Prozessoren AMD steigt bei Globalfoundries aus

AMD gibt seine Anteile an Globalfoundries ab und lässt seine Prozessoren künftig auch bei Konkurrenten produzieren. AMD hatte sich über zu geringe Liefermengen von Globalfoundries beschwert.

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AMD verkauft seine Anteile an dem Auftragshersteller Globalfoundries. Das gaben der Prozessoranbieter und das Partnerunternehmen am 4. März 2012 bekannt. AMD musste im Jahr 2009 seine Fertigungssparte Globalfoundries abspalten, blieb aber der wichtigste Auftraggeber des Unternehmens. Globalfoundries befindet sich mehrheitlich im Besitz der Regierung Abu Dhabis.

Im Rahmen der Lostrennung wird AMD 703 Millionen US-Dollar an Globalfoundries zahlen. Der US-Konzern entrichtet über einen Zeitraum von zwei Jahren 425 Millionen US-Dollar an Globalfoundries und gibt damit seinen Anteil von 8,8 Prozent ab. Im Gegenzug werden die Preise für Chipaufträge mit Globalfoundries neu verhandelt. AMD spart außerdem Zahlungen in Höhe von 430 Millionen US-Dollar an Globalfoundries. Alleiniger Eigentümer des Unternehmens ist damit Advanced Technology Investment Company (Atic).

"Der heutige Tag markiert den Beginn eines neuen Abschnitts, um Globalfoundries zu einem wirklich unabhängigen Auftragsfertiger zu machen", betonte Globalfoundries-Chef Ajit Manocha.

Ein AMD-Sprecher erklärte, die Vereinbarung erlaube es, Aufträge für 28-Nanometer-Chips an Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) statt an Globalfoundries zu vergeben. Ein Teil dieser AMD-Aufträge gehe aber weiter an Globalfoundries. AMD war im April 2011 mit der Ausbeute von 32-Nanometer-Chips bei Globalfoundries nicht zufrieden.

Globalfoundries betonte dagegen: "AMD bleibt damit auch künftig einer der strategischen Kunden von Globalfoundries. Globalfoundries konnte die Lieferung von 32-nm-Wafern an AMD vom dritten zum vierten Quartal 2011 um mehr als 80 Prozent steigern. Damit stellen 32-nm-Produkte ein Drittel des gesamten Prozessorportfolios von AMD."

Im Januar 2012 erklärte Globalfoundries, 2012 mehr als 3 Milliarden US-Dollar in den Ausbau der Standorte Dresden, New York und Singapur zu investieren.


Eheran 06. Mär 2012

Dann nochmal: "Der US-Konzern entrichtet über einen Zeitraum von zwei Jahren 425...

AnnonymerAnalph... 05. Mär 2012

Das erinnert doch irgendwie an den Fall Qimonda. Den Verlustbringer noch mal...

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