Anzeige
Die Stadt Dettelbach hat die geforderte Erpressungssumme bezahlt - gegen den Rat der Polizei.
Die Stadt Dettelbach hat die geforderte Erpressungssumme bezahlt - gegen den Rat der Polizei. (Bild: Kaspersky)

Ransomware: Die verschlüsselte Stadt, die zahlte

Die Stadt Dettelbach hat die geforderte Erpressungssumme bezahlt - gegen den Rat der Polizei.
Die Stadt Dettelbach hat die geforderte Erpressungssumme bezahlt - gegen den Rat der Polizei. (Bild: Kaspersky)

Die Computer einer unterfränkischen Stadt sind durch Ransomware lahmgelegt worden. Die Verantwortlichen entschieden sich, die geforderten Bitcoin zu zahlen - mit Hilfe einer "Fachfirma".

Am 8. Februar ist die Stadtverwaltung der unterfränkischen Stadt Dettelbach mittels eines Erpressungstrojaners angegriffen worden - alle Daten wurden verschlüsselt. Um die Daten wieder zu entschlüsseln, sollte die Stadt 1,3 Bitcoin zahlen, derzeit etwa 500 Euro, wie Spiegel Online berichtet. Dettelbach mit rund 7.000 Einwohnern liegt in der Nähe von Würzburg.

Anzeige

Die Polizei und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnnik (BSI) raten davon ab, solche Erpressungssummen zu zahlen - erstens sei nicht sichergestellt, dass die Daten wieder freigegeben würden, zweitens würden die Kriminellen so ermutigt, weiterzumachen. Doch die Stadt entschied sich trotzdem zur Zahlung.

Wie kommt eine Stadtverwaltung an Bitcoin?

Das Problem: Wo bekommt die Verwaltung einer Kleinstadt Bitcoin her? In der Gemeindekasse liegen die sicher nicht. Aus diesem Grund habe die Stadt eine "Fachfirma" mit der Abwicklung der Zahlung beauftragt, bestätigte die Polizei Spiegel Online.

Dettelbach infizierte sich nicht mit dem derzeit grassierenden Locky-Trojaner, sondern mit Tesla-Crypt in der Version 2.0 oder 3.0. Die IT-Probleme wurden mit der Zahlung nicht vollständig behoben. Es sei zu einem "weitreichenden Ausfall des EDV-Systems mit Datenverlusten" gekommen, erklärte die Stadtverwaltung laut Spiegel Online. Diese Probleme seien durch "Fehlfunktionen im bestehenden EDV-System sowie Fehlentscheidungen bei der Rücksicherung" entstanden.

Das Einwohnermeldeamt der Stadt wurde zwischenzeitlich geschlossen. Ab Montag soll alles wieder wie gewohnt funktionieren. Nur die Stadtwerke sind mit ihrer Rücksicherung noch nicht ganz fertig. Wenn Kunden umziehen oder kündigen, sollen sie die Abrechnungen des vergangenen Jahres einschicken - sicherheitshalber in Papierform.


eye home zur Startseite
ConiCool 09. Mär 2016

Hier liegt der Fehler bei Ihrer veralteten und fehleranfälligen Test-und Releaseprozedur...

chefin 07. Mär 2016

Weil das mehr kostet als die Schadensbehebung. Du kannst täglich 500Euro ausgeben oder...

chefin 07. Mär 2016

Wie häufig muss ein backup sein, das es NICHT verschlüsselt ist aber keinen Datenverlust...

hum4n0id3 05. Mär 2016

+1

nakatomy 05. Mär 2016

Das Ziel sind die Daten. Egal wie, sag ich mal. Und in Zukunft die Datenbasis auf n...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. T-Systems International GmbH, Bonn, Saarbrücken, Darmstadt
  2. HORNBACH Baumarkt AG, Neustadt an der Weinstraße
  3. IVU Traffic Technologies AG, Berlin, Aachen
  4. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Vaihingen


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 134,98€
  2. 209,99€/219,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Fraunhofer SIT

    Volksverschlüsselung startet ohne Quellcode

  2. Axon 7 im Hands on

    Oneplus bekommt starke Konkurrenz

  3. Brexit

    Vodafone prüft Umzug des Konzernsitzes aus UK

  4. Patent

    Apple will Konzertaufnahmen verhindern

  5. id Software

    Doom bekommt die Waffen mittig

  6. Onlinehandel

    Amazon droht nach vier Rücksendungen mit Kontensperrung

  7. Tour de France

    Thermokameras sollen Motor-Doper überführen

  8. Symantec und Norton

    Millionen Antivirennutzer durch Schwachstelle verwundbar

  9. Bargeld nervt

    Startups und Kryptowährungen mischen die Finanzbranche auf

  10. Kickstarter

    System Shock sammelt Geld mit spielbarer Demo



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Oneplus Three im Test: Ein Alptraum für die Android-Konkurrenz
Oneplus Three im Test
Ein Alptraum für die Android-Konkurrenz
  1. Android-Smartphone Diskussionen um Speichermanagement beim Oneplus Three
  2. Smartphones Oneplus soll keine günstigeren Modellreihen mehr planen
  3. Ohne Einladung Oneplus Three kommt mit 6 GByte RAM für 400 Euro

Mikko Hypponen: "Microsoft ist nicht mehr scheiße"
Mikko Hypponen
"Microsoft ist nicht mehr scheiße"

Prozessor: Den einen Core M gibt es nicht
Prozessor
Den einen Core M gibt es nicht
  1. Elitebook 1030 G1 HPs Core-M-Notebook soll 13 Stunden durchhalten

  1. Re: Frage zur Kontensperrung

    CarstenKnuth | 14:42

  2. Re: WTF?

    smirg0l | 14:40

  3. Re: GPL

    schily | 14:39

  4. Re: Seit wann denken Konzernlenker weiter ...

    Poison Nuke | 14:39

  5. Re: Microsoft ist nicht mehr zu trauen.

    Trollversteher | 14:39


  1. 14:18

  2. 12:11

  3. 12:06

  4. 11:50

  5. 11:40

  6. 11:15

  7. 11:09

  8. 10:37


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel