Im Namen der Polizei

Anzeige

Die Erpressungsschadsoftware meldet sich aber nicht nur mit einer schlichten Zahlungsaufforderung, sondern versucht auch, das Opfer einzuschüchtern und damit zur Zahlung zu zwingen. Auf dem Rechner seien illegale Downloads gefunden worden, heißt es dann, oder gar kinderpornografische Inhalte. Oder dass Inhalte entdeckt worden seien, die auf Verbindungen zu Terroristen hinweisen. Dann wird gedroht, sollte das Opfer nicht zahlen, würden die gekaperten Inhalte an die Polizei übermittelt.

Teilweise gibt sich die Ransomware sogar als offizielle Software der Polizei aus. Sie trägt die Logos der jeweiligen nationalen Behörden, etwa des FBI oder der Central e-Crime Unit der britischen Polizei.

Lokalisierte Erpresserbriefe

In Deutschland verbreitete sich vor wenigen Tagen die Ransomware Reveton. Reveton wird ebenfalls mit lokalisierten Oberflächen ausgeliefert und gibt sich als Software des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) oder der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) aus. Regionale Informationen ermittelt die Erpressungsschadsoftware über die IP-Adresse. Außerdem wird auch die Webcam des Opferrechners aktiviert und Fotos des Erpressten werden an die Täter übermittelt.

Reveton ist noch vergleichsweise harmlos. Dateien werden nicht verschlüsselt, sondern es wird nur der Windows-Rechner gesperrt. Die Schadsoftware lässt sich mit Werkzeugen der Antivirenhersteller im abgesicherten Modus von Windows wieder entfernen.

Bitte nicht zahlen!

Meist verlangen die Datenkidnapper zwischen 30 und 100 US-Dollar. Die Beträge sind bewusst niedrig gehalten, um das Opfer von einer Zahlung nicht abzuschrecken.

Wer Opfer von Ransomware wird, sollte keinesfalls zahlen, raten die Sicherheitsexperten und auch die Polizei. Zum einen erhalten die Erpresser dadurch unter Umständen die Kontendaten des Opfers; meist nutzen sie aber legitime Zahlungswege wie Western Union, um sicherzustellen, dass sie das Geld auch bekommen. Zum anderen sind die Chancen gering, dass ein Opfer schließlich seinen Entschlüsselungscode auch wirklich erhält. Nur regelmäßige Datensicherungen schützen davor, dass bei einem Befall mit Ransomware alle persönlichen Daten verlorengehen.

 Ransomware: Datenkidnapping nach AES-256

posix 07. Feb 2013

Die Sachlage ist hier relativ einfach, Apache ist nur ein Programm oder besser gesagt...

Tuxianer 06. Feb 2013

Können ist das eine. Müssen ist das andere: das Angebrachte. Denn sensibel sind in...

FedoraUser 05. Feb 2013

Das wäre natürlich der beste Weg, ich guck mir aber ehrlich gesagt nicht bei jedem...

jo0man 04. Feb 2013

Benutzte auch schon seit Jahren nur Comodo und bin immer sehr gut damit gefahren. Aber...

for great justice 02. Feb 2013

Nach wie vor falsch: "Aktuelle Versionen der Malware, die unter dem Namen Citadel...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT Support Specialist (m/w) - Applikationsbetreuung
    Real Garant über Baden Executive Search Personalberatung GmbH, Neuhausen auf den Fildern
  2. Softwareentwickler (m/w) Java EE
    D.O.M. Datenverarbeitung GmbH, Nürnberg, Ingolstadt
  3. Quality Assurance Engineer / Rollout and System Integration (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  4. Business Analyst / Projekt Manager (m/w)
    Parts Europe GmbH, Wasserliesch bei Trier

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Vic Gundotra

    Chef von Google Plus verlässt das Unternehmen

  2. Quartalsbericht

    Amazon weiter mit hohem Umsatz und etwas Gewinn

  3. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  4. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  5. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  6. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  7. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  8. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  9. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  10. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test Hitman Go: Auftragskiller to go
Test Hitman Go
Auftragskiller to go

Knobeln statt knebeln: In Hitman Go verrichtet Agent 47 sein ebenso lautloses wie blutiges Handwerk auf ungewohnte Art und Weise: Statt Schleich-Action ist Denksport angesagt. Der Titel bleibt dem Kern der Hitman-Reihe trotzdem treu - und macht schnell süchtig.

  1. Square Enix Kernzielgruppe statt globales Massenpublikum

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


Windows 8.1 Update 1 im Test: Ein lohnenswertes Miniupdate
Windows 8.1 Update 1 im Test
Ein lohnenswertes Miniupdate

Microsoft geht wieder einen Schritt zurück in die Zukunft. Mit dem Update 1 baut der Konzern erneut Funktionen ein, die vor allem für Mausschubser gedacht sind. Wir haben uns das Miniupdate für Windows 8.1 pünktlich zur Veröffentlichung angesehen.

  1. Microsoft Installationsprobleme beim Windows 8.1 Update 1
  2. Windows 8.1 Update 1 Wieder mehr minimieren und schließen
  3. Microsoft Windows 8.1 Update 1 vorab verfügbar

    •  / 
    Zum Artikel