Promoted Posts: Facebook-Nutzer können sich Aufmerksamkeit kaufen
Ein Teil des Facebook-Logos (Bild: Brendan Smialowski/AFP/Getty Images)

Promoted Posts Facebook-Nutzer können sich Aufmerksamkeit kaufen

Private Facebook-Nutzer aus Deutschland können ihre Statusmeldungen jetzt kostenpflichtig hervorheben. Damit sollen mehr Freunde erreicht werden können.

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Das, was bisher nur Unternehmensseiten vorbehalten war, gilt jetzt auch für private Facebook-Nutzer: Statusmeldungen können gegen Bares hervorgehoben werden. Promoted Posts nennt Facebook die Funktion, die bisher nur bei Nutzern in den USA getestet worden war. Nun berichten auch einige deutsche Nutzer über eine solche Funktion, die nach und nach bei allen anderen ausgerollt werden soll.

Im Klartext heißt das: Facebook-Nutzer, die der Meinung sind, bestimmte Texte würden von zu wenigen in der eigenen Freundesliste gesehen, können gegen Geld ihre privaten Statusmeldungen prominenter präsentieren. Um wie viel die Aufmerksamkeit gesteigert wurde, wird später in einem Auswertungstool dargestellt. Die Reichweitensteigerung wird in Prozent angegeben.

5 Euro für ein Statusupdate

Nutzer berichteten bereits im Mai 2012 von den Promoted Posts. Erst Monate später gab es Anfang Oktober von Facebook-Entwickler Abhishek Doshi im unternehmenseigenen Blog eine Bestätigung. Durch das Hervorheben eines Beitrages werde dieser im Newsfeed weiter oben präsentiert, schrieb er. Angaben zu den Preisen machte er nicht.

Bei einem Test von Mitarbeitern unserer Redaktion verlangte Facebook für ein Statusupdate ohne Bild oder Video rund 5 Euro. Der Account hatte 211 Freunde und war aus Berlin. Bei einem anderen Account mit 339 Freunden wurde die gleiche Summe fällig. Auch der Account war aus Berlin.

Facebook schreibt: "Die Kosten für das Hervorheben eines Beitrages hängen von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem deiner geographischen Position und die Größe des gewünschten Publikums." Ob das bedeutet, dass Facebook-Nutzer in Berlin mehr für ihre Statusmeldungen bezahlen müssen als zum Beispiel Nutzer in Hamburg, ist unklar.

Unternehmen konkurrieren mit Privatpersonen

Obwohl Facebook betont, dass die gesponserten Unternehmensmeldungen und die privaten kostenpflichtig hervorgehobenen Statusmeldungen als zwei voneinander unabhängige Produkte betrachtet werden, konkurrieren sie doch im Newsfeed miteinander. Ob Facebook einer bezahlten privaten Meldung dem Vorrang vor einem ebenfalls bezahlten Unternehmensupdate lässt? Wir wissen es nicht.

Immerhin will Facebook sicherstellen, dass auch nur Privatpersonen die Möglichkeit nutzen, private Statusmeldungen zu promoten. Nutzer mit mehr als 5.000 Freunden und Abonnenten können keine Beiträge hervorheben.


Wekeend 09. Nov 2013

Hab einen Anbieter gefunden der sich als Alternative zu Facebook sieht. Dort kann man...

Himmerlarschund... 22. Okt 2012

Was ist denn eigentlich so wichtig, dass ich 5 Euro dafür ausgebe, dass es die meisten...

Cyrano_B 22. Okt 2012

....werden die dann auch genauso von Adblock+ rausgefiltert wie die sponsored...

Himmerlarschund... 22. Okt 2012

Es würde vor allem prima darstellen, dass FB eigentlich nichts anderes als C2C-Spam...

Himmerlarschund... 22. Okt 2012

Überleg mal, wo du hier bist :-P

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