RAMCloud: Storage-System setzt auf RAM statt Festplatten oder SSDs
Storage System hält Daten komplett im Arbeitsspeicher. (Bild: RAMCloud)

RAMCloud Storage-System setzt auf RAM statt Festplatten oder SSDs

Die Stanford-Professoren John Ousterhout und Mendel Rosenblum arbeiten zusammen mit einigen Studenten an RAMCloud, einer neuen Generation von Storage-Systemen, die alle Daten komplett im Arbeitsspeicher hält.

Anzeige

RAMCloud soll 100- bis 1.000-mal schneller sein als heute existierende Storage-Systeme. Dazu hält es sämtliche Daten im DRAM vor, speichert sie aber zusätzlich auf Festplatten oder SSDs, damit die Daten bei einem Systemausfall nicht verloren gehen.

Die Idee, Daten für einen schnelleren Zugriff im Speicher zu halten, ist nicht neu und so werden zunehmend mehr Daten im Speicher gehalten als früher. Das liegt zum einen an fallenden Speicherpreisen, zum anderen aber auch daran, dass Festplatten und auch SSDs für viele Cloud-Applikationen zu langsam sind. Die Forscher verweisen beispielsweise auf Unternehmen wie Facebook, die bereits 2009 rund 150 TByte RAM für Memcached und weitere 200 TByte für andere Caches nutzen. Und große Suchmaschinen würden schon heute ihren kompletten Index im RAM vorhalten.

  • RAMCloud-Architektur
RAMCloud-Architektur

Doch auch wenn schon heute immer mehr Arbeitsspeicher zum Einsatz komme, werde DRAM immer noch sehr eingeschränkt verwendet, meist nur für Caches oder bei Indexes auf eine sehr Applikations-spezifische Art und Weise, so die Forscher. Das liege vor allem daran, dass der Einsatz von RAM für Entwickler aufwendig sei, denn sie müssten sicherstellen, dass die Daten zwischen Cache und Storage konsistent gehalten werden.

RAMCloud soll dieses Problem lösen: Das System hält alle Daten immer komplett im Speicher und soll dabei über tausende von Servern skalieren und so mehrere hundert TByte an Speicherplatz bereitstellen.

Seit Herbst 2011 sind die ersten Komponenten von RAMCloud umgesetzt. Die Forscher betreiben seitdem einen Test-Cluster mit 60 Nodes, der Remote-Reads von 100 Byte innerhalb von 5 ms abwickelt. Ein einzelner Server schafft dabei 800.000 kleine Lesezugriffe. Nach einem Absturz soll das System in der Lage sein, rund 35 GByte Daten innerhalb von 1,6 Sekunden in den Arbeitsspeicher zu laden.

 
Video: John Ousterhout stellt RAMCloud vor

Derzeit unterstützt RAMCloud allerdings nur ein einfaches Datenmodell (Key-Value-Store). Die Forscher würden aber gern auch Sekundäre Indizes und Multi-Objekt-Transaktionen ohne Abstriche an die Skalierbarkeit oder Geschwindigkeit unterstützen. Auch soll RAMCloud später ein hohes Maß an Konsistenz bieten. Darüber hinaus listen die Forscher noch zahlreiche weitere offene Fragen auf und suchen nach Entwicklern, die das noch junge Projekt unterstützen wollen. Sollte das Projekt erfolgreich sein, könnte es die Umsetzung neuer Applikationen ermöglichen und zu einem zentralen Storage-System für Cloud-Plattformen wie Amazon Webservices (AWS) oder Microsofts Azure werden, so dessen Entwickler.


Crass Spektakel 17. Mär 2013

Eine "persistente RAM-Disk" wirds nie für den PC geben weil da klar definiert ist da...

Crass Spektakel 17. Mär 2013

Bei mir kommen die Anwendungen auch mal auf 3-6GB. Wenn viel RAM verfügbar ist nimmt sich...

redmord 16. Mär 2013

kwt

kendon 16. Mär 2013

Man kann es auch einfach berechnen und muss nix hoffen...

Thaodan 15. Mär 2013

Aber eben anders als mit tmpfs was nicht sofort die Größe des erstellen Gerätes nimmt...

Kommentieren



Anzeige

  1. Mitarbeiter (m/w) Anwendungsbetreuung Data Warehouse
    Aareon Deutschland GmbH, Mainz
  2. Softwareentwickler / Developer / Programmierer C# (m/w)
    bayoonet AG, Darmstadt
  3. Fachinformatiker (m/w)
    Clemens Kleine Dienstleistungen GmbH & Co. KG, Düsseldorf
  4. IT-Projektmanager (m/w) für den Bereich SAP PP/MM
    Sirona Dental Systems GmbH, Bensheim

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Apples iOS 8 im Test

    Das mittelmäßigste Release aller Zeiten

  2. Online-Handel

    Bei externen Händlern mit Amazon-Konto einkaufen

  3. Digitale Verwaltung 2020

    E-Mail soll Briefe und Amtsbesuche ersetzen

  4. Sony

    Erwarteter Verlust wegen Mobilsparte mehr als viermal höher

  5. Satoshi Nakamoto

    Wikileaks sollte auf Bitcoin verzichten

  6. UI-Framework

    Digias Qt wird zur Qt-Company

  7. Microsoft

    PC-Version des Xbox-One-Controllers angekündigt

  8. Security

    FreeBSD schließt Schwachstelle im TCP-Stack

  9. Nach der Orangebox

    AMD und Canonical bieten Openstack-Server

  10. Cloud Congress 2014

    Huawei verkauft Intel-Standardserver nur als Türöffner



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Smartphone-Diebstahl: Sicher ist nur, wer schnell reagiert
Smartphone-Diebstahl
Sicher ist nur, wer schnell reagiert
  1. Google Zukunft des Projekts Android Silver ungewiss
  2. Sicherheitslücke bei Android AOSP-Browser soll über Javascript angreifbar sein
  3. Android-Versionen Kitkat verbreitet sich langsamer als Jelly Bean

Mobile Encryption App angeschaut: Telekom verschlüsselt Telefonie
Mobile Encryption App angeschaut
Telekom verschlüsselt Telefonie
  1. Magenta Mobil Deutsche Telekom startet neues Tarif-Portfolio
  2. Telekom Störungen bei der IP-Telefonie
  3. Quartalsbericht Telekom macht weiter keine genauen Angaben zu FTTH

Galaxy Note Edge im Hands On: Das erste Smartphone mit sinnvoll gebogenem Display
Galaxy Note Edge im Hands On
Das erste Smartphone mit sinnvoll gebogenem Display
  1. Phicomm Passion im Hands On Anständiges Full-HD-Smartphone mit 64-Bit-Prozessor
  2. Interview mit John Carmack "Gear VR ist das Tollste, was ich in 20 Jahren gemacht habe"
  3. Nokia Lumia 735 Das OLED-Weitwinkel-Selfie-Phone

    •  / 
    Zum Artikel