mit MacTCP fand sich auch der passende TCP/IP-Stack für System 7.0, doch auf Annehmlichkeiten wie DHCP musste der Bastler verzichten.

Viel aufwendiger gestaltete sich der physische Anschluss des Mac. Mangels Ethernet-Port und fehlendem SCSI-zu-Ethernet-Adapter musste der Bastler auf eine Selbstbaulösung umsteigen. Mit dem seriellen Port und dem Point-to-Point Protocol (PPP) ließe sich die Kommunikation wie früher zu Einwähl-Providern realisieren, hoffte Keacher.

Dazu wurde ein Raspberry Pi mit dem Heimrouter verbunden und mit zahlreichen Adaptern eine Verbindung zwischen dem Pi und einem seriellen Kabel beziehungsweise dem Mac Plus geschaffen. Auf dem Pi wurde mit SLiRP ein einfacher PPP-Server installiert, während der Mac einen PPP-Client erhielt. Auf diese Weise konnte die Kommunikation aufgebaut werden. Mit 19 KBit/s ist die Verbindung zwar sehr langsam, doch theoretisch müsste sie funktionieren. Die oben genannten Programme gelangten zunächst auf den Raspberry Pi und von dort aus per Zmodem auf den Mac.

In der Praxis zeigte sich, dass zunächst Macweb noch ein Problem darstellte, weil er nur HTTP/1.0 unterstützt. Mit einem selbst geschriebenen Proxy, der namensbasierte virtuelle Hosts unterstützt, SSL entfernt, Cookies verarbeitet und CSS, Javascript, Bilder und DIVs herausfiltert, gelang dennoch das Kunststück: Der fast drei Jahrzehnte alte Mac Plus kann nun im Web surfen. Wer will, kann den Quellcode für den Macproxy bei Github einsehen.


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Anonymer Nutzer 18. Dez 2013

ja aber dann spielt der gewählte rechner keine rolle ... ob nun netzwerkloser mac oder...

knarf 18. Dez 2013

Das freut mich sehr zu hoeren! Die Maeuse hatten doch irgendwann ZyXELs mit 16k8 und...

Husten 18. Dez 2013

ich nutze die emailserver von 1und1, was wohl die gleichen sind wie bei gmx :)

Anonymer Nutzer 18. Dez 2013

Für den C64 gibt es bis heute keinen guten Web-Browser Auf dem Amiga läuft der MacWeb...

Anonymer Nutzer 18. Dez 2013

Ja,sie wurden nur irgendwann zusätzlich Rot,Grün und Blau. Und man hat es heute idR mit...



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