Das Zeitalter der Maschinen naht...

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Cepero glaubt, dass die Rechenleistung schneller wächst als die Menge an von Grafikern produzierbaren Inhalten. Daher stünden wir vor dem "dritten Zeitalter der prozeduralen Generierung", in der Automatisierung aus Kostengründen der einzige Ausweg ist. Das erste Zeitalter hätten Spiele wie Elite eingeläutet. Cepero sagt: "Wir waren als Publikum damals sehr nachsichtig. Man konnte ein paar Punkte auf den Screen werfen und es eine Galaxie nennen."

Im gerade ausklingenden zweiten Zeitalter wuchs die Rechenleistung, realistischere Repräsentationen konnten gespeichert und gerendert werden. Und es konnten hochqualitative Grafiken in Spiele gepackt werden. Noch wurde das meiste aber handgemacht und nur hier und dort gibt es Cepero zufolge etwas "Prozeduralismus", meist im Hintergrund. Damit spielt er etwa auf Tools wie Speedtree an, die Vegetation und ganze Wälder in Spiele bringen.

Doch die Hardware der Endkunden, etwa die aktuelle Konsolengeneration, sei nicht in der Lage, Inhalte zu generieren, die detailliert genug sind, um an von Menschen gemachte Inhalte heranzukommen. In der Zukunft dürfte sich das ändern. "Man könnte sich eine Variation des Turing-Tests vorstellen: Ein Mensch spielt ein Spiel, ohne jemals zu realisieren, dass das meiste davon von einem Computer erzeugt wurde", sagt Cepero.

...aber keine Panik!

Ersetzt werden könne alles, was wenig kreative Eigenleistung enthalte. So lasse sich wohl problemlos der Grafiker ersetzen, der etwa die Steine modelliert. "Wenn du nur geistlose Arbeit verrichtest, dann ist es wahrscheinlich, dass du, selbst als 'Schöpfer', durch irgendeine Technik ersetzt wirst", sagt Cepero. "Doch was ist mit dem, der die Konzeptzeichnungen oder die Storyline anfertigt?" Es gebe da noch einige kniffelige Probleme, für die noch Lösungen fehlten, die aber eng mit der Entwicklung künstlicher Intelligenzen zusammenhängen.

"Prozedurale Generierung kann nichts erschaffen, es gibt immer noch viel Arbeit für Menschen. Beispiele sind Modelle von Fahrzeugen, Personen und Tieren", sagt auch der russische Space-Engine-Entwickler Vladimir "SpaceEngineer" Romanyuk. Die von Romanyuk und anderen in der Freizeit für Windows-PCs entwickelte Space Engine soll irgendwann Basis eines Weltraumerforschungsspiels werden. Bereits jetzt berechnet sie Planeten inklusive Küstenlinien und Wolken. Die können unter Windows bereits selbst besucht werden.

Auf Grafiker will er daher nicht verzichten, Entwickler könnten ihnen die Tools programmieren, doch nur, um ihnen noch mehr Möglichkeiten zu geben, ihre Aufgaben zu erledigen. "Für Entwickler ist es schwierig, realistische Ergebnisse zu erzeugen, etwa Landformen. Prozedurale Generierung sollte mit anderen Methoden kombiniert werden, etwa mit Simulation von Erosionsprozessen für Landschaften."

 Wer will schon jedes Blatt im Wald zeichnen?Seid menschlicher! 

crsc 17. Dez 2012

Hier ein "making of" von der 4k demo "elevated" falls sich jemand dafür interessiert...

violator 15. Dez 2012

Dann kommt der Patch. ;)

violator 15. Dez 2012

Äh was? Städte sind meistens vollkommen logisch angeordnet, die Natur ist vom Aufbau her...

motzerator 14. Dez 2012

Ich habe bei Spielen bisher immer die manuelle Gestaltung bevorzugt und halte prozedurale...

Hotohori 14. Dez 2012

Ja, das gute an PG ist: man kann es wunderbar mit handgemachtem verknüpfen. ^^

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