Rapid Prototyping Smart Sand formt von sich aus 3D-Objekte

MIT-Wissenschaftler entwickeln kleine robotische Elemente, die sich selbst zu dreidimensionalen Objekten organisieren sollen. Es wird eine Art subtraktives Rapid Prototyping: Aus einem Klotz oder Haufen werden überflüssige Elemente entfernt. Derzeit gibt es aber nur Würfel, die zweidimensionale Formen bilden.

Anzeige

Rapid Prototyping einmal anders: Normalerweise baut ein 3D-Drucker ein Objekt aus Kunststoff oder Metall auf. Daniela Rus und Kyle Gilpin vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben eine Methode entwickelt, bei der ein Gegenstand subtraktiv aus selbstorganisierendem Sand hergestellt wird.

Ausgangspunkt ist ein Block oder Haufen aus Bauteilen, die die Entwickler Smart Sand oder Robot Pebbles nennen. Die Komponenten kommunizieren miteinander und teilen sich mit, welche Form sie bilden sollen.

Wiederverwendbar

Die Teile, die für das Objekt gebraucht werden, verbinden sich, die übrigen fallen weg - vergleichbar einem Steinblock, aus dem ein Bildhauer eine Statue fertigt. Wird der so gefertigte Gegenstand nicht mehr gebraucht, werden die Verbindungen gelöst und die Elemente können zu neuen Formen zusammengefügt werden.

Von echtem Smart Sand sind die Forscher jedoch noch ein ganzes Stück entfernt: Derzeit experimentieren sie mit kleinen Würfeln mit einer Kantenlänge von 1 Zentimeter. Jeder Würfel hat einen Mikroprozessor, der 32 Kilobyte Programmcode speichern kann, und 2 Kilobyte Arbeitsspeicher. Sie verfügen über Elektropermanentmagnete, die mit einem elektrischen Impuls magnetisiert oder entmagnetisiert werden. Darüber können sie kommunizieren und sich miteinander verbinden. Derzeit können sie allerdings erst zweidimensionale Formen bilden.

Nicht überfordern

Die Vision von Rus und Gilpin ist, dass der Nutzer ein Modell eines gewünschten Gegenstandes in einen Kasten mit dem selbstorganisierendem Sand steckt und nach kurzer Zeit das Objekt in Originalgröße herausnehmen kann. Dafür müssten die Elemente jedoch deutlich kleiner werden. Ein solches Element wird jedoch nur über sehr geringe Speicher- und Rechenkapazität verfügen. Die Herausforderung dabei sei, erklärt Rus, Algorithmen zu entwickeln, die komplex genug sind, um dreidimensionale Objekte zu formen und gleichzeitig die Elemente nicht zu überfordern.

Die beiden MIT-Forscher wollen ihr Konzept und ihre bisherigen Arbeiten auf der International Conference on Robotics and Automation vorstellen. Die Konferenz, die vom Ingenieursverband Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) veranstaltet wird, findet vom 14. bis 18. Mai 2012 in Saint Paul im US-Bundesstaat Minnesota statt.


Der Kaiser! 15. Apr 2012

Wann kommt das eigentlich?

Kommentieren




Anzeige
  1. Software-Entwickler Industrial Ethernet (m/w)
    Trebing & Himstedt Prozeßautomation GmbH & Co. KG, Schwerin
  2. Qualitäts- und Prozessmanager (m/w) Softwareentwicklung
    dSPACE GmbH, Paderborn
  3. Consultant / Wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w) im Bereich IT Privacy
    VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Berlin
  4. Help Desk Techniker / Help Desk Technikerin
    Scheidt & Bachmann System Service GmbH, Mönchengladbach

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. 40 gefährliche Sicherheitslücken

    Aktueller Patch von Oracle nur für Java 7

  2. Hands On

    Huawei Ascend P6 ist schick und schlank

  3. Letzte Meile

    Bundesnetzagentur senkt Preise für TAL am Schaltverteiler

  4. Prism

    Wie der BND das Netz überwacht

  5. Socl

    Microsofts soziales Netzwerk wird zum Meme-Generator

  6. XMP-Profile

    Kompatibilitätslisten zu DDR3-Modulen für Haswell

  7. Datenbrille

    Datenschützer halten Google Glass für nicht EU-tauglich

  8. We are Watching You

    Widerstand gegen Kinect-Überwachung in den USA

  9. Netflix und Dreamworks

    Shrek & Co. bald in neuen Streaming-Serien

  10. LC-90LE757

    Sharp bringt 90-Zoll-TV für 13.000 Euro



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Xbox One: 340.000 Asteroiden aus der Cloud
Xbox One
340.000 Asteroiden aus der Cloud

E3 2013 Wie leistungsstark Xbox One und Playstation 4 im Vergleich sind, lässt sich noch nicht endgültig sagen. Mit einer Demonstration hat Microsoft versucht, die Bedeutung der zusätzlich möglichen Cloud-Berechnungen zu belegen. Außerdem konnte Golem.de die beiden neuen Konsolencontroller ausprobieren.

  1. Xbox One Anonymer Microsoft-Entwickler verteidigt DRM
  2. Video-Interview Cevat Yerli über Römer, Ryse und Xbox-One-Technik
  3. Xbox One Ein Halo, ein Erscheinungstermin und ein Preis

Photofast: MicroSD-Laufwerke für Macbooks
Photofast
MicroSD-Laufwerke für Macbooks

Photofast hat eine Speichererweiterung für Macbooks vorgestellt, die mit MicroSD-Karten bestückt wird. Die Konstruktion wird dann in den SD-Kartenschacht der Geräte gesteckt, wo sie fast vollständig verschwindet. Wer will, kann auch den beigelegten, winzigen MicroSD-Adapter für den USB-Port nutzen.

  1. Geplante Obsoleszenz Regierung lehnt Mindestnutzungsdauer von Technikprodukten ab
  2. Geplante Obsoleszenz Gesetz soll Mindestnutzungsdauer für Elektronik erzwingen
  3. Zendock Dockingstation für Macbook Pro und Retina-Modelle

Opt-out-Zwang: Großbritannien führt ab 2014 Pornofilter für alle ein
Opt-out-Zwang
Großbritannien führt ab 2014 Pornofilter für alle ein

Was erst nur für Neukunden galt, bekommen jetzt alle Kunden von Internet Service Providern und Nutzer öffentlicher WLANs: Pornofilter. Doch sie lassen sich (noch) ausschalten.

  1. Eco EU streicht Mittel für Bekämpfung von Kinderpornografie
  2. Urheberrecht Schweizer Rechteinhaber wollen Websites sperren
  3. Filesharing Schweiz will Internetsperren auf das Urheberrecht ausweiten

Zum Artikel