Künstliche Welten: durch Mathematik zum virtuellen Leben erweckt
Künstliche Welten: durch Mathematik zum virtuellen Leben erweckt (Bild: Vladimir Romanyuk/Space Engine)

Prozedurale Schöpfung Künstliche Welten auf Knopfdruck

Vom künstlichen Lebewesen bis zur Galaxie können Spielinhalte scheinbar aus dem Nichts entstehen. Dahinter stecken jedoch komplexe Algorithmen, die unter dem sperrigen Begriff "prozedurale Generierung" große Umwälzungen erwarten lassen - für Spielentwickler wie für Spieler.

Anzeige

Die Zukunft der Spielentwicklung liegt in der Automatisierung, in der prozeduralen Generierung (Procedural Generation) von Inhalten. Drei Entwickler hat Golem.de zu dem Thema befragt - Miguel Cepero (Voxelfarm), Keith Newton (I-Novae Studios) und Vladimir Romanyuk (Space Engine)-, alle waren sich darin einig. Kein Wunder: Sie arbeiten selbst an Software, die die Spielwelt erst genau in dem Moment erstellt, in dem der Spieler sie betritt. Nicht Grafiker gestalten dabei den Großteil der Spielwelt, sondern ausgefeilte Algorithmen.

  • Elite - ein Procedural-Generation-Pionier, Screenshot aus der Urversion für den BBC Micro (Bild: Frontier Developments)
  • Limit Theory - komplett prozedurales Weltraumspiel
  • Limit Theory - komplett prozedurales Weltraumspiel
  • Limit Theory - komplett prozedurales Weltraumspiel
  • Limit Theory - komplett prozedurales Weltraumspiel
  • Infinity - prozedurales Weltraumspiel, ab 2013 bei Kickstarter
  • Infinity
  • Infinity
  • Infinity
  • Infinity
  • Infinity
  • Infinity
  • Space Engine - prozedurale Weltraum-Engine, die Basis für ein Spiel werden soll
  • Space Engine
  • Space Engine
  • Space Engine
  • Space Engine
  • Space Engine
  • Space Engine
  • Space Engine
  • Voxelfarm - prozedurale Welten, hier ein Höhleneingang
  • Voxelfarm
  • Voxelfarm
  • Voxelfarm
  • Voxelfarm
  • Voxelfarm
  • Voxelfarm
  • Voxelfarm
  • Voxelfarm - künstliche Natur
  • Voxelfarm - erste Tests mit prozedural generierten Gebäuden
  • Voxelfarm
  • Voxelfarm
  • Voxelfarm
Voxelfarm - prozedurale Welten, hier ein Höhleneingang

Die von Miguel Cepero entwickelte Software Voxelfarm etwa generiert in Echtzeit Berge, Täler und Höhlensysteme. Die lassen sich frei durchwandern und verändern. Was einmal generiert wurde, merkt sich die Software, ebenso wie Interaktionen mit der Landschaft - etwa wenn im Minecraft-Stil Gräben und Tunnel gegraben oder Häuser aus Blöcken gebaut wurden. Für Anfang 2013 ist ein öffentlicher Alphatest der Software geplant, bis dahin gibt es noch einiges zu tun.

Keine Zeit für 7 Tage Schöpfung!

"Das ist die schlimmstmögliche Kombination: ein kniffliges Problem, das in sehr kurzer Zeit gelöst werden muss", sagt Cepero im Interview mit Golem.de. Er arbeitet gerade an Echtzeitarchitektur. Gebäude werden generiert, während der Spieler sich ihnen nähert. "Das ist aus mehreren Gründen eine Herausforderung. Erst muss man dem System beibringen, wie es interessante Gebäude erstellt. Und das muss dann sehr schnell erfolgen."

Deshalb geht es bei prozeduraler Generierung auch um Rechenleistung, je mehr desto besser - auch Cloud Computing könnte dabei von Nutzen sein. Vor allem wenn in Kombination mit einer ausgefeilteren Landschaftssimulation auch Erosion, Wasserläufe und anderes berechnet werden sollen, um glaubwürdigere Welten zu realisieren. Cepero: "Die Hardware hat eine Stufe erreicht, an der nun einige coole Dinge möglich sind. Wir wissen schon seit einigen Jahren von ihnen. Es dauerte nur zu lange, sie auszuprobieren."

Es habe viel Forschung im Bereich synthetischer Realitäten gegeben. Der echte Engpass bleibe weiter die Hardware, sagt Cepero und nennt als Beispiel den Film Avatar. Pandora sei eine prozedurale Welt, dennoch habe es Millionen gekostet, sie zu generieren. "Wir müssen einen Punkt erreichen, an dem eine ähnlich detaillierte Welt durch unsere Spielkonsole oder unseren Computer erzeugt werden kann, oder durch einen bezahlbaren Cloud-Service."

