Anzeige
Der Pruning-Chip
Der Pruning-Chip (Bild: Rice University)

Prozessoren Rechenfehler machen CPUs effizienter

Es klingt paradox, ist aber sinnvoll: Wenn sich ein Chip verrechnen darf, kann er effizienter gebaut werden. Wissenschaftler der texanischen Rice-Universität haben das Konzept schon fast bis zur Serienreife gebracht.

Anzeige

Wenn die Forscher der Rice-Universität von der Effizienz ihres neuen Chipdesigns sprechen, haben sie dabei alle Aspekte im Blick: die Leistungsaufnahme, die Rechenleistung und die Kosten der Herstellung. Bei Letzterem liegt auch der wesentliche Trick ihres Verfahrens, das sie als "Pruning" beschreiben, was sich frei mit "Beschnitt" übersetzen lässt.

Durch Codeanalyse haben die Wissenschaftler dafür untersucht, welche Teile einer Schaltung nur selten benutzt werden und diese einfach weggelassen. Das sorgt zwar für eine steigende Anzahl von Rechenfehlern, die aber bei manchen Anwendungen nicht ins Gewicht fallen. Rice nennt dafür unter anderem Videodigitalisierung und den Bau von Hörgeräten. Bei beiden Anwendungen sorgt die Wahrnehmung des Menschen wie bei einer Fehlerkorrektur dafür, dass auch die nicht ganz genauen Wiedergaben kaum als störend empfunden werden.

  • Das Bild ist auch bei vielen Fehlern noch erkennbar. (Bild: Rice University)
  • Das indische I-slate (Bild: Rice University)
Das Bild ist auch bei vielen Fehlern noch erkennbar. (Bild: Rice University)

Ohne genaue Werte zu nennen, geben die Forscher bei einer Fehlerquote von 0,25 Prozent an, dass sich die Leistungsaufnahme des Chips um den Faktor 3,5 reduziert habe. Bei 8 Prozent Fehlern - die in den Beispielbildern aber schon deutlich wahrnehmbar sind - soll der Baustein 15-mal effizienter sein. Bei dieser Angabe der Effizienz sind aber offenbar auch wiederum die Fertigungskosten gemeint.

Schon im Jahr 2013 soll die Pruning-Technik in Seriengeräten zum Einsatz kommen. Entsprechende Chips sollen in dem Tablet I-slate verbaut werden, das für indische Schulen vorgesehen ist. Das Gerät soll sehr billig werden, daher müssen es auch die Chips darin sein. Neben der Rice-Universität waren auch das CSEM in der Schweiz, die kalifornische Berkeley-Universität und das NTU in Singapur an der Entwicklung beteiligt.

Ein ähnliches Konzept für Energieeffizienz hatte als Resilient Computing bereits 2010 auch CPU-Marktführer Intel vorgestellt. Dabei ging es jedoch nur um Rechenfehler durch elektrische Effekte, nicht durch das Weglassen von Teilen der Schaltung.


eye home zur Startseite
jessipi 22. Mai 2012

Ich schließe mich dem an. Danke für die Erklärungen. Ich lerne gern was neues dazu.

tingelchen 22. Mai 2012

Entweder versteh ich dich nicht ganz, oder du hast einen Denkfehler was Z-Fighting...

Flying Circus 22. Mai 2012

Niemand hat verlangt, daß die Dinger einem Chirurgen assistieren sollen.

Ampel 22. Mai 2012

Man schalte und baue ein paar Intel Prozessoen zusammen und baut sich dann einen...

NekuSoul 21. Mai 2012

Java2k: http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Java2k.html Eine Programmiersprache in der...

Kommentieren



Anzeige

  1. Presales Consultant (m/w)
    Hornetsecurity GmbH, Hannover
  2. Faszination eMobility: AUTOSAR Basissoftware-Integrator/in
    Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen
  3. Manager Digitalisierung - Digitale Projekte und Prozesse in internationaler Matrixstruktur/IT (m/w)
    über Hanseatisches Personalkontor Düsseldorf, Düsseldorf
  4. Netzwerktechniker / Systemadministrator (m/w)
    Xnet Systems GmbH, Langen

Detailsuche



Anzeige
Top-Angebote
  1. NEU: World of Warcraft: Warlords of Draenor [PC Code - Battle.net]
    4,99€
  2. Blu-rays zum Sonderpreis
    (u. a. Codename U.N.C.L.E 8,94€, Chappie 9,97€, San Andreas 9,99€, Skyfall 6,19€)
  3. 4 Blu-rays für 30 EUR
    (u. a. Interstellar, Mad Max Fury Road, Die Bestimmung, Chappie, American Sniper, Who am I)

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Arkane Studios

    Dishonored 2 erscheint im November 2016

  2. OpenSSL-Update

    Die Rückkehr des Padding-Orakels

  3. Stellenabbau

    Mobilfunkentwicklung bei Nokia Stuttgart soll schließen

  4. HTC 10

    Update soll Schärfe bei Fotos verbessern

  5. Ratsch

    Google beantragt Patent auf zerreißbare Displays

  6. DNS:NET

    "Nicht jeder Kabelverzweiger bekommt Glasfaser von Telekom"

  7. Wileyfox Swift

    Cyanogen-OS-Smartphone für 140 Euro

  8. Liquid Jade Primo

    Acers Windows-10-Smartphone mit Continuum ist erschienen

  9. Bundeskriminalamt

    Geldfälscher sind zunehmend über das Netz aktiv

  10. Peter Sunde

    Flattr kooperiert für Bezahlmodell mit Adblock Plus



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
LizardFS: Software-defined Storage, wie es sein soll
LizardFS
Software-defined Storage, wie es sein soll
  1. Microsoft SQL Server 2016 steht ab dem 1. Juni bereit
  2. Security Der Internetminister hat Heartbleed
  3. HPE Hyper Converged 380 Kleines System für das schnelle Erstellen von VMs

LG Minibeam im Test: Wie ein Beamer mein Begleiter wurde
LG Minibeam im Test
Wie ein Beamer mein Begleiter wurde
  1. Huawei P9 im Test Das Schwarz-Weiß-Smartphone
  2. HTC Vive im Test Zwei mal zwei Meter sind mehr, als man denkt
  3. Panono im Test Eine runde Sache mit ein paar Dellen

HTC 10 im Test: Seht her, ich bin ein gutes Smartphone!
HTC 10 im Test
Seht her, ich bin ein gutes Smartphone!
  1. HTC 10 im Hands on HTCs neues Topmodell erhält wieder eine Ultrapixel-Kamera

  1. Re: Wettbewerbsfähigkeit

    basharan | 20:12

  2. Re: Und Leute, die davor Angst haben, dürfen wählen

    Emulex | 20:07

  3. Wie gut ist das ?

    BilboNeuling | 20:07

  4. Release-Termin falsch?

    CyKr | 20:02

  5. Re: Was kann Number 26 was eine andere Bank nicht...

    /mecki78 | 20:01


  1. 17:55

  2. 17:52

  3. 17:37

  4. 17:10

  5. 16:12

  6. 15:06

  7. 14:46

  8. 14:42


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel