Promise Pegasus J4 Kleines Vierfach-Thunderbolt-RAID im Mac-Mini-Design

Promise will in den nächsten Monaten eine kleine Version des Pegasus-RAID-Systems mit Thunderbolt-Anschluss anbieten. Das System J4 beherbergt vier 2,5-Zoll-Festplatten und kann Datenraten bis 600 MByte/s erreichen. Außerdem hat Promise bereits Windows-Pläne.

Anzeige

Das Promise Pegasus J4 ist ein kleines externes Thunderbolt-Speichersystem mit vier Festplatten. Es ist nur ein bisschen kleiner als ein Mac Mini von Apple. Die kleinste Variante des Pegasus J4 wird mit vier 250 GByte großen Festplatten bestückt sein. Leergehäuse wird es nicht geben. Allerdings sollen die Platten austauschbar sein. Auf der Unterseite müssen dafür einige Schrauben gelöst werden.

Das J4-System kann Daisychaining. Das bedeutet, es können weitere Geräte oder Monitore hinter dem J4 über den zweiten Thunderbolt-Anschluss angeschlossen werden. Für den Energiebedarf ist ein internes Netzteil vorhanden. Ein kleiner Lüfter sorgt für Kühlung auf der Rückseite, er soll leise arbeiten. Beim Demogerät war ein Luftzug kaum spürbar und der Wärmeausstoß bei den SSDs gering. Festplatten werden aber meist wärmer als SSDs.

  • Promise Pegasus J4 (Bilder: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Positionen der Festplatten sind am Gehäuse angedeutet.
  • Rückseite des Systems
  • Benchmarks mit einem Vorseriengerät
  • Da nur günstige MLC-SSDs in dem Demogerät verbaut wurden, sind die Schreibraten nicht so hoch, wie sie sein könnten.
  • Fibrechannel-Speicher direkt an kleinen Macs ohne FC-Karten. Das Gerät arbeitet passiv gekühlt. Die meiste Abwärme kommt vom Fibre-Channel-Switch.
  • Die Latenzen sollen durch die Umsetzung auf Thunderbolt nicht leiden. Redundanz gibt es aber nur bei Fibre Channel, nicht bei Thunderbolt.
Promise Pegasus J4 (Bilder: Andreas Sebayang/Golem.de)

Lesend schafft das System fast 700 MByte/s, wie Promise vor Ort mit dem Aja-Test (4Kx2K) demonstrieren konnte. Beim Schreiben ist das System deutlich langsamer. Promise verspricht Datenraten im Schreibmodus zwischen 300 und 400 MByte/s. Auf der Cebit war das Demosystem, das noch einige Monate von einem Seriensystem entfernt ist, nur mit günstigen MLC-SSDs bestückt, so dass die Datenraten unterhalb von 200 MByte/s bei der Demonstration blieben. Lesend erreichte das System im Aja-Test (4Kx2K Video) fast 700 MByte/s.

Das Promise Pegasus J4 unterscheidet sich von dem R4 dadurch, dass es keinen eigenen Hardware-RAID-Controller hat. RAID wird als Softwarelösung implementiert, kann also das, was Mac OS X selbst als RAID erzeugen kann. Das R4-System ist hingegen ein Hardware-RAID-System mit mehr Möglichkeiten und RAID-Leveln.

Windows-Treiber sind zum Teil fertig

Wenn Intel Thunderbolt auch auf Windows-Systemen anbieten wird, ist auch Promise so weit. Der Hersteller hat für das R4/6-System bereits Windows-Treiber fertig und verspricht eine vergleichbare Leistung der RAID-Systeme unter Windows. In der Zukunft soll es das R4-System auch als Variante mit SSD geben.

Das Pegasus J4 wird in zwei bis drei Monaten, also vermutlich im Juni 2012, auf den Markt kommen. Einen Preis konnte Promise noch nicht nennen. Es soll aber ein externes Festplattensystem werden, das für mehr Nutzer bezahlbar ist.

