Ransomware verschlüsselt persönliche Daten. Sie sind dann unwiderbringlich weg.
Ransomware verschlüsselt persönliche Daten. Sie sind dann unwiderbringlich weg. (Bild: Sophos)

Ransomware Datenkidnapping nach AES-256

Erpressungsschadsoftware oder Ransomware verschlüsselt alle persönlichen Daten auf einem befallenen Rechner und gibt sie erst gegen eine Zahlung wieder frei. Dabei verwendet aktuelle Ransomware professionelle Verschlüsselungsalgorithmen und asymmetrische Schlüssel.

Anzeige

Wer sich aktuelle Versionen sogenannter Ransomware einfängt, muss damit rechnen, dass seine Photos, Musiksammlung oder Dokumente unwiderruflich verschwinden. Denn die Malware verschlüsselt persönliche Daten auf dem Rechner des Opfers. Da die Datenkidnapper professionelle Verschlüsselungsalgorithmen nutzen und die dazugehörigen Private-Keys auf ihren eigenen Servern lagern, lassen sich die Daten kaum mehr entschlüsseln. Nur regelmäßige Backups sind ein effektiver Schutz gegen Datenverlust bei solchen Angriffen. Sicherheitsexperten und Polizei raten: Bloß nicht zahlen.

 
Video: Ransomware erklärt

Das Wort Ransomware ist zusammengefügt aus "Ransom" - dem englischen Wort für Lösegeld - und "Software". Solche Erpressungsschadsoftware tauchte erstmals 1989 und erneut Mitte 2012 auf. Die Malware wird über Spam oder Phishing-Webseiten verteilt. Einmal auf dem Rechner eines Opfers aktiv, verschlüsselt sie persönliche Daten mit herkömmlichen Verschlüsselungsalgorithmen. Dabei sucht die Software auf dem Rechner nach Doc-, JPG-, MP3- oder PDF-Dateien und verschlüsselt jede einzeln. Erst wenn das Opfer einen Geldbetrag an die Erpresser überweist, geben sie manchmal die Daten wieder frei - meist jedoch aber nicht.

Verschlüsseln per Crypto-API von Windows

Erste Versionen lagerten den Schlüssel auf die Festplatte des Opfers aus oder nutzten eine schwache Verschlüsselung. Hersteller von Sicherheitssoftware wie Sophos konnten Opfern mit entsprechenden Tools noch helfen.

Aktuelle Versionen der Malware, die unter dem Namen Citadel, Reveton oder Troj/Ransom kursieren, sind inzwischen weit ausgeklügelter, wie die Sicherheitsexperten bei Sophos sagen: Die Ransomware nutzt dabei asymmetrische Schlüssel. Ein öffentlicher Schlüssel mit 1024-Bit RSA wird dabei einmalig erzeugt. Er wird für die Verschlüsselung genutzt und wiederum mit dem privaten Schlüssel der Erpresser verschlüsselt. Dieser liegt auf den Servern der Erpresser und nur damit lassen sich die Daten wieder entschlüsseln. Dabei nutzt aktuelle Ransomware Verschlüsselung nach AES-256 und greift auf die Crypto-API in Windows zu.

Im Namen der Polizei 

posix 07. Feb 2013

Die Sachlage ist hier relativ einfach, Apache ist nur ein Programm oder besser gesagt...

Tuxianer 06. Feb 2013

Können ist das eine. Müssen ist das andere: das Angebrachte. Denn sensibel sind in...

FedoraUser 05. Feb 2013

Das wäre natürlich der beste Weg, ich guck mir aber ehrlich gesagt nicht bei jedem...

jo0man 04. Feb 2013

Benutzte auch schon seit Jahren nur Comodo und bin immer sehr gut damit gefahren. Aber...

for great justice 02. Feb 2013

Nach wie vor falsch: "Aktuelle Versionen der Malware, die unter dem Namen Citadel...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Data Architect Heating- and Building Systems (m/w)
    Bosch Thermotechnik GmbH, Lollar
  2. Softwareentwickler (m/w) C# / .NET
    Dionex Softron GmbH | Thermo Fisher Scientific, Germering bei München
  3. Leiter Entwicklungsprojekte (m/w)
    SICK AG, Freiburg
  4. SAP SD Spezialist für Webshopprojekte (m/w)
    Hornbach-Baumarkt-AG, Großraum Mannheim/Karlsruhe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Linshof

    Die gut versteckte Firma hinter dem Wunder-Smartphone

  2. Gericht

    Entscheidung über Haft für Dotcom kommende Woche

  3. Star Wars Episode VII

    The Force Awakens im ersten Teaser

  4. Speedport Hybrid

    Hybrid-Tarif der Telekom ohne LTE-Drosselung

  5. Docker-Alternative

    Spoon bietet virtualisierte Container für Windows

  6. Überbewertete Superrechner

    Quantencomputer hätten kaum was zu tun

  7. FAA

    Privatdrohnen gefährden Flugverkehr

  8. Großbritannien

    Pink Floyd und Arctic Monkeys sorgen für Vinyl-Boom

  9. Raumfahrt

    Hayabusa 2 startet in wenigen Tagen

  10. Winter is coming

    Game of Thrones ab Anfang Dezember 2014



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Zbox Pico im Test: Der Taschenrechner, der fast alles kann
Zbox Pico im Test
Der Taschenrechner, der fast alles kann

Panasonic Lumix DMC-LX100 im Test: Kamera zum Begeistern und zum Verzweifeln
Panasonic Lumix DMC-LX100 im Test
Kamera zum Begeistern und zum Verzweifeln
  1. Systemkamera Sony Alpha 7 II mit 5-Achsen-Bildstabilisierung
  2. Canon PowerShot G7 X im Test Canons Konkurrenz zu Sonys 1-Zoll-Kamera
  3. Interne Dokumente Neuer Sony-Sensor könnte Kameras kraftvoller machen

Crowdfunding für Games: Der Goldrausch auf Kickstarter ist vorbei
Crowdfunding für Games
Der Goldrausch auf Kickstarter ist vorbei
  1. Pono Neil Youngs Highres-Player kommt auch ohne Kickstarter
  2. The Flame in the Flood Reise am prozedural generierten Fluss
  3. Jolt Schnurloses Laden für die Gopro

    •  / 
    Zum Artikel