Privacy Visor von Isao Echizen
Privacy Visor von Isao Echizen (Bild: Isao Echizen/National Institute of Informatics)

Privacy Visor Spezialbrille schützt vor Gesichtserkennung

Mit einer Brille, die ein wenig an eine Taucherausrüstung erinnert, kann sich Professor Isao Echizen vor automatischer Gesichtserkennung schützen. Die Brille ist mit einigen Infrarot-LEDs ausgerüstet, die Sensoren von Digitalkameras blenden und so eine Identifikation unmöglich machen.

Anzeige

Die unförmige Brille, die ihr Entwickler, Professor Isao Echizen vom japanischen Tokio Institute of Technology Privacy Visor nennt, soll den Träger vor automatischer Gesichtserkennung schützen. Sie deckt dabei nicht etwa wie eine überdimensionierte Sonnenbrille wichtige Gesichtspartien ab, sondern bringt die CMOS- und CCD-Sensoren durcheinander, die in modernen Digitalkameras eingebaut sind. Das klappt, weil kleine Infrarotdioden an strategischen Punkten innerhalb der Brille eingebaut sind. Sie senden ein Licht im nahen Infrarotbereich aus.

Der Mensch kann Licht im recht schmalen Wellenlängenbereich erkennen - ungefähr von 380 bis 780 Nanometer. Auf der anderen Seite kann ein Bildsensor in einer Digitalkamera das Licht ungefähr von 200 bis 1.100 Nanometer Wellenlänge auswerten. Das umfasst damit auch einen Bereich außerhalb dessen, was der Mensch sieht. Die Technik von Isao Echizen macht sich diese erweiterte Empfindlichkeit der Bildsensoren zunutze. Sie werden sozusagen geblendet und können das Gesicht nicht mehr wiedergeben, das hinter der Brille zu sehen ist. Demzufolge kann auch der Gesichtserkennungsalgorithmus die Identifikation nicht mehr vornehmen.

Gesichtserkennung wird nicht nur zu Strafverfolgungszwecken, sondern in einer Vielzahl privater Anwendungen eingesetzt. Unter anderem gibt es bei Googles Picasa, Facebook und auch bei Digitalkameras selbst derartige Algorithmen. Bei einigen dieser Dienste können registrierte Personen auch gleich namentlich erfasst und in den Metadaten der Fotos maschinenlesbar gespeichert werden.

Ob der Privacy Visor der Forscher einmal auf den Markt kommt, ist noch offen. Nach Angaben des Website Slate hat Echizen schon Angebote von Unternehmen erhalten, eine kommerzielle Version zu entwickeln. Der Nachfolger des aktuellen Privacy Visors soll ohne Stromversorgung und LEDs auskommen. Stattdessen soll ein transparentes Material spezifische Wellenlängen des Lichts absorbieren oder reflektieren. Der Preis soll nach Angaben von Slate bei unter 1 US-Dollar liegen.


jayrworthington 24. Jan 2013

Nicht autsch. Es spielt im Gesetz keine Rolle, *warum* ein Nummernschild nicht lesbar...

Guardian 24. Jan 2013

Ich habe es noch nie erlebt, dass die Polizei auf unvermummte friedliche Demonstranten...

Garius 23. Jan 2013

Hehe...ein Kumpel von mir ist mal mit 'nem Didgeridoo welches in einer Stofftasche...

velo 23. Jan 2013

Genau, hab ich mir auch gedacht.

GrannyStylez 22. Jan 2013

hahah made my day

Kommentieren



Anzeige

  1. Document Management Consultant (m/w)
    Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  2. Betreuer (m/w) SAP HCM Organisationsmanagement
    Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
  3. Softwareentwickler (m/w) Web Frontend
    PTV Planung Transport Verkehr AG, Karlsruhe
  4. IT-Operations Consultant Master Data (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt

 

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. Fantasy- & Mittelalter-Filme zum Sonderpreis
    (u. a. Jack Hunter Komplettbox 9,97€, Sucker Punch 7,99€, Mortal Kombat 7,99€, Flash Gordon 9...
  2. Filmfestival-Filme zum Sonderpreis
  3. NUR NOCH HEUTE: Blu-rays je 5 EUR
    (u. a. John Dies at the End, Odd Thomas, Ong-Bak, Daybreakers, The Guard)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Multimedia-Bibliothek

    Der Leiter des FFmpeg-Projekts tritt zurück

  2. Demo wegen #Landesverrat

    "Come and get us all, motherfuckers"

  3. Tor-Netzwerk

    Öffentliche Bibliotheken sollen Exit-Relays werden

  4. Bitcoin

    Mt.-Gox-Gründer Mark Karpelès verhaftet

  5. Windows 10

    Microsoft gibt Enterprise-Version frei

  6. Schwachstellen

    Fernzugriff öffnet Autotüren

  7. Die Woche im Video

    Windows 10 bis zum Abwinken

  8. Oneplus 2 im Hands On

    Das Flagship-Killerchen

  9. #Landesverrat

    Range stellt Ermittlungen gegen Netzpolitik.org vorerst ein

  10. Biomimetik

    Roboter kann über das Wasser laufen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Microsoft: Die Neuerungen von Windows 10
Microsoft
Die Neuerungen von Windows 10
  1. Microsoft Über 14 Millionen sind bereits auf Windows 10 gewechselt
  2. Neuer Windows Store Windows 10 erlaubt deutlich weniger Parallelinstallationen
  3. Microsoft DVD-Player-App für Windows 10 nicht für jeden gratis

SIOD: Wenn die Anzeige auch in der Zeitung blinkt
SIOD
Wenn die Anzeige auch in der Zeitung blinkt
  1. Electric Skin Nanoforscher entwickeln hautähnliches Farbdisplay
  2. Panasonic FZ300 Superzoom-Kamera arbeitet mit f/2,8-Objektiv und 4K-Auflösung
  3. Panasonic Lumix GX8 Systemkamera ermöglicht Scharfstellung nach der Aufnahme

Windows 10 im Tablet-Test: Ein sinnvolles Windows für Tablets
Windows 10 im Tablet-Test
Ein sinnvolles Windows für Tablets
  1. Windows 10 Startmenü macht nach 512 Einträgen schlapp
  2. Windows 10 Erzwungene Updates können Treiberfehler verursachen
  3. Microsoft Pro-Lizenz von Windows 10 kostet 280 Euro

  1. Sehr gut

    exxo | 18:14

  2. Re: Sicherheitslücken im Fork über Jahre hinweg...

    spiderbit | 18:14

  3. Re: Das beste Feature...

    dobbelwopper | 17:56

  4. Re: Aufklärungsbedarf

    azeu | 17:48

  5. Re: Sehr enttäuscht

    SoniX | 17:30


  1. 11:30

  2. 10:46

  3. 12:40

  4. 12:00

  5. 11:22

  6. 10:34

  7. 09:37

  8. 18:46


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel