Projekt 4Afrika Microsoft startet Mobilfunk-Offensive in Afrika

Zusammen mit Huawei bringt Microsoft ein Smartphone mit Windows Phone für Afrika auf den Markt. Zusammen mit Maßnahmen zur Verbesserung der Netzabdeckung und Schulungen im Umgang mit Smartphones soll die Entwicklung des Kontinents gefördert werden - und die Verbreitung von Windows Phone.

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Microsoft hat mit der 4Afrika-Kampagne ein Programm zur Verbreitung von Windows-Phone-Smartphones in Afrika gestartet. Bis 2016 will das Unternehmen mit der Initiative nicht nur die Zahl der Smartphones erhöhen, sondern auch 1 Million afrikanische Kleinunternehmen online bringen sowie die Ausbildung von Nachwuchsentwicklern fördern. 75 Prozent dieser geplanten 100.000 Entwickler will Microsoft anschließend bei der Arbeitsplatzsuche helfen.

Als ersten Schritt bringt Microsoft zusammen mit Huawei das Smartphone 4Afrika mit Windows Phone 8 auf den Markt. Das Gerät wird zunächst in Angola, Ägypten, Elfenbeinküste, Kenia, Marokko, Nigeria und Südafrika erscheinen. Das Huawei 4Afrika basiert auf dem Ascend W1, das auf der Consumer Electronics Show (CES) 2013 vorgestellt wurde.

4-Zoll-Display und Dual-Core-Prozessor

Das Display des 4Afrika-Smartphones ist 4 Zoll groß und hat eine Auflösung von 800 x 480 Pixeln. Im Inneren des Gerätes arbeitet ein Snapdragon-S4-MSM8230-Dual-Core-Prozessor mit einer Taktung von 1,2 GHz, die GPU ist eine Adreno 305. Der Flashspeicher ist 4 GByte groß, auf der Rückseite des Smartphones ist eine 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus eingebaut. Die Frontkamera für Videotelefonie hat VGA-Auflösung.

Die Nennladung des Akkus liegt bei 1.730 mAh. Dank einer speziellen Stromsparfunktion soll die Standby-Zeit laut Huawei fast 18 Tage betragen. Im 3G-Modus soll das Smartphone eine Gesprächszeit von über 9 Stunden haben. Einen Preis des neuen Smartphones nennen Microsoft und Huawei nicht.

Separater Appstore für afrikanische Apps

Über einen separaten Appstore stehen für die Nutzer des Huawei 4Afrika speziell für den afrikanischen Markt geschriebene Apps zur Verfügung. Dieses Konzept ist jedoch nicht neu: Lokale Apps wie beispielsweise Mocality gibt es schon länger unter Android. Microsoft will in Zukunft verstärkt auf afrikanische Entwickler setzen, um an den afrikanischen Markt angepasste Applikationen anzubieten. Dafür wird die sogenannte App Factory weiter ausgebaut. In den Entwicklungszentren in Südafrika und Ägypten wurden bis jetzt 73 Windows-Apps und 37 Windows-Phone-Apps für den afrikanischen Markt geschrieben.

Microsoft hat außerdem angekündigt, zusammen mit der kenianischen Regierung und einem kenianischen Netzanbieter das WLAN-Angebot in Kenia auszubauen. Gleiche Projekte will das Unternehmen auch im östlichen und südlichen Afrika durchführen. Über eine zentrale Onlinestelle sollen zudem in Zukunft kleine und mittelständische Unternehmen auf kostenlose Produkte und Dienstleistungen von Microsoft zugreifen können. Microsoft erhofft sich dadurch eine bessere Vernetzung und Ausweitung lokaler Dienstleistungen.

Trainingsprogramme für Lumia-Käufer

In Kooperation mit Nokia und zwei Providern in Nigeria und Kenia will Microsoft durch Trainingsprogramme Käufer eines Nokia Lumia 510 oder 620 im Umgang mit einem Smartphone schulen. In Nigeria seien 95 Prozent der verkauften Mobiltelefone sogenannte Feature Phones, also klassische Handys ohne den erweiterten Funktionsumfang eines Smartphones. Durch das Programm erhofft sich Microsoft offenbar eine stärkere Verbreitung von Smartphones.

In Nordafrika wird ab März 2013 eine Erweiterung des Karriere- und Ausbildungsportals Masrworks.com speziell für die Ausbildung junger Frauen im IT-Bereich gestartet. Neben diesen IT-Kenntnissen werden den Teilnehmerinnen Kenntnisse in der Unternehmensführung vermittelt.

Bei all den Maßnahmen, die Microsoft für Afrika plant, sollte nicht vergessen werden, dass es sich bei dem Kontinent um einen großen, bisher in weiten Teilen noch wenig erschlossenen Absatzmarkt handelt. Die Förderung von Windows-Phone-Smartphones erfolgt dementsprechend sicherlich nicht aus rein altruistischen Motiven. Dennoch können die Strukturmaßnahmen zu einer Verbesserung der Lebensqualität und einer stärkeren Einbindung Afrikas in den globalen IT-Markt führen.


Versuchsperson 05. Feb 2013

Stimmt - das steht da so. Aber ich frage mich gerade wo das Gerät abgespeckt wurde. Die...

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