Promise arbeitet an weiteren Thunderbolt-Geräten, will aber über diese noch nicht viel sagen. Prinzipiell sieht die Firma auch die Möglichkeit, Storage-Systeme im Rack per Thunderbolt anzubinden. Die Kabellänge ist allerdings ein Problem. Sobald optische Kabel zugelassen werden, kann Promise in wenigen Wochen reagieren und Produkte auf den Markt bringen, die auch in ein Rack passen.

Bisher nutzt Promise einen Fibre-Channel-Adapter, der es erlaubt, SAN-Systeme mit wenig Latenz direkt an kleine Macs oder Macbooks anzuschließen. Diese Geräte kosten allerdings allein 800 Euro.


Yeeeeeeeeha 12. Mär 2012

Mit Sicherheit. Allerdings versucht Promise scheinbar nicht, einen PC zu verkaufen, der...

Hasenbauer 08. Mär 2012

Bei Kabelpreisen von 50 EUR geht diese Technologie eindeutig am Massenmarkt vorbei...

Gustaav 07. Mär 2012

Es ist klein, kompakt, wahrscheinlich kein sündhaft hoher Stromverbrauch (im Vergleich zu...

Kommentieren



Anzeige

  1. Interaktionsdesigner/in für Bedien- und Anzeigekonzepte
    Daimler AG, Sindelfingen
  2. Fachinformatiker (m/w) für Anwendungsentwicklung
    Grünecker Patent- und Rechtsanwälte, München
  3. User Experience Designer - Senior Level (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  4. PC Software Entwickler (m/w) Automotive HMI
    Continental AG, Villingen-Schwenningen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Smartphones

    Apple, Samsung und Google planen wirksamen Diebstahlschutz

  2. Ein-Tages-Verkauf

    Google Glass ausverkauft

  3. Missouri

    Soundkanone soll Autofahrer zur Räson bringen

  4. Gramofon

    Audiostream-Box für Spotify

  5. Nachfolger von Google Glass

    Google patentiert Kontaktlinsen mit Kameras

  6. Kleine Fuck-Anfrage

    Welche Begriffe in deutschen Behörden gefiltert werden

  7. Kindle Phone

    Neue Details zur 3D-Technik des Amazon-Smartphones

  8. Phishing-Mail

    BSI warnt vor BSI-Warnung

  9. Gesichtserkennung

    FBI sammelt Millionen Fotos von Unverdächtigen

  10. Truecrypt

    Bislang keine Hintertüren gefunden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Solarauto: Stella ist leichter als mancher Elektroauto-Akku
Solarauto
Stella ist leichter als mancher Elektroauto-Akku

Stella ist ein besonderes Elektroauto: Es macht sich seinen Fahrstrom selbst, mit Solarzellen auf dem Dach. Das in den Niederlanden entwickelte Fahrzeug ist ein viersitziges Familienauto mit Straßenzulassung.

  1. E-Power Formula 3 Elektrorennwagen auf Formel-3-Basis
  2. Industrie-Ethernet-Anschluss Bastler findet Zugang zum Netzwerk im Tesla Model S
  3. Tesla Mit Titanpanzer gegen Akkubrände

Robotik: Humanoide lassen sich mit dem Gehirn steuern
Robotik
Humanoide lassen sich mit dem Gehirn steuern

Der Roboter Geminoid soll bald nur durch Gedanken bewegt werden. Aber bei den Experimenten im Labor von Hiroshi Ishiguro geht es um mehr: Ishiguro will zeigen, dass Brain-Computer-Interfaces besser funktionieren, wenn das gesteuerte Objekt humanoid ist.

  1. Human Robots Roboter, menschengleich

Windenergie: Strom erzeugen mit Flügelschlag
Windenergie
Strom erzeugen mit Flügelschlag

Es ist eine Art stationärer Vogel, den Festo da aufgebaut hat: In der Umkehr des Antriebs eines Vogels erzeugt ein neuartiger Generator elektrischen Strom aus Wind.

  1. Bionic Kangaroo Festo lässt einen Roboter hüpfen

    •  / 
    Zum Artikel