Projekt Sumatra Nativer OpenCL-Code für GPUs aus Java-Engine

Mit dem Projekt Sumatra will Oracle die Beschleunigung von Java-Code durch GPUs stark vereinfachen. Ein erster Partner ist mit AMD bereits gefunden, das bereits früher einen ähnlichen, aber komplizierteren Ansatz verfolgte.

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Wenn es nach Oracle und AMD geht, soll Java bald fast vollautomatisch auch Rechenfunktionen auf GPUs auslagern können. Oracle stellte dazu auf der am vergangenen Sonntag in San Francisco eröffneten Konferenz JavaOne das Projekt Sumatra vor. Voraus ging dem eine Abstimmung in der entsprechenden Mailingliste für Entwickler.

Sumatra wird zunächst auf die virtuelle Maschine Hotspot von Oracle aufsetzen. Der Just-in-Time-Compiler von Hotspot soll dabei durch den Programmierer gegebene Hinweise (Hints) verarbeiten und selbst OpenCL-Code erzeugen können. Dieser wird dann auf der GPU ausgeführt. Damit ist es nicht mehr nötig, dass sich ein Programmierer selbst direkt mit OpenCL beschäftigt.

Auch auf ein Plugin, das Java-Bytecode in OpenCL übersetzt, wie es beispielsweise bei AMDs Projekt Aparapi nötig war, soll bei Sumatra verzichtet werden. AMD hatte Aparapi vor einem Jahr in Open Source überführt und will nun an Sumatra mitarbeiten. Der zuständige Enwickler bei AMD, Gary Frost, sagte dem Register, Sumatra solle für Entwickler wie Anwender völlig transparent arbeiten: Wenn keine geeignete GPU verfügbar ist, soll der Compiler das erkennen und die Routinen auf der CPU ausführen.

Es ist jedoch nicht damit zu rechnen, dass in nächster Zukunft Java-Programme auf PCs automatisch durch eine GPU beschleunigt werden. Sumatra steht noch ganz am Anfang, Gary Frost rechnet nicht damit, dass es in der für Mitte 2013 erwarteten Version 8 von Java schon verwendet werden kann. Möglich ist jedoch ein Update mit Sumatra für Java 8, oder volle Unterstützung von Anfang an in Java 9, das 2014 geplant ist.


y.m.m.d. 01. Okt 2012

So schlecht fand' ich ihn garnicht :p

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