Project Azalea Apple soll 10-Milliarden-Dollar-Chipfabrik in den USA planen

Deloitte sucht für einen großen Konzern einen Bauplatz für eine Chipfabrik. Am wahrscheinlichsten ist, dass die Anlage in New York entsteht. Noch spannender ist die Identität des Auftraggebers: Apple.

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Apple soll im US-Bundesstaat New York den Bau einer Chipfabrik prüfen. Wie die US-Zeitung Times Union aus Verhandlungskreisen berichtet, soll der Bau unter dem Titel Project Azalea 10 Milliarden US-Dollar kosten.

Consultants sollen seit Herbst 2012 im Auftrag Apples mit Vertretern der New Yorker Wirtschaftsentwicklung verhandeln. Dabei geht es um zwei mögliche Bauplätze: Die Fabrik könnte auf dem Luther Forest Technology Campus in Malta (New York) entstehen oder in Oneida County.

Das Beratungsunternehmen Deloitte, das weltweit nach einem Standort für die Fabrik sucht, verhandelt laut dem Bericht mit den Behörden, ohne den Namen seines Auftraggebers zu nennen. Möglich sei auch, dass der Auftragshersteller Foxconn oder der Chipproduzent Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) an dem Projekt beteiligt sind oder das Project Azalea für ihren Kunden Apple errichten werden.

Cnet berichtete Mitte Oktober 2012, dass Apple Konsequenzen aus dem erbitterten Patentstreit mit Samsung ziehe und andere Chiplieferanten suche. Künftig solle TSMC die Chips für Apple liefern. Apple interessiere sich sehr für TSMC, weil das Unternehmen Chips mit einer Strukturbreite von 20 Nanometern fertigt. Apple prüfe die Technik bereits seit August 2012. Der Wechsel des Herstellers hat aber offensichtlich nicht nur mit der Fertigung zu tun: Das Verhältnis zwischen beiden Unternehmen sei inzwischen so schlecht, dass Apple nur noch seine vertraglichen Verpflichtungen erfüllen und dann einen anderen Lieferanten beauftragen werde, sagte eine namentlich nicht genannte Quelle aus der Chipindustrie.

Schon im vergangenen Jahr hatten Apple und TSMC vereinbart, dass die Taiwaner Prozessoren für Apple bauen sollen. A5X und A6 kommen aber noch von Samsung.

Doug Freedman von der Royal Bank of Canada (RBC) sagte Anfang Dezember 2012, Apple verhandle derzeit mit Intel über einen langfristigen Vertrag. Ziel soll es sein, alle von Apple benötigten Prozessoren nur noch von Intel zu beziehen.

Intel soll auch ARM-Chips herstellen, diese sollen weiterhin in iPhones verbaut werden. Bei den iPads, wo größere Akkus möglich sind, soll aber im Gegenzug eine x86-CPU eingesetzt werden. Wie Intel mit dem Atom Z2760 in Samsungs Smart PC bewiesen hat, lassen sich inzwischen auch tablettaugliche x86-Chips herstellen, die lange Laufzeiten ermöglichen. Zudem hat Intel mit dem Wechsel auf 22 Nanometer mit der nächsten Atom-Generation noch viel Spielraum für weiteres Stromsparen.


Hösch 14. Dez 2012

Wo soll eine US Firma denn deiner Meinung nach sonst produzieren? In Deutschland, wo es...

matok 13. Dez 2012

Was ist falsch daran, sich unabhängig zu machen? Erst dadurch hat man sämtliche...

Rufer_im_Walde 13. Dez 2012

Mann das nennt man unternehmerisches Risiko, und davon abgesehen gilt das für alle...

dabbes 13. Dez 2012

Wer sagt denn, dass das Werk nur Apple-Chips herstellt ? Und bei dem Kapital das Apple...

Wechselgänger 13. Dez 2012

ja, die EINE App, die bei der Vorstellung vollmundig als supertoll und besser als die...

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