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Prototypen des Mods und die finale Version rechts
Prototypen des Mods und die finale Version rechts (Bild: Comingle)

Programmieren mit dem Dilduino: Der Vibrator für technische Spielereien

Prototypen des Mods und die finale Version rechts
Prototypen des Mods und die finale Version rechts (Bild: Comingle)

Offen für Experimente: Comingle will eine Sex Hacker Community begründen und sucht per Crowdfunding Unterstützer für die Produktion seines Vibrators Mod. Design, Elektronik und Software sollen unter einer freien Lizenz stehen.

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Der vibrierende Dildo "Mod" von Comingle hat eine Silikonhülle. Seine drei Vibrationsmotoren werden durch eine Arduino-kompatible Plattform angesteuert, Strom erhält er über einen 875-mAh-Lipo-Akku. Der Akku wird über eine USB-Schnittstelle geladen, über die er auch neu programmiert werden kann. Über eine zweite USB-Schnittstelle kann an das Gerät auch selbst gebaute Peripherie angeschlossen werden. Die Finanzierung erfolgt über Indiegogo und ist noch nicht abgeschlossen - Ziel der Kampagne sind 50.000 US-Dollar.

Der Dilduino

Das Herzstück des Vibrators ist der Dilduino. Er basiert auf einem Atmega32u4-Microcontroller und lässt sich über einen Micro-USB-Anschluss wie ein Arduino Leonardo programmieren. Über einen integrierten Motortreiber lassen sich bis zu drei (Vibrations-)Motoren bis maximal 500 mA ansteuern. Es stehen zwei GPIO-Pins zur Verfügung, sie können als Analogeingänge für Sensoren, PWM-Ausgänge oder als I2C-Bus benutzt werden. Um externe Stromkreise zu versorgen, kann eine geregelte 3,3-V-Versorgung von der Platine benutzt werden. Beim fertigen Mod sind die GPIO-Pins und die Stromversorgung in Form einer USB-Buchse ausgeführt.

Die Macher haben bereits eine Reihe spezifischer Controller und Sensorenpakete für den Anschluss an den Dilduino gebaut, zum Beispiel einen Nunchuck-Controller und biometrische Sensoren, welche das Gerät auf Basis von Herzschlägen steuern.

  • Entwicklungsreihe des Mods, ganz rechts das finale Modell mit Nunchuck-Controller (Bild: Comingle)
  • Dilduino (Bild: Comingle)
  • Innerer Aufbau des Mods (Bild: Comingle)
  • Logo der Open-Source-Sexware-Initiative (Bild: Comingle)
Entwicklungsreihe des Mods, ganz rechts das finale Modell mit Nunchuck-Controller (Bild: Comingle)

Softwarebibliothek OSSex

Um die Programmierung zu vereinfachen, gibt es eine OSSex genannte Bibliothek. Sie kann in die Arduino-IDE eingebunden werden und bildet eine Abstraktionsschicht für die Funktionen des Mods und des Dilduino, außerdem kann der Dilduino darüber eine serielle Schnittstelle bereitstellen.

Per Processing ist es auch möglich, den Dilduino direkt per Computer anzusteuern. So zeigen die Macher zum Beispiel, wie der Mod per Bilderkennung mit einer Webcam gesteuert werden kann.

Open-Source-Sexware

Comingle sieht sich selbst als Vorreiter für die Sex Hacker Community und offene Hardware. Es will nicht nur sein Produkt verkaufen, sondern eine Community rund um die Entwicklung von Geräten zur Ehehygiene aufbauen. Das soll Workshops, Hackathons und Partys einschließen.

Preis und Verfügbarkeit

Während der Crowdfunding-Kampagne gibt es den Mod inklusive Nunchuck-Controller und USB-Kabel für 159 US-Dollar, den Dilduino und drei Vibrationsmotoren gibt es für 60 US-Dollar. Die Auslieferung soll im Juli 2015 beginnen.

Wer weder warten noch so viel Geld ausgeben will, findet hier eine komplette Anleitung zum Eigenbau.


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elgooG 19. Jan 2015

Ah, da hat wohl jemand eine Kaufempfehlung für mich? Natürlich wäre es das. Man könnte...

hansenhawk 16. Jan 2015

Vor allem freue ich mich schon auf die "102648493 Personen gefällt das" Likes. :-)

Sharkuu 16. Jan 2015

golem wollte es ja nicht anders :D aber da bist du wohl eine ausnahme, den meisten geht...

burzum 15. Jan 2015

Immerhin war der Artikel bzw. die Sache lustig! :)

EQuatschBob 15. Jan 2015

Danke für die Informationen! Das klingt nach wahrhaftig "free hardware" und "free...



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