Wer will schon jedes Blatt im Wald zeichnen? 

burzum 09. Dez 2013

Naja, sooo logisch nun auch nicht unebdingt. Es ist absolut möglich gute prozedurale...

crsc 17. Dez 2012

Hier ein "making of" von der 4k demo "elevated" falls sich jemand dafür interessiert...

violator 15. Dez 2012

Dann kommt der Patch. ;)

motzerator 14. Dez 2012

Ich habe bei Spielen bisher immer die manuelle Gestaltung bevorzugt und halte prozedurale...

Hotohori 14. Dez 2012

Ja, das gute an PG ist: man kann es wunderbar mit handgemachtem verknüpfen. ^^

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Software-Entwickler (m/w)
    Optimize My Day GmbH, Düsseldorf
  2. Softwareenwtickler (m/w) Java
    GIGATRONIK München GmbH, Magdeburg
  3. IT-Projektleiter / Systemanalytiker (m/w)
    Libri GmbH, Hamburg
  4. Leiter der Softwareentwicklung (m/w)
    VEPRO AG, Pfungstadt bei Darmstadt

Detailsuche


Top-Angebote
  1. 3D-Blu-rays reduziert
    (u. a. Jurassic Park 11,97€, Die Hobbit Trilogie 49,97€, Hotel Transsilvanien 9,97€)
  2. NEU: Superman 1-5 - Die Spielfilm Collection - (Blu-ray)
    12,99€ inkl. Versand
  3. Blu-ray-Box-Sets reduziert
    (u. a. Ocean's Trilogy 14,97€, The Wire 69,97€, Lethal Weapon 1-4 16,97€, Band of Brothers 17...

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Präsentation

    Apples iPhone-Event findet am 9. September 2015 statt

  2. Vectoring

    Landkreise wollen Glasfaser statt Dobrindts Breitband

  3. Swisscom

    Mobilfunkbetreiber startet Wifi-Calling in Gebäuden

  4. Honor 7 im Hands on

    Neues Honor-Smartphone kommt für 350 Euro nach Deutschland

  5. Radeon R9 Nano

    AMDs winzige Grafikkarte läuft theoretisch mit 1 GHz

  6. LG Rolly Keyboard

    Bluetooth-Tastatur lässt sich zu einem Stab falten

  7. Breitbandausbau

    Bitkom sieht 50 MBit/s nur als Zwischenschritt

  8. Datenschutz

    Verfassungsschutz darf Xkeyscore gegen Datentausch nutzen

  9. Computerhersteller

    Gründer bietet Acer zum Verkauf an

  10. CD Projekt Red

    73 Millionen Euro Entwicklungskosten für The Witcher 3



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Windows 10 IoT ausprobiert: Finales Windows auf dem Raspberry Pi 2
Windows 10 IoT ausprobiert
Finales Windows auf dem Raspberry Pi 2
  1. Orange Pi PC Bastelrechner für 15 US-Dollar
  2. Odroid C1+ Ausnahmsweise teurer, dafür praktischer und mit mehr Sound
  3. PiUSV+ angetestet Überarbeitete USV für das Raspberry Pi

Oneplus Two im Test: Zwei ist besser als Eins
Oneplus Two im Test
Zwei ist besser als Eins
  1. Oneplus Two im Hands On Das Flagship-Killerchen
  2. Oneplus-One-Nachfolger Neues Oneplus Two wird ab 340 Euro kosten
  3. Two-Smartphone Oneplus verspricht vereinfachtes Einladungssystem

Chaos Communication Camp 2015: Donnerschläge, Cert-Taucher und Bimmelbahnhacker
Chaos Communication Camp 2015
Donnerschläge, Cert-Taucher und Bimmelbahnhacker
  1. Security Die Gefahr der vernetzten Autos
  2. Hackertreffen Pack die Badehose ein, lass die Kamera daheim

  1. Re: Rechtfertigung für die Stakeholder

    DY | 07:07

  2. Re: sticken oder stricken?

    Himmerlarschund... | 07:05

  3. Re: Eigentlich nicht

    Berner Rösti | 06:58

  4. Re: xposed -> firewall -> amazon app sperren?

    Tzven | 06:52

  5. Re: BullMist - Verlogen und Geldgeil

    rv112 | 06:52


  1. 21:06

  2. 20:53

  3. 20:16

  4. 20:00

  5. 19:52

  6. 17:53

  7. 17:40

  8. 17:35


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel