Ransomware: Datenkidnapping nach AES-256
Ransomware verschlüsselt persönliche Daten. Sie sind dann unwiderbringlich weg. (Bild: Sophos)

Im Namen der Polizei

Anzeige

Die Erpressungsschadsoftware meldet sich aber nicht nur mit einer schlichten Zahlungsaufforderung, sondern versucht auch, das Opfer einzuschüchtern und damit zur Zahlung zu zwingen. Auf dem Rechner seien illegale Downloads gefunden worden, heißt es dann, oder gar kinderpornografische Inhalte. Oder dass Inhalte entdeckt worden seien, die auf Verbindungen zu Terroristen hinweisen. Dann wird gedroht, sollte das Opfer nicht zahlen, würden die gekaperten Inhalte an die Polizei übermittelt.

Teilweise gibt sich die Ransomware sogar als offizielle Software der Polizei aus. Sie trägt die Logos der jeweiligen nationalen Behörden, etwa des FBI oder der Central e-Crime Unit der britischen Polizei.

Lokalisierte Erpresserbriefe

In Deutschland verbreitete sich vor wenigen Tagen die Ransomware Reveton. Reveton wird ebenfalls mit lokalisierten Oberflächen ausgeliefert und gibt sich als Software des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) oder der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) aus. Regionale Informationen ermittelt die Erpressungsschadsoftware über die IP-Adresse. Außerdem wird auch die Webcam des Opferrechners aktiviert und Fotos des Erpressten werden an die Täter übermittelt.

Reveton ist noch vergleichsweise harmlos. Dateien werden nicht verschlüsselt, sondern es wird nur der Windows-Rechner gesperrt. Die Schadsoftware lässt sich mit Werkzeugen der Antivirenhersteller im abgesicherten Modus von Windows wieder entfernen.

Bitte nicht zahlen!

Meist verlangen die Datenkidnapper zwischen 30 und 100 US-Dollar. Die Beträge sind bewusst niedrig gehalten, um das Opfer von einer Zahlung nicht abzuschrecken.

Wer Opfer von Ransomware wird, sollte keinesfalls zahlen, raten die Sicherheitsexperten und auch die Polizei. Zum einen erhalten die Erpresser dadurch unter Umständen die Kontendaten des Opfers; meist nutzen sie aber legitime Zahlungswege wie Western Union, um sicherzustellen, dass sie das Geld auch bekommen. Zum anderen sind die Chancen gering, dass ein Opfer schließlich seinen Entschlüsselungscode auch wirklich erhält. Nur regelmäßige Datensicherungen schützen davor, dass bei einem Befall mit Ransomware alle persönlichen Daten verlorengehen.

 Ransomware: Datenkidnapping nach AES-256

posix 07. Feb 2013

Die Sachlage ist hier relativ einfach, Apache ist nur ein Programm oder besser gesagt...

Tuxianer 06. Feb 2013

Können ist das eine. Müssen ist das andere: das Angebrachte. Denn sensibel sind in...

FedoraUser 05. Feb 2013

Das wäre natürlich der beste Weg, ich guck mir aber ehrlich gesagt nicht bei jedem...

jo0man 04. Feb 2013

Benutzte auch schon seit Jahren nur Comodo und bin immer sehr gut damit gefahren. Aber...

for great justice 02. Feb 2013

Nach wie vor falsch: "Aktuelle Versionen der Malware, die unter dem Namen Citadel...

Kommentieren



Anzeige

  1. Systemarchitekt CarSharing Fahrzeugbackend und -prozesse (m/w)
    Daimler AG, Leinfelden-Echterdingen
  2. Customer Support Engineer (m/w)
    Layer 2 GmbH, Hamburg
  3. Software-Architekturentwickl- ung für Rückfahrkamerasysteme (m/w)
    Robert Bosch GmbH, Leonberg
  4. Enterprise Architekt IT (m/w)
    Daimler AG, Sindelfingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. LG Tapbook

    Das Android-Convertible mit Ultrabook-Hardware

  2. Webmail

    Web.de kritisiert langsame De-Mail-Einführung der Regierung

  3. Akku

    US-Forscher entwickeln Akku mit Lithium-Anode

  4. Betriebssysteme

    Fehler im Linux-Kernel wegen GCC

  5. Microsoft

    Die Siedler von Catan als HTML5-Demo

  6. 25GE

    Ethernet mit 25 GBit/s pro Link wird zum Standard

  7. Swell

    Apple will Pandora-Konkurrenten kaufen und schließen

  8. Windows Phone 8.1

    Update soll Ordner und Case-Unterstützung bringen

  9. Mass Effect 4

    Bioware reist in neue Universen

  10. Mobiles Bezahlsystem

    Amazon plant Kreditkartenleser für Smartphones



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Überwachungssoftware: Ein warmes Mittagessen für den Staatstrojaner
Überwachungssoftware
Ein warmes Mittagessen für den Staatstrojaner
  1. Ex-CIA-Deutschlandchef Wir konnten Schröder leider nicht abhören
  2. Überwachung NSA-Ausschuss erwägt Einsatz mechanischer Schreibmaschinen
  3. Kontrollausschuss Die Angst der Abgeordneten, abgehört zu werden

Smartphone-Hersteller Xiaomi: Wie Apple, nur anders
Smartphone-Hersteller Xiaomi
Wie Apple, nur anders
  1. Flir One Wärmebildkamera fürs iPhone lieferbar
  2. Per Smartphone Paypal ermöglicht Bezahlen in Restaurants landesweit
  3. Datenübertragung Smartphone-Kompass spielt Musik durch Magnetkraft

Nvidia Shield Tablet ausprobiert: Schnelles Spiele-Tablet für Android mit WLAN-Controller
Nvidia Shield Tablet ausprobiert
Schnelles Spiele-Tablet für Android mit WLAN-Controller
  1. Tegra K1 Start von Nvidias Shield Tablet zeichnet sich ab
  2. GM200 und GM204 Nvidias große Maxwell-GPUs zeigen sich beim Zoll
  3. Dual-GPU-Grafikkarte EVGA macht Titan-Z schmaler und leiser als Nvidia

    •  / 
    Zum Artikel