Rapid Prototyping Elektromotoren aus dem 3D-Drucker

Forscher von der TU Chemnitz wollen Elektromotoren künftig per 3D-Druck aufbauen. Die Motoren sollen per metallischem 3D-Siebdruck gefertigt werden.

Anzeige

Kommen die Motoren für die Elektroautos in Zukunft aus dem 3D-Druck? Das herauszufinden ist das Ziel eines Forschungsprojekts an der Technischen Universität (TU) Chemnitz. Das Projekt "Prima3D - Siebgedruckte Komponenten für elektrische Antriebe" ist auf drei Jahre angelegt.

Als Verfahren soll der metallische 3D-Siebdruck zum Einsatz kommen. Das sei ein "massentaugliches Verfahren" für "die Herstellung kleiner metallischer Präzisionsbauteile in hoher Stückzahl", erklärt das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM). An dem Dresdner Institut wurde das Verfahren entwickelt. Entsprechend ist das Fraunhofer IFAM auch an Prima3D beteiligt: Dort werden die Teile gefertigt.

Bessere Motoren

"Innerhalb des Projektzeitraumes wollen wir nachweisen, dass der dreidimensionale Siebdruck eine wirtschaftliche Alternative für die Fertigung darstellt", sagt Projektleiter Ralf Werner von der TU Chemnitz. "Außerdem möchten wir zeigen, dass durch dieses Verfahren eine entscheidende Verbesserung der Leistungsdichte und des Wirkungsgrads von elektrischen Antriebsmotoren möglich ist."

Bei dem Verfahren wird ein Werkstück aus einem Pulver per Siebdruck aufgebaut. Das Pulver wird dabei durch eine Maske gedrückt. Am Ende wird der Rohling gesintert, also durch Erhitzen zu einem stabilen Körper verbacken. Auf diese Weise können Werkstücke von mehr als zehn Zentimetern Höhe aufgebaut werden.

Neue Materialien

"Der 3D-Siebdruck erlaubt im Vergleich zu klassischen Produktionsverfahren eine große Fertigungsgenauigkeit und Materialauswahl. Das verspricht, Motoren mit aus heutiger Sicht überragenden Eigenschaften herstellen zu können", erklärt Werner. So könnten beispielsweise neue Materialien genutzt werden. Ein keramisches Baumaterial etwa ermöglicht wesentlich höhere Betriebstemperaturen.

An Prima3D sind neben der TU Chemnitz und dem Fraunhofer IFAM noch drei Unternehmen beteiligt.


Pwnie2012 09. Jan 2013

meinte ich ja

Kommentieren




Anzeige
  1. Mitarbeiter Helpdesk (m/w)
    Rentenbank, Frankfurt am Main
  2. Senior Consultant SAP BO/PC (m/w)
    Plaut Deutschland GmbH, keine Angabe
  3. Development / Operations Administrator (m/w)
    dm-drogerie markt GmbH + Co. KG, Karlsruhe
  4. Softwareentwickler (m/w)
    DAK-Gesundheit, Bocholt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Osram

    Mini-LEDs für stromsparende LCDs mit Quantenpunkten

  2. Flugdrohne

    GPS für AR.Drone 2.0 ermöglicht autonome Flüge

  3. 40 gefährliche Sicherheitslücken

    Aktueller Patch von Oracle nur für Java 7

  4. Hands On

    Huawei Ascend P6 ist schick und schlank

  5. Letzte Meile

    Bundesnetzagentur senkt Preise für TAL am Schaltverteiler

  6. Prism

    Wie der BND das Netz überwacht

  7. Socl

    Microsofts soziales Netzwerk wird zum Meme-Generator

  8. XMP-Profile

    Kompatibilitätslisten zu DDR3-Modulen für Haswell

  9. Datenbrille

    Datenschützer halten Google Glass für nicht EU-tauglich

  10. We are Watching You

    Widerstand gegen Kinect-Überwachung in den USA



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Opt-out-Zwang: Großbritannien führt ab 2014 Pornofilter für alle ein
Opt-out-Zwang
Großbritannien führt ab 2014 Pornofilter für alle ein

Was erst nur für Neukunden galt, bekommen jetzt alle Kunden von Internet Service Providern und Nutzer öffentlicher WLANs: Pornofilter. Doch sie lassen sich (noch) ausschalten.

  1. Eco EU streicht Mittel für Bekämpfung von Kinderpornografie
  2. Urheberrecht Schweizer Rechteinhaber wollen Websites sperren
  3. Filesharing Schweiz will Internetsperren auf das Urheberrecht ausweiten

Echolokation: Raumvermessung mit intelligentem Algorithmus
Echolokation
Raumvermessung mit intelligentem Algorithmus

Schweizer Wissenschaftler haben eine neue Methode entwickelt, mit wenigen Mikrofonen komplexe Räume zu vermessen, ohne wie bisher dabei streng auf die Anordnung der Mikros achten zu müssen. Die Technik könnte in Zukunft in vielen Bereichen angewandt werden, auch auf Smartphones.

  1. Wearables MIT-Forscher experimentieren mit vibrotaktilem Display
  2. Teilchenphysik Beschleuniger ILC ist bereit für den Bau
  3. Implantat Aluminiumoxid schützt Siliziumchips

Test The Last of Us: Meisterwerk der Playstation-3-Endzeit
Test The Last of Us
Meisterwerk der Playstation-3-Endzeit

Auf der gerade zu Ende gegangenen E3 2013 hat sich Sony mit überwiegend positivem Presseecho für die nächste Konsolengeneration in Stellung gebracht. The Last of Us lässt uns trotzdem für einen Augenblick vergessen, dass die Zeit der Playstation 3 schon bald vorbei sein soll.

  1. The Last of Us angespielt Überleben für Fortgeschrittene

Zum Artikel